Erlösender Heimsieg
Wölfe beenden lange Durststrecke vor eigenem Publikum mit einem 3:1-Erfolg gegen Union Berlin.
Der VfL Wolfsburg hat im Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin den Bann gebrochen und 3:1 (2:0) gewonnen. Mit einem überzeugenden Auftritt und einer effizienten Chancenverwertung gingen die Wölfe bereits in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung – Patrick Wimmer in der zehnten Spielminute und Mohammed Amoura (30.) erzielten die Treffer für die Gastgeber. Nach zuletzt 14 sieglosen Heimspielen zeigte sich die Mannschaft von Coach Daniel Bauer deutlich verbessert, verteidigte kompakt und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche im Umschaltspiel. Union fand erst kurz vor der Pause besser in die Partie, scheiterte jedoch am Aluminium. Die Grundlage für den ersehnten Heimsieg war zur Halbzeit gelegt. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Lovro Majer auf 3:0 (59.). Union gelang durch Stanley Nsoki (68.) lediglich der Anschlusstreffer. Nachdem Kamil Grabara in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter von Leopold Querfeld parierte, stand dem ersten Heimsieg seit Januar dieses Jahres nichts mehr im Wege. Die nächste Aufgabe wartet am Samstag, 13. Dezember. Dann gastieren die Wölfe bei Borussia Mönchengladbach (Anstoß um 15.30 Uhr).
Grabara hält Elfmeter
Auch im zweiten Durchgang blieben die Gäste ihrer Linie treu und suchten vor allem über Trimmels hohe Flanken den Weg nach vorne. Doch die Bälle fanden weiterhin keinen Abnehmer – der VfL verteidigte aufmerksam und nutzte die sich bietenden Konterchancen. Eriksen passte auf Majer. Und der Kroate blieb vor Berlins Keeper Frederik Rönnow eiskalt und schob zum 3:0 ein (59.). Wenige Sekunden später klingelte es erneut im Kasten der Berliner. Amoura traf nach Wimmers Kopfverlängerung, stand dabei aber knapp im Abseits. Nach Linienzug des VAR wurde der Treffer zurückgenommen. Und dann jubelten plötzlich die Gäste. Nach einer Ecke der Berliner entstand kurz Chaos im VfL-Strafraum, der Ball rutschte bis zu Nsoki durch, der aus dem Rückraum ins rechte Eck vollendete (68). Mit dem Anschlusstreffer hatte die Elf von Steffen Baumgart nun zunehmend den Ballbesitz übernommen und die Hausherren tief in die eigene Hälfte gedrängt, die jedoch alles konsequent wegverteidigten. Dennoch wurde es in der Schlussphase noch einmal hektisch. Der VAR hatte einen möglichen Elfmeter für Union überprüft – und tatsächlich auf den Punkt entschieden. Querfeld übernahm Verantwortung und zielte flach in die linke Ecke, doch Grabara ahnte die Richtung, tauchte blitzschnell ab und parierte stark (90.+1). Damit steuerten die Wölfe auf den ersten Heimsieg seit Mitte Januar zu. Die Uhr tickte zu Gunsten der Grün-Weißen, die schließlich nach 14 Minuten Nachspielzeit den ersehnten Dreier in Sack und Tüten hatten.
Tore
- 1:0 Patrick Wimmer (10.): Nach einem schnellen Konter über Mohammed Amoura auf der linken Seite schneidet Patrick Wimmer von rechts ins Zentrum und trifft mit einem platzierten Flachschuss ins linke untere Eck.
- 2:0 Mohammed Amoura (30.): Sael Kumbedi wird auf dem rechten Flügel steil geschickt, legt überlegt in den Rückraum auf Amoura, der aus rund elf Metern sicher wie sehenswert ins rechte Eck abschließt.
- 3:0 Lovro Majer (59.): Christian Eriksen setzt Majer perfekt in Szene, der direkt abschließt und den Ball ins rechte obere Eck schießt.
- 3:1 Stanley Nsoki (68.): Union verkürzt. Nach einer Ecke der Berliner gab es Unordnung im VfL-Strafraum. Nsoki bekam die Kugel im Rückraum, sein Schuss wurde leicht abgefälscht und landet im rechten Eck.
Aufstellungen und Statistiken
VfL Wolfsburg: Grabara – Kumbedi (46, Bürger), Seelt, Koulierakis, Zehnter – Gerhardt, Arnold, Eriksen (90.+1 Vavro), Majer (90.+2 Hensel), Wimmer (65. Svanberg) – Amoura (73. Pejcinovic)
Ersatz: Pervan (Tor), Neininger, Skov Olsen, Katz
Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Querfeld, Nsoki (78. Burcu) – Trimmel (70. Kral), Haberer, Kemlein, Köhn (70. Rothe), Schäfer (57. Ilic), Jeong (57. Burke) – Ansah
Ersatz: Raab (Tor), Diogo Leite, Juranovic, Skarke
Tore: 1:0 Wimmer (10.), 2:0 Amoura (30.), 3:0 Majer (59.), 3:1 Nsoki (68.)
Gelbe Karten: Kumbedi, Eriksen, Majer, Koulierakis / Burke
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)