Spielinfos und aktuelles Live-Ergebnis zum VfL-Spiel

30.11.2025, 17.30 Uhr
Deutsche Bank ParkSo., 30.11.2025 / 17.30
#SGEWOB
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Später Schock

Ausgleich tief in der Nachspielzeit: Batshuayi entreißt den Wölfen per Strafstoß den Auswärtssieg.

Der VfL Wolfsburg war nach einem leidenschaftlichen Auftritt im Deutsche Bank Park ganz nah dran am erlösenden Auswärtssieg – am Ende blieb jedoch nur ein bitteres 1:1 (0:0). Nach einer konzentrierten Defensivleistung und der verdienten Führung in der zweiten Halbzeit durch Aaron Zehnter entschied Schiedsrichter Harm Osmers nach VAR-Check tief in der Nachspielzeit auf Strafstoß, den Michy Batshuayi zum späten Ausgleich verwandelte.

Personal

Unter der Woche kassierte die Eintracht ein 0:3 in der Champions League gegen Atalanta Bergamo, bei dem sich zudem Acht-Tore-Stürmer Jonny Burkardt verletzte. Trainer Dino Toppmöller schickte dafür Jean-Matteo Bahoya ins Rennen. Außerdem wurden Nnamdi Collins und Mahmoud Dahoud von Rasmus Kristensen und Ellyes Skhiri auf die Bank verdrängt.

VfL-Cheftrainer Daniel Bauer wechselte im Vergleich zu seinem Saisondebüt an der Seitenlinie auf zwei Positionen. Beim 1:3 gegen Leverkusen hatten noch Denis Vavro und Dzenan Pejcinovic begonnen, am Main starteten Konstantinos Koulierakis und Christian Eriksen. Bruno Katz, am Freitagabend noch mit zwei Treffern am 5:0-Sieg der U19-Jungwölfe gegen Halle beteiligt, feierte sein Kaderdebüt bei den Profis.

Spielverlauf

Der VfL kam in den Anfangsminuten zu ersten Offensivszenen, auch begünstigt durch Frankfurter Fehler im Aufbau. Doch vor dem Strafraum brachten die Grün-Weißen ihre Pässe nicht an den Mann. Die SGE agierte mit drei gelernten Flügelstürmern und suchte meist über die Außen den Weg nach vorne, kombinierte in der 12. Minute aber durchs Zentrum: Bahoya setzte dann links im Strafraum Mario Götze in Szene, dessen Abschluss nur knapp rechts vorbeiging. Frankfurt war insgesamt etwas aktiver, fand gegen die starke VfL-Defensive jedoch kaum Mittel. Die erste Wolfsburger Chance hatte Eriksen, dessen Abschluss nach Hereingabe von Aaron Zehnter deutlich drüber ging (15.). Wenig später bediente der Däne Mohammed Amoura mit einem genialen Ball aus dem rechten Halbfeld, doch der VfL-Stürmer setzte die Direktabnahme aus kurzer Distanz über den Kasten des herausgeeilten Michael Zetterer (22.). Nach einer kurzen Ruhephase war Kamil Grabara gleich zweimal hellwach: Sowohl Rasmus Kristensen (32.) als auch Ritsu Doan (40.) rutschte eine Flanke ab, die gefährlich aufs Tor segelte. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal richtig brenzlig. Die siebte von insgesamt neun Frankfurter Ecken faustete Grabara vor die Füße von Arthur Theate, dessen Abschluss aus fünf Metern Yannick Gerhardt auf der Linie klärte (42.).

Beide Teams kamen ohne Wechsel aus der Kabine. Frankfurt hatte durch Kristensen (47.) den ersten Annäherungsversuch, danach folgte jedoch die bis dahin beste Phase der Wölfe. Zunächst blieb Patrick Wimmer nach erneut genialem Pass von Eriksen mit seinem Schuss am letzten Verteidiger Robin Koch hängen (52.). Kurz darauf zog der Österreicher an der Torlinie nach innen und fand beinahe Eriksen am kurzen Pfosten (53.). In der 59. Minute bot sich die Doppelchance zur Führung: Eriksen durfte zentral vor dem Strafraum abschließen, Zetterer ließ den Ball nach vorn abklatschen, parierte den Nachschuss von Amoura aber stark (59.). In der 67. Minute sorgte schließlich Aaron Zehnter nach Hereingabe von Sael Kumbedi auf ebenso starke Weise für die fällige Führung der Wölfe. Angetrieben vom Rückstand zeigte die SGE deutlich mehr Zug zum Tor. Die Wölfe verteidigten jedoch weiter konzentriert und leidenschaftlich – und hatten in der 78. Minute die Möglichkeit zu erhöhen. Nach einer Flanke von Mattias Svanberg waren sich Kumbedi und der eingewechselte Pejcinovic vor dem Tor uneinig, sodass keine große Gefahr entstand. Die Adlerträger rauschten in der Schlussphase immer wieder in den Strafraum, doch die Bauer-Elf ließ lange nichts mehr anbrennen. In der dritten Minute der Nachspielzeit ging Schiedsrichter Harm Osmers dann aber zum Bildschirm und sah sich eine Szene noch einmal an. Er entschied auf Strafstoß für Frankfurt – nach einem Foulspiel von Denis Vavro an Theate. Michy Batshuayi trat an den Punkt und schockte die Wolfsburger mit dem späten Ausgleich (90.+6). Kurz darauf sorgte Doan beinahe noch für den Frankfurter Siegtreffer, doch sein artistischer Versuch ging knapp über das Tor. In der neunten Minute der Nachspielzeit betrat Pharell Hensel mit dem letzten Wechsel den Platz und feierte sein Bundesliga-Debüt.

