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Vierter Sieg in Folge

Zum Jahresabschluss gewinnen die Wölfe mit 2:1 bei der TSG Hoffenheim.

Das letzte Bundesligaspiel im Kalenderjahr 2022 gewann der VfL Wolfsburg mit 2:1 (1:1) bei der TSG Hoffenheim – ein perfekter Abschluss der englischen Woche, in der die Wölfe alle drei Partien für sich entscheiden konnten und nun seit neun Pflichtspielen ungeschlagen sind. Am Samstagnachmittag mussten die Grün-Weißen jedoch erst einen Rückstand hinnehmen. Christoph Baumgartner sorgte nach einer Ecke mit dem Kopf in der 42. Spielminute für die 1:0-Führung der Hausherren, die ein Eigentor von Mitspieler Ozan Kabak in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit egalisierte (45.+4). Im zweiten Durchgang traf Ridle Baku nach einem Konter zum 2:1-Endstand (56.). Für Maximilian Arnold war die Partie im Kraichgau eine ganz besondere. Zum 300. Mal trug der VfL-Kapitän das Trikot der Grün-Weißen im Oberhaus des deutschen Fußballs. Die Niedersachsen verabschieden sich nun in eine lange Pause. Erst am 21. Januar geht es im Heimspiel gegen den SC Freiburg wieder um Punkte.

Personal

Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Borussia Dortmund musste VfL-Cheftrainer Niko Kovac kurzfristig auf Jonas Wind (muskuläre Probleme) verzichten. Dafür gab Kilian Fischer sein Startelfdebüt in der Bundesliga. Bei den Hausherren brachte TSG-Coach Andre Breitenreiter nach der 2:4-Niederlage bei Eintracht Frankfurt mit Kevin Akpoguma, Angelo Stiller und Robert Skov drei neue Kräfte.

Spielverlauf

Die Wölfe mussten schon früh verletzungsbedingt wechseln. Omar Marmoush verletzte sich bei einem Zweikampf, für ihn kam Mattias Svanberg in der zwölften Spielminute in die Partie. Nach vorne passierte nicht viel, der Gastgeber agierte etwas aktiver und setzte durch Stiller (19.) und Rutter (23.) einige offensive Akzente. Den ersten Wolfsburger Torschuss sahen die mitgereisten VfL-Fans erst nach einer knappen halben Stunde, als Sebastiaan Bornauw mit dem Fuß an einen Freistoß von Arnold kam und den Ball nur knapp am längeren Pfosten vorbei lenkte (27.). Bis zur Pause fehlte beiden Teams die Entschlossenheit, erst ein Standard sorgte wieder für Gefahr vor dem Gehäuse der Niedersachsen. Nach einer Ecke war es Baumgartner, der Koen Casteels keine Chance ließ und zum 1:0 für die TSG traf (42.). Noch vor der Pause gelang dem VfL der Ausgleich zum 1:1 – Kabak beförderte den Ball ins eigene Netz (45.+4).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs stand die Defensive der Wölfe solide, in der Offensive bestachen die Gäste durch ihre Effektivität und markierten durch Baku nach einem Konter das 2:1 (56.). Mit zunehmender Spieldauer wurden die Zweikämpfe immer intensiver, vieles spielte sich im Mittelfeld ab. Zum Ende der Partie machten die Hausherren hinten auf, so dass es Platz für die Wolfsburger gab. Baku versuchte es von der linken Seite, aber Baumann parierte dessen Flachschuss (79.). Dem Gastgeber fehlte es letztendlich an Durchschlagskraft, so dass die Wölfe ihren vierten Sieg in Folge einfahren konnten und auf Platz sieben der Tabelle kletterten.

Tore

1:0 Baumgartner (42.): Eine kurz ausgeführte Ecke bringt die Führung für die Hausherren: Angelino flankt mit Schnitt nach innen und findet den Kopf von Baumgartner, der aus kurzer Distanz Casteels keine Chance lässt und zum 1:0 einnickt.

1:1 Kabak (45.+4, Eigentor): In allerletzter Sekunde fällt der Ausgleich! TSG-Keeper Baumann kann einen Kopfball von Bornauw noch parieren, aber der Ball prallt anschließend von Kabak ins eigene Netz der Hoffenheimer.

1:2 Baku (56.): Das ist die Führung: Der VfL trifft mit dem ersten eigenen Schuss in der zweiten Hälfte. Ein langer Abschlag von Casteels findet Kaminski, der auf Felix Nmecha querlegt. Dieser spielt Baku an, der wiederrum Angelino aussteigen lässt und die Pille durch die Beine von Baumann einschiebt.

Trainerstimmen

Niko Kovac: Wir sind sehr froh und glücklich, dass wir diese Woche mit einem Sieg abschließen konnten. Wobei wir festhalten müssen, dass es ein glücklicher Sieg war. Hoffenheim hat hoch gepresst und sich gute Chancen herausgespielt. Dennoch habe ich mich über die Art und Weise gefreut, wie die Mannschaft das Spiel hier zu Ende gebracht hat. Über 90 Minuten war zu sehen, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten.

Andre Breitenreiter: Wir haben heute ein Spiel gesehen, in dem die Mannschaft eine gute Reaktion gezeigt hat. Sie hat den Gegner zu Fehlern gezwungen. Wir hatten 22 zu sechs Torschüsse, sind dominant aufgetreten und hatten richtig gute Abläufe. Der Unterschied lag darin, dass eine Mannschaft aktuell einen Lauf hat und dann benötigt es oftmals nur wenig, um zum Erfolg zu kommen. Wolfsburg hat seine Chancen eiskalt genutzt, während wir unsere Effizienz vermissen lassen haben.

Aufstellungen und Statistiken

TSG Hoffenheim: Baumann – Kabak, Vogt, Akpoguma – Skov (82. Kaderabek), Stiller, Geiger (90. Quarshie), Kramaric (73. Larsen), Angelino – Rutter (73. Asllani), Baumgartner

Ersatz: Pentke, Quaresma, Becker, Bischof, Damar

VfL Wolfsburg: Casteels – Fischer (89. Roussillon), Bornauw, van de Ven, Otavio – Baku, F. Nmecha (90. Waldschmidt), Arnold, Gerhardt (65. Guilavogui), Kaminski (65. Philipp) – Marmoush (12. Svanberg)

Ersatz: Pervan, Schulze (Tor), Lacroix, Pejcinovic

Tore: 1:0 Baumgartner (42.), 1:1 Kabak (45.+4, ET), 1:2 Baku (56.)

Gelbe Karten:  - / Bornauw, Fischer, van de Ven

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Rastatt)

Zuschauende: 18.014 am Samstagnachmittag in der Prezero-Arena