Spielinfos und aktuelles Live-Ergebnis zum VfL-Spiel

07.11.2025, 20.30 Uhr
WeserstadionFr., 07.11.2025 / 20.30
#SVWWOB
Noch Tage, Stunden und Minuten bis zum Anpfiff.

Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Spät geschlagen

Wölfe verlieren kurz vor Schluss das Nordduell in Bremen mit 1:2.

Der VfL Wolfsburg hat im Weserstadion keine Punkte geholt. Im Freitagabendspiel des 10. Spieltags unterlag die Elf von Cheftrainer Paul Simonis bei Werder Bremen mit 1:2 (1:0). Eine nicht unverdiente Pausenführung durch Mattias Svanberg (28.) hielt bis in die Schlussphase, in der die lange gut verteidigenden Wölfe einen schon späten Ausgleich kassierten (83.), um in den letzten Momenten einer rassigen Partie vor 40.500 Zuschauern im Weserstadion gar noch zu verlieren (90.+4). In der Tabelle blieb der VfL für den Moment Zwölfter. Ihren nächsten Einsatz haben die Grün-Weißen erst wieder nach der Länderspielpause, nämlich am Samstag, 22. November (Anstoß um 15.30 Uhr), wenn Bayer Leverkusen zum Werksduell in die Volkswagen Arena kommt.

Personal

Von den zuletzt nicht einsatzbereiten Wölfen meldete sich lediglich Patrick Wimmer wieder fit. Zudem hatte sich die Ausfallliste noch verlängert: Yannick Gerhardt, Bence Dardai und Lovro Majer fehlten verletzungsbedingt, erkrankt fiel außerdem Marius Müller aus. Gegenüber dem Heimspiel gegen Hoffenheim veränderte Simonis die Startelf auf einer Position: Für Konstantinos Koulierakis begann Moritz Jenz. Mit Pharell Hensel und Jan Bürger feierten zwei grün-weiße Talente ihr Bundeliga-Kader-Debüt.

Spielverlauf

Schon zum zweiten Mal in der immer noch jungen Saison trat der VfL im Weserstadion an. Anders als im Pokal gegen die SV Hemelingen machten sich die Wölfe nicht sofort auf dem Rasen breit, überließen andererseits den Hanseaten aber auch nicht allzu viele Räume. Ein Kopfballversuch Amos Piepers (5.), von Kamil Grabara stark pariert, und ein Flachschuss aus spitzem Winkel Adam Daghims (13.), das war die Bilanz einer ausgeglichenen Anfangsphase. Werder probierte nach und nach die Schlagzahl zu erhöhen, erspielte sich auch ein optisches Übergewicht, ohne aber die diszipliniert verteidigenden Wölfe in echte Nöte zu bringen. Als stattdessen die Simonis-Elf einmal ausschwärmte, entstand daraus ein richtig starker Angriff, den Svanberg mit dem Führungstor veredelte (28.). Die Bremer nahmen neuerlich Anlauf und wurden wieder vor dem VfL-Kasten vorstellig. Yukinari Sugawara probierte es volley (33.), außerdem unternahm Romano Schmid einen gefährlichen Distanzversuch (45.+1). Weit eher das Zeug zu einem Tor aber hatte ein Flachschuss, den Christian Eriksen im Nachgang einer Ecke abfeuerte und bei dem sich Mio Backhaus richtig lang machen musste, um einen erneuten Einschlag zu verhindern (39.).