Tore

  • 0:1 Zehnter (67.): Das ist die Führung für den VfL – und sie ist verdient! Gerhardt schickt Kumbedi auf der rechten Seite in den Strafraum. Dessen Flanke findet am langen Pfosten den mit perfektem Timing eingelaufenen Zehnter, der per Direktabnahme durch die Beine von Zetterer ins Netz trifft.
     
  • 1:1 Batshuayi (90.+6): Der eingewechselte Batshuayi übernimmt die Verantwortung und schweißt den Ball unter die Latte. Ausgleich. Ist das bitter. 

Trainerstimmen

„Wir konnten uns ein bisschen abreagieren und haben die Szene, die allen auf der Seele brennt, nun fünfmal gesehen. Den Jungs tut es unglaublich weh. Dass der Schiedsrichter mit VAR-Eingriff am Ende so entscheidet, tut mir in meiner Fußballer-Seele weh: Denn wenn er so entscheidet, muss der VAR zehnmal bei zehn Ecken eingreifen. Ja, es gab einen Kontakt, aber es war kein aktiver Kontakt. Unterm Strich haben wir heute ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt. Wir wussten, es wird eine sehr heiße Atmosphäre und dass die Eintracht logischerweise nachlegen will und nach dem Spiel gegen Atalanta direkt in der Liga eine Reaktion zeigen will.

In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv, da hätten wir uns mehr hohe Ballgewinne gewünscht. In der zweiten Halbzeit war es 30 bis 35 Minuten der Fußball, den wir spielen wollen. Wir hätten nach dem 1:0 das 2:0 nachlegen müssen – das müssen wir uns ankreiden. Trotzdem fahren wir unter dem Strich mit gesenkten Köpfen nach Hause. Vorher hätte der ein oder andere den Punktgewinn unterschrieben. Unser Ziel als Mannschaft war es trotzdem hier heute zu gewinnen. Wir wissen um die Stärke der Eintracht, trotzdem waren drei Punkte unser klares Ziel – und die haben wir heute nicht geholt. Das tut uns weh.“

„Wir wollten von Anfang an eine Reaktion auf das Spiel am Mittwoch zeigen, das haben wir in den ersten Minuten auch ordentlich gemacht. In der ersten Halbzeit hatten wir viele Aktionen in Richtung Box und auch viele Boxeintritte. Das waren letztlich aber nur zwei klare Torchancen. Bei dem Feldvorteil, den wir hatten, hat der letzte Punch gefehlt, um daraus Kapital zu schlagen. Dann gehen wir in der zweiten Halbzeit in Rückstand. Die Mannschaft ist stabil geblieben, was am Mittwoch nicht der Fall war.

Da haben sie heute eine gute Moral gezeigt und sind standhaft geblieben. Man hat gesehen, dass die Jungs mit ihrem Einsatz das Spiel unbedingt auf unsere Seite ziehen wollten. Es war zwar nur diese Elfmetersituation, in der wir das 1:1 gemacht haben, aber danach hat man gesehen, dass die Jungs unbedingt gewinnen wollten. Die Einstellung der Jungs war richtig gut. Wir hatten uns mehr vorgenommen und wollten unbedingt zuhause gewinnen. Jetzt ist es ein Punkt geworden und damit fokussieren wir uns auf das, was vor uns liegt.“

Aufstellungen und Statistiken

Eintracht Frankfurt: Zetterer – Kristensen, Koch, Theate, Brown – Skhiri (76. Dahoud) – Chaibi, Götze (62. Batshuayi) – Doan, Knauff (82. Ngankam), Bahoya (62. Collins)

Ersatz: Kaua Santos (Tor), Amenda, Baum, Chandler, Höjlund

VfL Wolfsburg: Grabara – Kumbedi, Seelt, Koulierakis, Zehnter – Gerhardt (86. Souza), Arnold – Eriksen (86. Vavro), Majer (90.+9 Hensel), Wimmer (71. Svanberg) – Amoura (71. Pejcinovic)

Ersatz: Müller (Tor), Bürger, Skov Olsen, Katz

Tore: 0:1 Zehnter (67.), 1:1 Batshuayi (90.+6)

Gelbe Karten: Brown / Wimmer, Vavro, Koulierakis, Arnold

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Zuschauende: 58.000 im Deutsche Bank Park

Videos

  • Interviews

    „Wir leben!“

    Nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt sprach Wölfe TV mit Yannick Gerhardt, Christian Eriksen und Aaron Zehnter.

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  • Pressekonferenzen

    PK nach Frankfurt

    Die Pressekonferenz nach dem Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg mit Dino Toppmöller und Daniel Bauer.

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