Bestmöglicher Ausgang
Wölfe gewinnen beim FC St. Pauli mit 3:1 und retten sich in die Relegation!
Der VfL Wolfsburg hat im Kellerkrimi die Nerven bewahrt und den FC St. Pauli sowie den 1. FC Heidenheim hinter sich gelassen: Im direkten Duell um Platz 16 gewann die Elf von Chefcoach Dieter Hecking am Samstagnachmittag beim Kiezklub mit 3:1 (1:0) und wendete den direkten Abstieg damit ab. Konstantinos Koulierakis (38.), Hamburgers Keeper Nikola Vasijl per Selbsttor (64.) und Dzenan Pejcinovic (80.) sorgten vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion für die grün-weißen Treffer. Zum dritten Mal nach 2017 und 2018 spielen die Wölfe damit in der Relegation. Wer im Hinspiel in der Volkswagen Arena am Donnerstagabend, 21. Mai (Anstoß um 20.30 Uhr), der Gegner sein wird, entscheidet sich am Sonntagnachmittag am letzten Zweitligaspieltag zwischen der SV Elversberg, Hannover 96 und dem SC Paderborn.
Nach Wiederbeginn erhöhte St. Pauli den Druck. Dzenan Pejcinovic hatte zwar den ersten Abschluss der zweiten Hälfte (54.), doch wenig später konnte Ceesay, eher unvermittelt in dieser Phase, nach einer Ecke egalisieren (57.). Der VfL antwortete jedoch schnell und drückte gleich wieder aufs Gaspedal. Mit Erfolg: Weil Vasilj den Ball beim Klärungsversuch ins eigene Netz faustete, gingen die Wölfe wieder in Front (64.) – und konnten wenig später bereits erhöhen. Nach einem Handspiel im Strafraum entschied Daniel Siebert nach VAR-Prüfung auf Strafstoß, den Christian Eriksen jedoch nicht nutzte. Der Däne donnerte den Ball an die Latte! Während im Parallelspiel in Heidenheim durchweg alles für die Wölfe ließ, behielt auch auf dem Kiez Grün-Weiß die Lage im Griff. Nachdem Pejcinovic per Abstauber noch auf 1:3 stellte (80.), brannte endgültig nichts mehr an. Schon vor der siebenminütigen Nachspielzeit war damit weitgehend klar: Heidenheim und auch St. Pauli steigen ab, während die Wölfe in der Relegation um den letzten Startplatz für die Bundesliga antreten.
Tore
- 0:1 Koulierakis (38.): Nach einer Ecke von Eriksen steigt der Grieche am höchsten und köpft den Ball über Vasilj hinweg ins lange Eck.
- 1:1 Ceesay (57.): Fast wie ein Abziehbild der grün-weißen Führung: Ecke St. Pauli, Ceesay setzt sich im Strafraum durch und lenkt die Kugel aus kurzer Distanz wuchtig ein.
- 1:2 Vasilj (64., Eigentor): So wichtig! In der heißesten Phase des Spiels beweist die Hecking-Elf Schneid und geht erneut in Front. Unter Bedrängnis will der Hamburger Keeper den Ball wegfausten, befördert ihn dabei aber ins eigene Tor.
- 1:3 Pejcinovic (80.): Das müsste es doch gewesen sein! Nach einem starken Angriff über Gerhardt und Eriksen staubt Pejcinovic aus kurzer Distanz erfolgreich ab.
Aufstellungen und Statistiken
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Ando (77. Jones) – Pyrka, Irvine (90.+1 Hara), Metcalfe (90.+1Rasmussen), Oppie, Fujita – Kaars, Hountondji (46. Ceesay)
Ersatz: Voll (Tor), Mets, Ritzka, Stevens, Sinani
VfL Wolfsburg: Grabara – Belocian, Vavro, Koulierakis – Kumbedi, Souza, Maehle – Svanberg (67. Gerhardt), Eriksen (90.+4 Majer) – Daghim (88. Shiogai), Pejcinovic (90.+4 Amoura)
Ersatz: Pervan (Tor), Jenz, Zehnter, Lindström, Paredes
Gelbe Karten: Ceesay, Fujita, / Souza, Daghim, Shiogai
Besonderes Vorkommnis: Eriksen vergibt Handelfmeter (77., an die Latte)
Tore: 0:1 Koulierakis (38.), 1:1 Ceesay (57.), 1:2 Vasilj (64., Eigentor), 1:3 Pejcinovic (80.)
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)
Zuschauer: 29.564 am Samstagnachmittag im Millerntor-Stadion (ausverkauft)