Spielinfos und aktuelles Live-Ergebnis zum VfL-Spiel

24.08.2026, 18.00 Uhr
Stadion auf dem WurfplatzMo., 24.08.2026 / 18.00
Noch Tage, Stunden und Minuten bis zum Anpfiff.

Zielinski und Fischer entscheiden Pokalkrimi

Die Wölfe beweisen große Moral und bezwingen Altglienicke im Elfmeterschießen.

Der VfL Wolfsburg steht nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle gegen die VSG Altglienicke in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Die Wölfe setzten sich nach einem 3:3 (0:1, 2:2) nach Verlängerung mit 9:8 nach Elfmeterschießen durch. Dabei geriet die Mannschaft von Cheftrainer Tobias Strobl dreimal in Rückstand, kam aber dreimal zurück. Jakub Zielinski parierte im Elfmeterschießen zwei Versuche, ehe Kilian Fischer die Entscheidung herbeiführte.

Personal

VfL-Coach Strobl stellte seine Startelf im Vergleich zum 1:0-Auswärtssieg bei Hannover 96 auf vier Positionen um: Kento Shiogai, Alexander Bernhardsson, Kilian Fischer und Jonas Adjetey begannen anstelle von Fraser Hornby, Yannick Gerhardt, Sael Kumbedi und Elvis Rexhbecaj. Für Bernhardsson war es das Debüt im VfL-Trikot.

Spielverlauf

Altglienicke startete mutig und sorgte nach Ungenauigkeiten der Wölfe mit schnellen Gegenstößen für Gefahr. Nachdem Jakub Zielinski zunächst gegen Jonas Nietfeld pariert hatte (2. Spielminute), machte es der Angreifer wenig später besser und brachte die VSG in Führung (6.). Der VfL hatte viel Ballbesitz, tat sich aber schwer, klare Chancen herauszuspielen. Distanzschüsse erwiesen sich als probates Mittel: Muhammed Damar (10.), der auffällige Fabian Reese (22./44.) und Joakim Maehle (45.) scheiterten an Keeper Luis Zwick. Auch Bernhardsson fand per Kopf im VSG-Keeper seinen Meister (39.). Die beste Gelegenheit der Berliner nach dem Führungstreffer hatte zuvor David Kebe, der nach einer Freistoßflanke knapp vorbeiköpfte (18.). Danach bekamen die Wölfe die Berliner Umschaltmomente besser in den Griff. 

Der Dreifachwechsel zur Pause zeigte Wirkung: Die Wölfe kamen verbessert aus der Kabine, erhöhten den Druck und ließen zunächst defensiv nichts mehr anbrennen. Bernhardsson und Damar hatten früh eine Doppelchance (48.), ehe Maximilian Arnold mit einem Distanzschuss aus rund 30 Metern sehenswert ausglich (55.). Der VfL blieb dran, Shiogai scheiterte an Zwick (70.). Altglienicke war wieder aktiver geworden und ging nach einem Fehlpass von Zielinski durch Jonas Saliger erneut in Führung (71.). Doch Arnold antwortete mit einem direkt verwandelten Freistoß und schnürte seinen Doppelpack – 2:2 (83.). In der Nachspielzeit hatte Damar sogar den Sieg auf dem Fuß, scheiterte aber gleich zweimal aus zentraler Position an Zwick (90.+2). 

Auch in der Verlängerung hatten die Wölfe die Kontrolle, während Altglienicke tief stand und auf Konter lauerte. Die beste Chance im ersten Durchgang hatte erneut Damar, dessen Flachschuss knapp vorbeiging (95.). Nach dem Seitenwechsel legte die VSG nach einem Ballverlust von Arnold durch Ibrahimi zum dritten Mal vor (109.). Doch der VfL steckte nicht auf: Nach einer Arnold-Ecke und Vorlage von Reese drückte Hauke Wahl den Ball zum 3:3 über die Linie (117.). Im Elfmeterschießen trafen zunächst sieben Schützen, ehe Reese vergab. Zielinski parierte anschließend gegen Sven Sonnenberg und später auch gegen Mehmet Ibrahimi. So hatte Fischer die Entscheidung auf dem Fuß – und schoss die Wölfe mit seinem verwandelten Elfmeter in die zweite Runde.

