Frauen

6:0-Erfolg im zweiten Test

Wölfinnen feiern in Calberlah einen deutlichen Sieg gegen Sparta Prag.

Die VfL-Frauen haben ihren zweiten Test der Sommervorbereitung hochverdient gewonnen: Am Samstagnachmittag setzten sie sich im Relog-Sportpark in Calberlah mit 6:0 (3:0) gegen die tschechischen Vizemeisterinnen von Sparta Prag durch. Die 1.300 Zuschauenden sahen ein Duell, in dem die Grün-Weißen deutlich überlegen waren und schnell für klare Verhältnisse sorgten: Lena Lattwein schnürte in den ersten 45 Minuten einen Doppelpack (11./21.), außerdem traf Ella Peddemors (14.) nach rund einer Viertelstunde. In der zweiten Hälfte durfte Svenja Huth sich ebenfalls über zwei Treffer freuen (50./76.), U20-Spielerin Hitomi Yamaue sorgte für den auch in der Höhe verdienten Endstand.

Die Wölfinnen haben nun noch einmal knapp zwei Wochen Urlaub, ehe sie ihre Sommervorbereitung ab dem 8. August fortsetzen. Dann kehren auch die zehn Nationalspielerinnen nach Wolfsburg zurück, die bei der UEFA Women’s Euro in der Schweiz waren.

Personal

Bei den Wölfinnen fehlten mit Stina Johannes, Sophia Kleinherne, Sarai Linder, Janina Minge, Cora Zicai, Lineth Beerensteyn, Caitlin Dijkstra, Thea Bjelde, Justine Kielland und Smilla Vallotto nach wie vor die zehn Spielerinnen, die bei der EM im Einsatz waren. Darüber hinaus musste Cheftrainer Stephan Lerch auf Sharn Freier (Trainingsrückstand), Christina Schönwetter (individuelles Training) und Guro Bergsvand (Fußverletzung) verzichten. Dafür verstärkten Hitomi Yamaue, Maja Zielinska, Lisa Beyer und Anny Kerim-Lindland aus dem U20-Team der Grün-Weißen den Kader.

Spielverlauf

Die VfL-Frauen setzten die Gäste aus Prag von Beginn an gut in der eigenen Hälfte fest. In der dritten Minute spielte Kessya Bussy einen langen Ball auf Alexandra Popp, die das Leder nur knapp verpasste. Wenig später belohnten sich die Grün-Weißen dann für ihre Dominanz in der Anfangsphase: Lattwein köpfte nach einer Ecke von Janou Levels zum 1:0 für die Grün-Weißen ein (11.). Dank eines starken Abschlusses von Peddemors gelang den Wölfinnen nur drei Minuten später der Doppelschlag. Es folgte eine Phase, in der die Pragerinnen erstmals in das Spiel eingriffen. Zunächst schloss Laura Retkesova ab, dann verfehlte Michaela Khyrova das leere Tor nur knapp (18.). Die Wölfinnen ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen, sondern nutzten die nächste Gelegenheit, um für klare Verhältnisse zu sorgen. Lattwein schnürte nach einem Fehler der Gäste den Doppelpack (21.). Die VfL-Frauen blieben am Drücker, unter anderem schloss Vivien Endemann stark ab, verfehlte den Prager Kasten aber knapp (34.). Kurz vor der Pause hatten Lattwein und Bussy weitere Gelegenheiten (43./44.), ein weiteres Tor fiel jedoch nicht mehr.