Die Bremer mussten sich mit Wiederbeginn etwas einfallen lassen gegen die weiterhin umsichtige VfL-Defensive. Während die Heimelf vergeblich nach einem Mittel suchte, wollte man den Wölfen mehr Wagemut wünschen, um dem Gegner mit einem weiteren Treffer den Stecker zu ziehen. Stattdessen pendelte sich das Geschehen zunächst zwischen den Strafräumen ein. Ab Mitte des Durchgangs drückten die Hausherren das Gaspedal dann aber durch. Victor Boniface, frisch eingewechselt, und Jens Stage kamen zu einer Doppelchance (69.), ehe gleich in der nächsten Szene Grabara auf den Plan gerufen wurde: Marco Grüll prüfte ihn aus der Distanz (70.) und versuchte es kurz darauf erneut (75.). Der VfL verteidigte durchaus wacker. Gerade in einer Phase, als der Druck etwas weniger wurde, bestrafte Bremen seine Passivität aber mit dem Ausgleich (83.). Doch nicht nur das: Den frischen Rückenwind nutzte Werder für eine gewaltige Schlussoffensive, in der Grabara schon mehrfach ein früheres Gegentor verhinderte (90./90.+1). Umso bitterer, dass mit einer der letzten Aktionen des Spiels die Hanseaten dann doch zuschlagen konnten und nach einer lange Zeit ordentlichen Vorstellung der Wölfe damit nicht mal ein einziger Punkt als Ertrag übrig blieb.

Tore

  • 0:1 Svanberg (28.): Werder werkelt an der Führung, doch die Wölfe schnappen eiskalt zu: Über die rechte Seite kombinieren sich Svanberg, Daghim und Sael Kumbedi durch. Sechs Meter vor dem Tor erhält Svanberg die Kugel zurück und bugsiert sie stark ins linke Eck. Toll gemacht!
     
  • 1:1 Stage (83.): Da ist es passiert: Nach einer weiteren Flanke von der rechten Seite schraubt sich Stage in die Luft und köpft unhaltbar aus sechs Metern ins äußerste Eck.
     
  • 2:1 Mangula (90.+4): Wie bitter ist das bitte? Nach einer Hereingabe Sugawaras und einem verunglückten Fallrückzieher durch Boniface bestraft der eingewechselte Samuel Mbangula die in dieser Szene schlafenden Wölfe mit dem späten Nackenschlag.

Trainerstimmen

„Dieses Spiel war sehr schwierig für uns. In der ersten Halbzeit waren wir manchmal dominant, haben auch ein sehr gutes Tor gemacht. Nach dem Seitenwechsel haben wir aber fast nur verteidigt. Und das war der Grund für diese Niederlage. Ich glaube, dass nur ein Team es in der zweiten Halbzeit verdient hatte, zu gewinnen. Das war Werder.“

„Die erste Halbzeit war etwas larifari. Wir hatten ein paar ordentliche Stafetten, ohne aber, dass wir viele Möglichkeiten hatten. Den Angriff zum Wolfsburger Tor konnten wir nicht gut abwehren. Im zweiten Durchgang wurde der Druck dann immer größer von uns. Wir haben noch mal gute Jungs reinbringen können, die für Belebung gesorgt haben. Unterm Strich war es eine rundum gelungene Teamleistung.“

Aufstellungen und Statistiken

Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly (80. Schmidt), Friedl – Stage, Lynen (86. Puertas), Grüll (85. Bittencourt), Schmid, Njinmah (65. Boniface) – Topp (65. Mbangula)

Ersatz: Hein (Tor), Malatini, Covic, Alvero

VfL Wolfsburg: Grabara – Kumbedi, Seelt, Jenz, Zehnter – Souza, Arnold – Daghim (87. Skov Olsen), Eriksen (87. Pejcinovic), Svanberg (68. Wimmer) – Amoura (80. Wind)

Ersatz: Pervan (Tor), Vavro, Koulierakis, Hensel, Bürger

Tore: 0:1 Svanberg (28.), 1:1 Stage (83.), 2:1 Mangula (90.+4)

Gelbe Karten: Friedl, Schmid / –

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 40.500 am Freitagabend im Weserstadion

Videos

  • Pressekonferenzen

    „Zweite Halbzeit war zu wenig…"

    Die Pressekonferenz nach dem Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg mit Horst Steffen und Paul Simonis.

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