Rekordsieg beim Pokalauftakt
Wölfe mit 9:0-Erfolg beim SV Hemelingen.
Der VfL Wolfsburg präsentierte sich am Samstagnachmittag beim Bremenpokal-Gewinner SV Hemelingen von Beginn an überlegen und sicherte sich durch einen 9:0 (3:0)-Erfolg souverän den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals. Die Wölfe ließen von Beginn an keine Zweifel an den Kräfteverhältnissen aufkommen. Mit einem dominanten Auftritt und zwei frühen Treffern durch Moritz Jenz (13.) und Andreas Skov Olsen (14.) stellte die Simonis-Elf schnell die Weichen auf Sieg. Hemelingen fand kaum Zugriff, und als Lovro Majer per Strafstoß auf 3:0 erhöhte, war die Partie zur Pause praktisch entschieden. Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Grün-Weißen weiter in Torlaune und ließen den Hausherren kaum Luft zum Atmen. Erst traf Dzenan Pejcinovic zum 4:0 (53.), dann markierte Mattias Svanberg einen Doppelpack (61., 71.), ehe Vaclav Cerny auf 7:0 erhöhte (72.). Pejcinovic stellte mit zwei weiteren Toren nicht nur auf 8:0 und 9:0, sondern schnürte damit auch seinen Dreierpack (76., 81.). Die Niedersachsen feierten am Ende einen historischen Kantersieg – den höchsten Erfolg der Klubgeschichte im DFB-Pokal. Am kommenden Samstag, 23. August, rollt dann der Ball auch wieder in der Bundesliga. Zum Start gastieren die Wölfe ab 15.30 Uhr beim FC Heidenheim.
Wölfe lassen nichts anbrennen
Ohne personelle Veränderungen auf beiden Seiten startete die zweite Halbzeit. Hemelingen wirkte nach dem Wiederanpfiff gefestigter und organisierte sich defensiv zunächst besser als noch vor der Pause. In der 50. Minute musste VfL-Keeper Kamil Grabara erstmals ernsthaft eingreifen. Nach einem gut ausgespielten Konter der Hausherren zog Cristescu aus halblinker Position ab, doch der Schlussmann der Wölfe war auf dem Posten und tauchte blitzschnell ins rechte Eck ab. Nur wenige Augenblicke später schlug der VfL eiskalt zu. Maximilian Arnold eroberte an der rechten Strafraumkante den Ball von Nouwame, blickte kurz auf und flankte präzise vor das Tor. Pejcinovic lauerte am Fünfmeterraum, ging runter und nickte unbedrängt zur 4:0-Führung ein. In der 58. Minute vergab Andreas Skov Olsen eine Großchance: Der Däne wurde bei einem Konter perfekt freigespielt – doch aus kurzer Distanz jagte er den Ball über das Tor. Kurz darauf brachte Cheftrainer Simonis mit Cerny, Gerhardt und Svanberg frische Kräfte ins Spiel. Und die neuen Impulse wirkten sofort: Svanberg benötigte nur zwei Minuten, um sich auf dem Spielbericht einzutragen. Nach einem Doppelpass mit Vinicius Souza tauchte der Schwede frei vor dem Tor auf und vollendete eiskalt zum 5:0 (61.). Für den SV Hemelingen wurden die verbleibenden gut 30 Minuten zu einem echten Kraftakt. Die Wölfe hielten das Tempo hoch, blieben tief in der gegnerischen Hälfte und setzten die Bremer dauerhaft unter Druck. Svanberg schnürte innerhalb kürzester Zeit einen Doppelpack (71.), der eingewechselte Cerny erhöhte auf 7:0 (72.), Pejcinovic stellte mit zwei weiteren Treffern auf 8:0 und 9:0 und krönte damit seine starke Leistung mit einem Dreierpack (76., 81.). Kurz vor Schluss hätten die Hausherren beinahe den Ehrentreffer erzielt: Amadou tankte sich durch die Mitte, wurde jedoch im letzten Moment von Fischer gestört – der Ball rollte knapp am linken Pfosten vorbei. Somit beendete der VfL Wolfsburg die Partie mit einem historischen Erfolg: Dem höchsten Sieg in der DFB-Pokalgeschichte des Klubs.