Nachdem bei den Wölfinnen in den ersten 45 Minuten Levels und Luca Papp den Platz angeschlagen verlassen mussten, folgte nach der Pause ein weiterer Wechsel: Keeperin Martina Tufekovic durfte ihr Debüt im VfL-Trikot feiern. Die Wölfinnen begannen ähnlich druckvoll wie in der ersten Hälfte: Bereits nach fünf Minuten stellte Huth nach einer schönen Kombination auf 4:0. Von den tschechischen Gästen war unterdessen offensiv weiter wenig zu sehen, sie waren vor allem defensiv gefragt. So klärten die Pragerinnen unter anderem einen Abschlussversuch von Camilla Küver (66.) nach einem Freistoß. Kurz darauf mussten sie sich allerdings gegen Huth geschlagen geben, die auf 5:0 für die VfL-Frauen erhöhte (76.). Die Wölfinnen ließen trotz des deutlichen Spielstandes nicht locker. Nach einem Abschluss von Vivien Endemann bekamen die Grün-Weißen eine Ecke. Nachdem Prags Keeperin den darauffolgenden Kopfball von Lattwein zunächst klären konnte, verwertete U20-Spielerin Yamaue den Abpraller schließlich zum 6:0 (87.). 

Tore

  • 1:0 Lattwein (11.): Levels bringt eine Ecke von der linken Seite hoch in den Strafraum. Dort steht Lattwein frei und köpft zum 1:0 ein.
  • 2:0 Peddemors (14.): Da ist der Doppelschlag! Nach Vorarbeit von Bussy nimmt Peddemors Maß und schiebt die Kugel in die Maschen.
  • 3:0 Lattwein (21.): Was für ein Abschluss von Lattwein! Nach einer kurzen Druckphase der Pragerinnen kommen die Wölfinnen wieder in die gegnerische Hälfte. Eine Flanke von Bussy kann eine Pragerin noch klären, der Ball landet allerdings vor den Füßen von Lattwein. Die Wölfin fackelt nicht lange und hämmert das Leder in die linke obere Ecke.
  • 4:0 Huth (50.): Peddemors spielt einen Pass in die Tiefe auf Huth. Die setzt sich an der Strafraumkante gut durch und schiebt flach zum 4:0 ein.
  • 5:0 Huth (76.): Auch Huth schnürt den Doppelpack. Die eingewechselte Kerim-Lindland schirmt die Kugel nach Vorarbeit von Popp gut ab, Huth kann sich das Leder schnappen und im linken unteren Eck unterbringen.
  • 6:0 Yamaue (87.): Nach einer Ecke von Huth kommt zunächst Lattwein an die Kugel. Prags Keeperin kann den Kopfball zunächst abwehren. Den Abpraller sichert sich jedoch U20-Spielerin Yamaue und verwandelt ihn zum 6:0.

Trainerstimme

Stephan Lerch: Heute haben schon viele Dinge sehr gut gepasst. Herausragend war unsere Arbeit gegen den Ball. Wir haben gut gepresst und es häufig geschafft, die Gegnerinnen auf einer Seite zu halten. Auch wenn wir den Ball mal verloren haben, war unser Gegenpressing super. Großartig fand ich auch die Spielfreude und die Intensität auf dem Platz. Insgesamt war die Partie ein durchweg positiver Abschluss dieses ersten Vorbereitungsblocks.

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Smolarczyk (46. Tufekovic) – Wedemeyer, Papp (41. Yamaue), Küver (78. Beyer), Levels (33. Pujols) – Huth, Lattwein, Peddemors (58. Kerim-Lindland) – Bussy (67. Zielinska), Popp, Endemann 

Ersatz: -

Sparta Prag: Harantova (80. Dukic) – Rancova, Dedinova, Pochmanova, Bartonova (80. Havalec) – Paulenova (69. Strakova), Kotrcova (80. Trachtova), Sonntagova, Cerna (80. Kalaberova) – Retkesova (80. Pajunkova), Khyrova (46. Poluhovica)

Ersatz: -

Tore: 1:0 Lattwein (11.), 2:0 Peddemors (14.), 3:0 Lattwein (21.), 4:0 Huth (50.), 5:0 Huth (76.), 6:0 Yamaue (87.)

Gelbe Karten: -

Schiedsrichter: Rene Rose

Zuschauende: 1.300 am Samstagnachmittag im Relog-Sportpark in Calberlah