Joker stechen
Der VfL startet mit einem verdienten 3:1-Auswärtssieg in Heidenheim in die neue Spielzeit.
Die Wölfe haben am Samstagnachmittag beim Bundesliga-Debüt von Cheftrainer Paul Simonis einen 3:1 (1:1)-Auswärtserfolg in Heidenheim eingefahren und sind damit perfekt in die neue Saison gestartet. Andreas Skov Olsen (20.) sowie die beiden Joker Mattias Svanberg (66.) und Mohammed Amoura (87., FE) trafen für die Grün-Weißen, Heidenheims Leonardo Scienza sorgte per direktem Freistoß für den zwischenzeitlichen Ausgleich (29.). Am kommenden Samstag, 31. August (Anstoß um 15.30 Uhr), hoffen die Grün-Weißen bei ihrem ersten Heimauftritt gegen den 1. FSV Mainz dann auf das nächste Erfolgserlebnis.
Und auch die zweiten 45 Minuten begannen in zunächst unveränderten Formationen mit einer VfL-Chance: Ramaj musste all sein Können auspacken, um einen von Arnolds gefürchtet-gefährlichen Flatterbällen abzuwehren (49.). Die Partie verlor nun etwas an Drive, ehe beide Coaches nach einer guten Stunde mit jeweils zwei Wechseln für neue Impulse sorgen wollten. Zumindest für Wolfsburg ging das voll auf: Der gerade eingewechselte Svanberg brachte Grün-Weiß per Kopf wieder in Führung – 2:1 (66.)! Als schließlich mit Amoura auch noch der zweite Joker per Foulelfmeter stach (87.), war der erste Ligasieg verdientermaßen eingefahren.
Tore
- 0:1 Skov Olsen (20.): Wow! Was für ein schöner Treffer von Skov Olsen! Souza erobert das Leder, Wimmer tanzt sich am Sechzehner durch und legt ab auf den Dänen. Der schaut kurz und zirkelt das Leder vom rechten Strafraumeck genau in den linken Winkel. Traumtor! Und die verdiente Führung!
- 1:1 Scienza (29.): Das dauerte leider nicht lange. Mit dem allerersten Torabschluss treffen die Hausherren – und auch das ist ein Traumtor. Scienza ist ein bekannter Freistoßspezialist – und das beweist er hier. Dieses Mal landet die stark geschlenzte Kugel aus zentraler Position 20 Meter vor dem Kasten über den Innenpfosten im rechten Giebel.
- 1:2 Svanberg (66.): Jaaa! Der Joker sticht wieder! Gerade eingewechselt bringt Svanberg Grün-Weiß wieder in Front! Ausgangspunkt ist die tolle butterweiche Flanke des Jubilars Arnold aus dem linken Halbfeld – und Svanberg befördert das Ding per schulbuchmäßigem Kopfball in die Maschen.
- 1:3 Amoura (87, FE.): Und auch der zweite Joker macht sein Tor und entscheidet die Partie! Der VfL kontert den Gastgeber aus. Wimmer bedient schulbuchmäßig den startenden Amoura, der dann an Ramaj vorbeigeht und von diesem gelegt wird. Klarer Elfer, es gibt aber keinen Platzverweis für den bereits verwarnten FCH-Keeper. Amoura übernimmt dann selbst vom Punkt und verwandelt stark und unhaltbar ins rechte Eck.
Aufstellungen und Statistiken
1. FC Heidenheim: Ramaj - P. Mainka, Gimber, Siersleben (78. Beck) - Dorsch (61. Kerber), Schöppner, Busch, Föhrenbach (61. Traore), Scienza, Ibrahimovic (71. Honsak) - Zivzivadze (71. Kaufmann)
Ersatz: K. Müller, Kölle, Niehues, Wagner
VfL Wolfsburg: Grabara – Fischer (89. Gerhardt), Jenz, Koulierakis, Zehnter – Arnold, Souza – Skov Olsen (89. Cerny), Majer (64. Svanberg), Wimmer – Pejcinovic (64. Amoura)
Ersatz: Müller (Tor), Angely, Odogu, Dardai, Wind
Tore: 0:1 Skov Olsen (20.), 1:1 Scienza (29.), 1:2 Svanberg (66.), 1:3 Amoura (87., FE)
Gelbe Karten: Ramaj, Traore / Skov Olsen, Jenz, Arnold
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Schwebheim)
Zuschauende: 15.000 (ausverkauft) am Samstagnachmittag in der Voith-Arena