Spielinfos und aktuelles Live-Ergebnis zum VfL-Spiel

16.05.2026, 15.30 Uhr
Millerntor-StadionSa., 16.05.2026 / 15.30
#STPWOB
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Bestmöglicher Ausgang

Wölfe gewinnen beim FC St. Pauli mit 3:1 und retten sich in die Relegation!

Der VfL Wolfsburg hat im Kellerkrimi die Nerven bewahrt und den FC St. Pauli sowie den 1. FC Heidenheim hinter sich gelassen: Im direkten Duell um Platz 16 gewann die Elf von Chefcoach Dieter Hecking am Samstagnachmittag beim Kiezklub mit 3:1 (1:0) und wendete den direkten Abstieg damit ab. Konstantinos Koulierakis (38.), Hamburgers Keeper Nikola Vasijl per Selbsttor (64.) und Dzenan Pejcinovic (80.) sorgten vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion für die grün-weißen Treffer. Zum dritten Mal nach 2017 und 2018 spielen die Wölfe damit in der Relegation. Wer im Hinspiel in der Volkswagen Arena am Donnerstagabend, 21. Mai (Anstoß um 20.30 Uhr), der Gegner sein wird, entscheidet sich am Sonntagnachmittag am letzten Zweitligaspieltag zwischen der SV Elversberg, Hannover 96 und dem SC Paderborn. 

Personal

Gegenüber dem Heimspiel gegen die Bayern musste Grün-Weiß mit Patrick Wimmer einen weiteren Ausfall verkraften. Die Startelf veränderte Hecking auf einer Position, denn anstelle des Österreichers begann Mattias Svanberg. Auf Seiten des FC St. Pauli, zuletzt mit 1:2 bei RB Leipzig unterlegen, gab es zwei Umstellungen: Hauke Wahl und Adam Dzwigala waren neu mit dabei.

Spielverlauf 

Der Showdown um Rang 16 begann wie zu erwarten intensiv, beide Teams suchten sofort den Weg nach vorne. Nach ersten Hamburger Vorstößen über die rechte Seite, die Grün-Weiß alle erfolgreich abfing, wurde es schlagartig vor beiden Toren brenzlich. Joel Chima Fujita traf mit einem beachtlichen Schlenzer zunächst die Latte (22.), ehe Adam Daghim im direkten Gegenzug auf und davon lief, jedoch an Vasilj scheiterte, um kurz darauf im Nachgang der folgenden Ecke ebenfalls die Unterkante der Querstange zu treffen! Wenig später köpfte auch Vini Souza nach einer Ecke ans Gebälk (33.). St. Pauli blieb über Konter gefährlich, Kamil Grabara rettete stark bei einem Distanzschuss (34.). Trotzdem kam es nicht mehr überraschend, als im Zuge einer der vielen Standardsituationen in der 38. Minute das Führungstor für die Wölfe fiel. Aber: Kurz vor dem Seitenwechsel vergab auf der anderen Seite Dzwigala aus kurzer Distanz, als er sich beim Abschluss für den falschen Fuß entschied, auf spektakuläre Weise den fast sicheren Ausgleich (43.).

Nach Wiederbeginn erhöhte St. Pauli den Druck. Dzenan Pejcinovic hatte zwar den ersten Abschluss der zweiten Hälfte (54.), doch wenig später konnte Ceesay, eher unvermittelt in dieser Phase, nach einer Ecke egalisieren (57.). Der VfL antwortete jedoch schnell und drückte gleich wieder aufs Gaspedal. Mit Erfolg: Weil Vasilj den Ball beim Klärungsversuch ins eigene Netz faustete, gingen die Wölfe wieder in Front (64.) – und konnten wenig später bereits erhöhen. Nach einem Handspiel im Strafraum entschied Daniel Siebert nach VAR-Prüfung auf Strafstoß, den Christian Eriksen jedoch nicht nutzte. Der Däne donnerte den Ball an die Latte! Während im Parallelspiel in Heidenheim durchweg alles für die Wölfe ließ, behielt auch auf dem Kiez Grün-Weiß die Lage im Griff. Nachdem Pejcinovic per Abstauber noch auf 1:3 stellte (80.), brannte endgültig nichts mehr an. Schon vor der siebenminütigen Nachspielzeit war damit weitgehend klar: Heidenheim und auch St. Pauli steigen ab, während die Wölfe in der Relegation um den letzten Startplatz für die Bundesliga antreten.  