Tore

  • 1:0 Nietfeld (6.): Czyborra legt einen langen Ball für Nietfeld ab, der aus kurzer Distanz zur Führung für Altglienicke trifft.
     
  • 1:1 Arnold (55.): Arnold zieht aus rund 30 Metern ab und setzt den Ball an den Pfosten, von wo die Kugel zum Ausgleich ins Tor springt.
     
  • 2:1 Saliger (71.): Zielinski will einen Rückpass von Fischer weiterleiten, spielt den Ball aber in die Füße von Saliger. Der schiebt ins leere Tor ein.
     
  • 2:2 Arnold (83.): Arnold verwandelt einen Freistoß aus der Distanz direkt und gleicht für die Wölfe erneut aus.
     
  • 3:2 Ibrahimi (109.): Arnold verliert den Ball kurz vor dem eigenen Strafraum, Ibrahimi schnappt sich die Kugel und bringt die VSG zum dritten Mal in Führung.
     
  • 3:3 Wahl (117.): Reese macht eine Ecke von Arnold noch einmal scharf, Wahl hält vor dem Tor das Knie rein und erzielt den dritten Wolfsburger Ausgleich.

Trainerstimmen

„Ein riesiges Kompliment an den Gegner, der mutig und aufopferungsvoll gefightet hat. Gleichzeitig auch ein Kompliment an meine Mannschaft: Wir sind dreimal zurückgekommen und haben uns auch im Elfmeterschießen noch einmal zurückgekämpft. Heute ist definitiv das glücklichere Team weitergekommen. Aber ab morgen fragt gefühlt keiner mehr danach. Deshalb bin ich froh, wie der Abend ausgegangen ist.“

„Ich bin einfach nur stolz darauf, was die Jungs heute abgerissen haben. Wir sind dreimal gegen eine Top-Zweitligamannschaft in Führung gegangen und konnten uns am Ende im Elfmeterschießen leider nicht für den Aufwand belohnen. Aber wir können viel daraus ziehen. Von der Mentalität her sind wir nicht totzukriegen, mit uns muss man bis zur letzten Minute rechnen. Das wollen wir für die nächsten Aufgaben mitnehmen.“

Aufstellungen und Statistiken

VSG Altglienicke: Zwick – Tezel, Kebe, Sonnenberg, Czyborra (101. Ibrahimi) – Rieder (101. Türpitz), Sylla – Oduah, Hartl (76. Ersungur), Saliger (88. Kardam) – Nietfeld (57. Zografakis)

Ersatz: Klatte (Tor), Barylla, Brooks, Roßbach

VfL Wolfsburg: Zielinski – Fischer, Wahl, Adjetey (77. Dardai), Maehle (46. Kumbedi) – Souza (46. Arnold), Svanberg (46. Rexhbecaj) – Damar – Bernhardsson (68. Besio), Shiogai, Reese

Ersatz: Pervan (Tor), Angely, Gerhardt, Cleiton

Tore: 1:0 Nietfeld (6.), 1:1 Arnold (55.), 2:1 Saliger (71.), 2:2 Arnold (83.), 3:2 Ibrahimi (109.), 3:3 Wahl (117.)

Gelbe Karten: Rieder, Oduah / Souza, Fischer

Schiedsrichter: Jarno Wienefeld (Hamburg)

Zuschauende: 5.000 im Stadion auf dem Wurfplatz

Videos

  • Pressekonferenzen

    PK nach Pokalkrimi

    Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit Dan Twardzik und Tobias Strobl.

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  • Interviews

    „Support war bis zum letzten Elfer stark!“

    Nach dem Pokal-Spiel gegen die VSG Altglienicke sprach Wölfe TV mit Kilian Fischer, Bence Dardai und Maximilian Arnold.

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