Inside

22 besondere VfL-Gesichter

Von Falck bis Guilavogui: Diese ehemaligen und aktuellen Sportlerinnen und Sportler laufen beim Jubiläumsspiel gegen den 1. FC Köln mit den Profis ein.

Es ist ein gewohntes Bild: 22 Bundesliga-Profis laufen, jeweils mit einem Kind an der Hand, wenige Minuten vor Anpfiff aus dem Spielertunnel auf den Rasen. Doch an diesem besonderen Wochenende, zum 80-jährigen Jubiläum des VfL Wolfsburg, begleiten die Spieler der Wölfe und des 1. FC Köln ausnahmsweise 22 Sportlerinnen und Sportler, die für den VfL Geschichte geschrieben haben – oder noch schreiben werden.

Naldo (43) – Eine echte Bundesliga-Legende und Abwehrchef aus Brasilien, der den VfL von 2012 bis 2016 verstärkte. Publikumsliebling mit Torgefahr bei Standards, DFB-Pokalsieger und Vizemeister 2015.

Hildegard Falck (76) – Mittelstrecken-Ikone und Olympiasiegerin von München 1972 über 800 m, später auch Bronze mit der 4×400-Meter-Staffel. Ab 1971 startete sie für den VfL Wolfsburg und machte unsere Farben international sichtbar.

Stefanie Storp (56) – Die gebürtige Braunschweigerin mit einer Größe von 1,95 Metern gehörte Ende der 1990er Jahre zu den weltbesten Kugelstoßerinnen. Ihren größten Erfolg feierte sie 1997 mit der Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften.

Frank Greiner (59) – Mit dem Bundesliga-Aufstieg 1997 wechselte der erfahrene Defensivspieler aus Kaiserslautern zu den Wölfen und absolvierte bis zum Ende seiner aktiven Karriere 2003 für die Grün-Weißen 145 Pflichtspiele (fünf Tore). Heute ist Greiner für die VfL-Fußballschule tätig, wo er die Schul-AGs betreut und coacht.

Josuha Guilavogui (34) – Der französische Mittelfeldstratege absolvierte zwischen 2014 und 2023 insgesamt 265 Pflichtspiele im VfL-Trikot. Mit seiner Zweikampfstärke und Führungsqualität war er über Jahre hinweg Führungsspieler, prägendes Gesicht und zeitweise Kapitän der Wölfe. 2015 feierte er mit dem VfL den DFB-Pokalsieg.

Sven Knipphals (39) – Mit einer Bestzeit von 10,13 Sekunden zählt er zu den schnellsten deutschen Sprintern überhaupt. Staffel-Silber bei der EM 2014, Olympia-Teilnahme 2012 und 2016 – und immer VfL. Heute ist er Chiropraktor – und arbeitet auch für RB Leipzig.

Anja Wilhelm (56) – Eine absolute Turn-Ausnahmekönnerin aus Wolfsburg. 1983 stand sie mit nur 15 Jahren im WM-Finale am Schwebebalken, ein Jahr später folgte der vierte Platz bei Olympia mit dem Team. Dazu kommen zahlreiche Deutsche Meistertitel.

Detlev Dammeier (56) – Der Mittelfeldspieler kam 1992 zu den Wölfen. Mit seiner Übersicht und Zweikampfstärke führte Dammeier das Team 1995 ins DFB-Pokal-Finale und 1997 in die Bundesliga. Insgesamt bestritt der gebürtige Stadthagener 247 Pflichtspiele für die Wölfe (22 Tore), bevor er seine Karriere in Bielefeld fortsetzte.

Ingo Eismann (77) – Der gebürtige Wolfsburger durchlief die Jugendabteilung des VfL und gehörte in den 1970er Jahren zum festen Bestandteil der ersten Mannschaft. Der Defensivspieler trug entscheidend dazu bei, den Klub in der 2. Bundesliga zu etablieren. Insgesamt absolvierte Eismann beeindruckende 352 Ligaspiele für die Wölfe und wurde zum Publikumsliebling. Auch nach seiner aktiven Zeit blieb Eismann eng mit dem Verein und der Region verbunden.

