Zielinski und Fischer entscheiden Pokalkrimi
Die Wölfe beweisen große Moral und bezwingen Altglienicke im Elfmeterschießen.
Der VfL Wolfsburg steht nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle gegen die VSG Altglienicke in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Die Wölfe setzten sich nach einem 3:3 (0:1, 2:2) nach Verlängerung mit 9:8 nach Elfmeterschießen durch. Dabei geriet die Mannschaft von Cheftrainer Tobias Strobl dreimal in Rückstand, kam aber dreimal zurück. Jakub Zielinski parierte im Elfmeterschießen zwei Versuche, ehe Kilian Fischer die Entscheidung herbeiführte.
Der Dreifachwechsel zur Pause zeigte Wirkung: Die Wölfe kamen verbessert aus der Kabine, erhöhten den Druck und ließen zunächst defensiv nichts mehr anbrennen. Bernhardsson und Damar hatten früh eine Doppelchance (48.), ehe Maximilian Arnold mit einem Distanzschuss aus rund 30 Metern sehenswert ausglich (55.). Der VfL blieb dran, Shiogai scheiterte an Zwick (70.). Altglienicke war wieder aktiver geworden und ging nach einem Fehlpass von Zielinski durch Jonas Saliger erneut in Führung (71.). Doch Arnold antwortete mit einem direkt verwandelten Freistoß und schnürte seinen Doppelpack – 2:2 (83.). In der Nachspielzeit hatte Damar sogar den Sieg auf dem Fuß, scheiterte aber gleich zweimal aus zentraler Position an Zwick (90.+2).
Auch in der Verlängerung hatten die Wölfe die Kontrolle, während Altglienicke tief stand und auf Konter lauerte. Die beste Chance im ersten Durchgang hatte erneut Damar, dessen Flachschuss knapp vorbeiging (95.). Nach dem Seitenwechsel legte die VSG nach einem Ballverlust von Arnold durch Ibrahimi zum dritten Mal vor (109.). Doch der VfL steckte nicht auf: Nach einer Arnold-Ecke und Vorlage von Reese drückte Hauke Wahl den Ball zum 3:3 über die Linie (117.). Im Elfmeterschießen trafen zunächst sieben Schützen, ehe Reese vergab. Zielinski parierte anschließend gegen Sven Sonnenberg und später auch gegen Mehmet Ibrahimi. So hatte Fischer die Entscheidung auf dem Fuß – und schoss die Wölfe mit seinem verwandelten Elfmeter in die zweite Runde.
Tore
- 1:0 Nietfeld (6.): Czyborra legt einen langen Ball für Nietfeld ab, der aus kurzer Distanz zur Führung für Altglienicke trifft.
- 1:1 Arnold (55.): Arnold zieht aus rund 30 Metern ab und setzt den Ball an den Pfosten, von wo die Kugel zum Ausgleich ins Tor springt.
- 2:1 Saliger (71.): Zielinski will einen Rückpass von Fischer weiterleiten, spielt den Ball aber in die Füße von Saliger. Der schiebt ins leere Tor ein.
- 2:2 Arnold (83.): Arnold verwandelt einen Freistoß aus der Distanz direkt und gleicht für die Wölfe erneut aus.
- 3:2 Ibrahimi (109.): Arnold verliert den Ball kurz vor dem eigenen Strafraum, Ibrahimi schnappt sich die Kugel und bringt die VSG zum dritten Mal in Führung.
- 3:3 Wahl (117.): Reese macht eine Ecke von Arnold noch einmal scharf, Wahl hält vor dem Tor das Knie rein und erzielt den dritten Wolfsburger Ausgleich.
Aufstellungen und Statistiken
VSG Altglienicke: Zwick – Tezel, Kebe, Sonnenberg, Czyborra (101. Ibrahimi) – Rieder (101. Türpitz), Sylla – Oduah, Hartl (76. Ersungur), Saliger (88. Kardam) – Nietfeld (57. Zografakis)
Ersatz: Klatte (Tor), Barylla, Brooks, Roßbach
VfL Wolfsburg: Zielinski – Fischer, Wahl, Adjetey (77. Dardai), Maehle (46. Kumbedi) – Souza (46. Arnold), Svanberg (46. Rexhbecaj) – Damar – Bernhardsson (68. Besio), Shiogai, Reese
Ersatz: Pervan (Tor), Angely, Gerhardt, Cleiton
Tore: 1:0 Nietfeld (6.), 1:1 Arnold (55.), 2:1 Saliger (71.), 2:2 Arnold (83.), 3:2 Ibrahimi (109.), 3:3 Wahl (117.)
Gelbe Karten: Rieder, Oduah / Souza, Fischer
Schiedsrichter: Jarno Wienefeld (Hamburg)
Zuschauende: 5.000 im Stadion auf dem Wurfplatz