Tore
- 0:1 Moritz Jenz (13.): Der gerade erst eingewechselte Moritz Jenz erzielt das erste Pflichtspieltor der Saison 2025/2026 und bringt die Wölfe mit 1:0 in Führung.
- 0:2 Andreas Skov Olsen (14.): Beim 1:0 war Patrick Wimmer der Vorlagengeber. Beim 2:0 pressen die Grün-Weißen den Gegner früh und dann spielt Lovro Majer einen starken Ball in die Box auf Skov Olsen.
- 0:3 Lovro Majer (39.): Kurz vor der Pause trifft Lovro Majer vom Punkt – sicher und platziert. Mit seinem verwandelten Strafstoß schraubt der Kroate das Ergebnis auf 3:0 und belohnt eine dominierende erste Hälfte des VfL.
- 0:4 Dzenan Pejcinovic (53.): Lovro Majer leitet den nächsten Treffer mit starkem Zweikampfverhalten ein. Nach energischem Ballgewinn bringt er das Leder punktgenau von rechts in den Strafraum – dort steigt Pejcinovic hoch und nickt souverän ein.
- 0:5 Mattias Svanberg (61.): Der VfL kombiniert sich sehenswert durch: Nach einem schnellen Doppelpass mit Pejcinovic bleibt Mattias Svanberg eiskalt und schiebt flach ins rechte Eck ein.
- 0:6 Mattias Svanberg (71.): Svanberg macht den Doppelpack perfekt! Der Mittelfeldmann vollendet einen sauberen Angriff und erhöht auf 6:0.
- 0:7 Vaclav Cerny (72.): Wieder trifft ein Joker: Svanberg bedient Cerny auf dem rechten Flügel, der sich geschickt durchsetzt, zwei Gegenspieler aussteigen lässt und den Ball flach ins lange Eck schiebt.
- 0:8 Dzenan Pejcinovic (76.): Pejcinovic macht’s erneut – und wie! Wimmer hebt den Ball aus dem Zentrum elegant über die Abwehrkette. Der VfL-Stürmer nimmt Maß und trifft per Volley ins linke untere Eck.
- 0:9 Dzenan Pejcinovic (81.): Und wieder ist der Stürmer zur Stelle. Nach einer Seitenverlagerung pflückt Kilian Fischer den Ball technisch fein herunter, legt uneigennützig quer in den Fünfer – Pejcinovic steht wieder goldrichtig und schnürt den Dreierpack.
Aufstellungen und Statistiken
SV Hemelingen: Pfarr – Hannawald, Sahan (66. Prüße), F. Berisha, Nouwame – Erten (75. Yohena), Isik (66. Ekweh), Fenski (66. Corogli), Genaev, Cristescu – Sido (20. Amadou)
VfL Wolfsburg: Grabara – Fischer, Vavro (10. Jenz), Koulierakis (59. Gerhardt), Maehle – Arnold, Vinicius Souza (70. B. Dardai), Skov Olsen (59. Cerny), Majer (59. Svanberg), Wimmer – Pejcinovic
Ersatz: M. Müller (Tor), Pervan (Tor), Zehnter
Tore: 0:1 Jenz (13.), 0:2 Skov Olsen (14.), 0:3 Majer (39./FE), 0:4 Pejcinovic (53.), 0:5 Svanberg (61.), 0:5 Svanberg (71.), 0:7 Cerny (72.), 0:8 Pejcinovic (76.), 0:9 Pejcinovic (81.)
Gelbe Karten: Sido, Isik, Corogli / -
Schiedsrichter: Tobias Fuchs
Zuschauende: 6.676 Zuschauende am Samstagnachmittag im Weserstadion