Tore

  • 0:1 Koulierakis (38.): Nach einer Ecke von Eriksen steigt der Grieche am höchsten und köpft den Ball über Vasilj hinweg ins lange Eck.
     
  • 1:1 Ceesay (57.): Fast wie ein Abziehbild der grün-weißen Führung: Ecke St. Pauli, Ceesay setzt sich im Strafraum durch und lenkt die Kugel aus kurzer Distanz wuchtig ein.
     
  • 1:2 Vasilj (64., Eigentor): So wichtig! In der heißesten Phase des Spiels beweist die Hecking-Elf Schneid und geht erneut in Front. Unter Bedrängnis will der Hamburger Keeper den Ball wegfausten, befördert ihn dabei aber ins eigene Tor.
     
  • 1:3 Pejcinovic (80.): Das müsste es doch gewesen sein! Nach einem starken Angriff über Gerhardt und Eriksen staubt Pejcinovic aus kurzer Distanz erfolgreich ab.

Trainerstimmen

„Zunächst einmal in Richtung der Verantwortlichen des St. Pauli und Alex Blessin: Ich weiß, das sind bittere Momente. Heute sind wir die Glücklichen, trotzdem hat sich der Verein uns gegenüber sehr ordentlich verhalten. In dieser bitteren Stunde ist das nicht selbstverständlich, davor ziehe ich den Hut. Über 90 Minuten waren wir die bessere Mannschaft, denke ich. Wir hatten klare Torchancen, die wir noch besser hätten nutzen können. Geht der Lattenknaller in der ersten Halbzeit rein, ergibt sich vielleicht ein anderes Spiel. Nach dem 1:1 hat die Partie im zweiten Durchgang natürlich Fahrt aufgenommen und war, was man sich nicht wünscht, an Dramatik nicht zu überbieten. Nach dem verschossenen Elfmeter wussten wir, dass wir noch viel würden verteidigen müssen. Das haben wir aber gut gemacht und dann, Gott sei Dank, diesen einen Konter erfolgreich abschließen können. Nun haben wir das Privileg, nach solch einer Saison die Relegation spielen zu dürfen. Darauf liegt nun der ganze Fokus.“

„Glückwunsch an Dieter und seine Mannschaft. Es ist schwierig, das Ganze in Worte zu fassen. Für die gesamte Saison mit den vielen Ups und Downs ist dieses Spiel sinnbildlich, finde ich. Wir hatten das Momentum nicht auf unserer Seite, haben Positionen nicht eingehalten und auch schlecht verteidigt. Wenn wir vor dem Pausenpfiff das 1:1 machen, dann brennt hier wirklich die Hütte. Wir sind dann rausgekommen, haben trotzdem das Tor geschafft und waren dann gut drin, wobei ich zum zweiten Gegentor meine eigene Meinung habe. Danach haben wir noch einmal alles reingeworfen. Dass wir trotzdem abgestiegen sind, tut unheimlich weh. Aber am Ende muss man auch so ehrlich sein, wenn man nach dem 34. Spieltag auf der Position steht, das zu akzeptieren.“

Aufstellungen und Statistiken

FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Ando (77. Jones) – Pyrka, Irvine (90.+1 Hara), Metcalfe (90.+1Rasmussen), Oppie, Fujita – Kaars, Hountondji (46. Ceesay)

Ersatz: Voll (Tor), Mets, Ritzka, Stevens, Sinani

VfL Wolfsburg: Grabara – Belocian, Vavro, Koulierakis – Kumbedi, Souza, Maehle – Svanberg (67. Gerhardt), Eriksen (90.+4 Majer) – Daghim (88. Shiogai), Pejcinovic (90.+4 Amoura)

Ersatz: Pervan (Tor), Jenz, Zehnter, Lindström, Paredes

Gelbe Karten: Ceesay, Fujita, / Souza, Daghim, Shiogai

Besonderes Vorkommnis: Eriksen vergibt Handelfmeter (77., an die Latte)

Tore: 0:1 Koulierakis (38.), 1:1 Ceesay (57.), 1:2 Vasilj (64., Eigentor), 1:3 Pejcinovic (80.) 

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Zuschauer: 29.564 am Samstagnachmittag im Millerntor-Stadion (ausverkauft)

Videos

  • Pressekonferenzen

    PK nach Pauli

    Die Pressekonferenz nach dem Spiel bei St. Pauli.

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  • Interviews

    „Wir brauchen das Feuer“

    Die Stimmen zum Sieg bei St. Pauli.

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