Spät geschlagen
Wölfe verlieren kurz vor Schluss das Nordduell in Bremen mit 1:2.
Der VfL Wolfsburg hat im Weserstadion keine Punkte geholt. Im Freitagabendspiel des 10. Spieltags unterlag die Elf von Cheftrainer Paul Simonis bei Werder Bremen mit 1:2 (1:0). Eine nicht unverdiente Pausenführung durch Mattias Svanberg (28.) hielt bis in die Schlussphase, in der die lange gut verteidigenden Wölfe einen schon späten Ausgleich kassierten (83.), um in den letzten Momenten einer rassigen Partie vor 40.500 Zuschauern im Weserstadion gar noch zu verlieren (90.+4). In der Tabelle blieb der VfL für den Moment Zwölfter. Ihren nächsten Einsatz haben die Grün-Weißen erst wieder nach der Länderspielpause, nämlich am Samstag, 22. November (Anstoß um 15.30 Uhr), wenn Bayer Leverkusen zum Werksduell in die Volkswagen Arena kommt.
Die Bremer mussten sich mit Wiederbeginn etwas einfallen lassen gegen die weiterhin umsichtige VfL-Defensive. Während die Heimelf vergeblich nach einem Mittel suchte, wollte man den Wölfen mehr Wagemut wünschen, um dem Gegner mit einem weiteren Treffer den Stecker zu ziehen. Stattdessen pendelte sich das Geschehen zunächst zwischen den Strafräumen ein. Ab Mitte des Durchgangs drückten die Hausherren das Gaspedal dann aber durch. Victor Boniface, frisch eingewechselt, und Jens Stage kamen zu einer Doppelchance (69.), ehe gleich in der nächsten Szene Grabara auf den Plan gerufen wurde: Marco Grüll prüfte ihn aus der Distanz (70.) und versuchte es kurz darauf erneut (75.). Der VfL verteidigte durchaus wacker. Gerade in einer Phase, als der Druck etwas weniger wurde, bestrafte Bremen seine Passivität aber mit dem Ausgleich (83.). Doch nicht nur das: Den frischen Rückenwind nutzte Werder für eine gewaltige Schlussoffensive, in der Grabara schon mehrfach ein früheres Gegentor verhinderte (90./90.+1). Umso bitterer, dass mit einer der letzten Aktionen des Spiels die Hanseaten dann doch zuschlagen konnten und nach einer lange Zeit ordentlichen Vorstellung der Wölfe damit nicht mal ein einziger Punkt als Ertrag übrig blieb.
Tore
- 0:1 Svanberg (28.): Werder werkelt an der Führung, doch die Wölfe schnappen eiskalt zu: Über die rechte Seite kombinieren sich Svanberg, Daghim und Sael Kumbedi durch. Sechs Meter vor dem Tor erhält Svanberg die Kugel zurück und bugsiert sie stark ins linke Eck. Toll gemacht!
- 1:1 Stage (83.): Da ist es passiert: Nach einer weiteren Flanke von der rechten Seite schraubt sich Stage in die Luft und köpft unhaltbar aus sechs Metern ins äußerste Eck.
- 2:1 Mangula (90.+4): Wie bitter ist das bitte? Nach einer Hereingabe Sugawaras und einem verunglückten Fallrückzieher durch Boniface bestraft der eingewechselte Samuel Mbangula die in dieser Szene schlafenden Wölfe mit dem späten Nackenschlag.
Aufstellungen und Statistiken
Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly (80. Schmidt), Friedl – Stage, Lynen (86. Puertas), Grüll (85. Bittencourt), Schmid, Njinmah (65. Boniface) – Topp (65. Mbangula)
Ersatz: Hein (Tor), Malatini, Covic, Alvero
VfL Wolfsburg: Grabara – Kumbedi, Seelt, Jenz, Zehnter – Souza, Arnold – Daghim (87. Skov Olsen), Eriksen (87. Pejcinovic), Svanberg (68. Wimmer) – Amoura (80. Wind)
Ersatz: Pervan (Tor), Vavro, Koulierakis, Hensel, Bürger
Tore: 0:1 Svanberg (28.), 1:1 Stage (83.), 2:1 Mangula (90.+4)
Gelbe Karten: Friedl, Schmid / –
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 40.500 am Freitagabend im Weserstadion