Klaus Glahn (83)– Seit 1970 trug die internationale Judogröße das Trikot des VfL. Olympia-Bronze 1964, Olympia-Silber 1972, dazu dreimal Vizeweltmeister und Europameister. Auch als Trainer und Funktionär prägte er den Judostandort Wolfsburg nachhaltig.

Paul Schwope – Eine echte Feldhandball-Legende des VfL Wolfsburg. 1959 wurde er mit der Bundesrepublik Weltmeister, 1963 führte er die Wolfsburger Mannschaft zum deutschen Meistertitel. Er prägte eine goldene Ära des VfL-Handballs.

Jann Jensen (56) – Als erster von inzwischen 17 Dänen wechselte er 1993 zum VfL Wolfsburg, damals noch in die 2. Bundesliga. Der kompromisslose Verteidiger feierte 1997 mit den Grün-Weißen den Aufstieg ins Oberhaus. Nach einer Saison in der Bundesliga zog es ihn zurück in die Heimat.

Peter Kleeschätzky (55)– Immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen, kämpfte sich der Verteidiger stets zurück. In den 1990er Jahren blieb ihm meist die Rolle des Einwechselspielers, doch er war der einzige Aktive, der beide VfL-Aufstiege miterlebte – und für die Grün-Weißen in allen drei Ligen spielte.

Olaf Köppen (62)– Kraftpaket am Tisch und Antreiber der Armwrestling-Abteilung des VfL. Bei Weltmeisterschaften schaffte er es zweimal aufs Treppchen, mittlerweile gibt er seine Erfahrung als Trainer weiter und formt die nächste Generation.

Phil Grolla (24) – Para-Leichtathlet aus Wolfsburg, der 2024 über 100 Meter bei den Paralympics in Paris an den Start ging. Bereits 2018 feierte er als Europameister mit der 4×100-Meter-Staffel seinen größten Erfolg.

Martina Müller (45) – Mit über 130 Toren führte sie den VfL Wolfsburg an die nationale und europäische Spitze und schaffte 2013 mit den Wölfinnen das Triple. Zweimal wurde sie Weltmeisterin mit Deutschland. Zehn Jahre lang blieb sie dem VfL treu – als Führungsspielerin, Vorbild und Sympathieträgerin.

Conny Pohlers (46) – Die Stürmerin trug von 2011 bis 2014 das VfL-Trikot und führte die Wölfinnen zum historischen Triple. Insgesamt gewann sie in ihrer Karriere viermal die Champions League, fünfmal die deutsche Meisterschaft und sechsmal den DFB-Pokal. Auch international feierte sie große Erfolge und wurde Europa- sowie Weltmeisterin.

Laura Burbulla (20) – Para-Leichtathletin des VfL Wolfsburg, spezialisiert auf Weitsprung und 100 Meter. Bei den Paralympics 2024 in Paris erreichte sie das Finale und belegte Rang sieben im Weitsprung. Zudem hält sie den deutschen Hallenrekord in dieser Disziplin.

Yavuz Ögüt (45) – Brazilian-Jiu-Jitsu-Schwarzgurt, der für den VfL Wolfsburg antritt. Im Mai gewann er seinen siebten WM-Titel. 2022 ehrte ihn die Stadt Wolfsburg als „Sportler des Jahres“.

Siggi Reich (65)– VfL-Idol und Torjäger, der außerhalb Wolfsburgs große Karriere machte. 1992 kehrte er im Herbst seiner Karriere zum VfL zurück und führte die Grün-Weißen ins Profigeschäft.

Gerald Schröder (49) – Vier Spiele – ein Tor: So überschaubar Schröders fußballerische Karriere bei den Wölfen zahlenmäßig war, so intensiv war sie auch. Zwischen April und November 1999 kam der Mittelfeldakteur viermal und genau 100 Minuten unter Chefcoach Wolfgang Wolf als Joker zum Einsatz. Heute ist Schröder auch immer mal wieder Co-Kommentator des Wölferadio.

Ricarda Zander (19) – Rollkunstlauf-Talent des VfL Wolfsburg und Mitglied im DRIV-Bundeskader. Sie wurde Deutsche Vize-Meisterin und sammelte internationale Erfahrung bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2022 und 2023.