Spielinfos und aktuelles Live-Ergebnis zum VfL-Spiel

18.09.2026, 18.30 Uhr
Volkswagen ArenaFr., 18.09.2026 / 18.30
#WOBSVD
Noch Tage, Stunden und Minuten bis zum Anpfiff.

Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Den Bock umgestoßen

Wölfe fahren beim 5:1 gegen Darmstadt 98 den lang ersehnten Heimdreier ein.

Der VfL Wolfsburg hat sich mit einem krachenden Heimerfolg in die dreiwöchige Länderspielpause verabschiedet. Das Flutlichtspiel am Freitagabend gegen Darmstadt 98 gewann die Elf von Cheftrainer Tobias Strobl vor 18.345 Zuschauern in der Volkswagen Arena nach einer mitreißenden Vorstellung mit 5:1 (2:1). Alexander Bernhardsson (14./61.) und Robert Glatzel (40./79.) jeweils per Doppelpack sowie Muhammed Damar mit seinem Premierentor markierten für den VfL, der damit erstmals nach acht Monaten wieder im eigenen Wohnzimmer drei Punkte einfuhr, die Treffer. In der Tabelle verbesserten sich die Wölfe für den Moment auf Rang vier. Ihren nächsten Einsatz haben sie erst am Samstag, 10. Oktober (Anstoß um 20.30 Uhr), wenn sie im Topspiel des 7. Spieltags beim 1. FC Nürnberg gastieren.

Personal

Während Elvis Rexhbecaj und Mattias Svanberg verletzt ausfielen, konnte Strobl auf den zuletzt gesperrten Mathys Angely wieder zurückgreifen. Gegenüber der Partie beim FC St. Pauli veränderte der Chefcoach seine Startformation dreifach: Für besagten Svanberg sowie Kilian Fischer und Kento Shiogai rückten Sael Kumbedi, Yannick Gerhardt und Glatzel ins Team. Auf Seiten des SV Darmstadt, zuletzt 2:1-Sieger über Arminia Bielefeld, gab es zwei Umstellungen.

Spielverlauf

Die Wölfe übernahmen früh die Initiative und setzten sich zunehmend in der Darmstädter Hälfte fest. Fabian Reese sorgte immer wieder für Gefahr und bereitete nach einer vergebenen Möglichkeit von Damar (13.) auch die Führung durch Bernhardsson vor (14.). Reese selbst zielte wenig später knapp zu hoch (25.). Darmstadt meldete sich offensiv selten zu Wort, nutzte seine stärkste Phase aber gnadenlos aus. Bei einer ersten Torannäherung stand Ho-Jae Lee noch im Abseits (27.), dennoch fiel der Ausgleich wenig später ohne Ankündigung (29.). Der VfL antwortete umgehend, doch Gerhardt verfehlte nach Reese-Flanke das Tor (32.). Den längeren Atem hatten bis zur Pause dennoch die Wölfe und holten sich fünf Minuten vor dem Abpfiff verdientermaßen den Vorsprung zurück.

Die Hessen kamen engagiert aus der Pause und hatten durch Patric Pfeiffer die große Chance zum erneuten Ausgleich, dessen Schuss in einer spektakulären Szene gleich beide Innenpfosten traf (50.). Nach einem weiteren Kopfballversuch der Lilien, ebenfalls durch Pfeiffer (54.), gewann der VfL wieder mehr Kontrolle und traf mit einem Mal wie am Fließband. Nachdem Bernhardsson als erster seinen Doppelpack geschnürt hatte (61.), behielten die Wölfe den Fuß auf dem Gaspedal, zwangen die Gäste zu weiteren Fehlern und nutzten ihre Torszenen effizient aus. Joakim Maehle, der beim Ausgleich noch unglücklich ausgesehen hatte, legte Damars Premierentor auf (67.), ehe auch Glatzel gegen seinen Lieblingsgegner Darmstadt zum zweiten Mal traf (79.). Herausragend in einem vor allem nach hinten raus einseitigen Zweitligavergleich waren aber nicht nur die Torschützen, sondern auch der ständige Unruheherd und emsige Vorbereiter Reese, der seine Klasseleistung fast noch mit einem eigenen Treffer gekrönt hätte. Nur die Latte stand einem gar noch höheren Heimerfolg der Grün-Weißen dabei im Weg (90.+2).

Tore

  • 1:0 Bernhardsson (14.): Reese behauptet den Ball an der linken Strafraumkante, legt nach einer Finte in den Lauf von Bernhardsson ab, der aus neun Metern flach über den Innenpfosten trifft.
     
  • 1:1 Smit (29.): Klefisch gewinnt den Ball gegen Maehle und legt direkt auf Smit ab, der frei im Strafraum zum Ausgleich in den Winkel abschließt.
     
  • 2:1 Glatzel (40.): Bernhardsson flankt von rechts an den langen Pfosten, wo Glatzel hochsteigt und per Kopf in die kurze Ecke trifft.
     
  • 3:1 Bernhardsson (61.): Reese setzt sich auf der linken Seite durch und flankt an den langen Pfosten. Bernhardsson kommt heran und drückt den Ball aus spitzem Winkel flach ins Tor.
     
  • 4:1 Damar (67.): Maehle spielt den Ball perfekt in den Lauf von Damar, der zentral auf das Tor zuläuft und seinen ersten Treffer im grün-weißen Trikot erzielt.
     
  • 5:1 Glatzel (79.): Reese schlägt von links eine Flanke an den hinteren Strafraum, wo Glatzel wuchtig einköpft und ebenfalls seinen Doppelpack schnürt.

Trainerstimmen

„In der ersten halben Stunde fand ich das Spiel unfassbar gut. Nach dem 1:0 hatten wir viele starke Momente, in denen wir hätten erhöhen können. Nach dem 1:1 hat man dann gemerkt, dass das Gesamtgerüst noch nicht ganz so stabil ist. Es kam etwas Unruhe auf, aber die Jungs sind nicht durchgedreht, sondern sich treu geblieben. Das 2:1 vor der Pause hat uns sehr gutgetan. 

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel waren nicht so gut, bei dem Doppelpfosten hatten wir großes Glück. Danach aber hatten wir wieder Kontrolle und sehr gute Positionierungen, haben zielstrebig nach vorne gespielt. Und für die Phase nach dem 3:1 muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen, weil sie es sehr seriös zu Ende gespielt hat, was auch ein Learning aus dem Cottbus-Spiel war. Dieses Ergebnis tut uns gut, vor allem in dieser Art und Weise. Deshalb freue ich mich für alle, die heute im Stadion waren und natürlich auch für meine Spieler, dass wir diesen Heimfluch endlich beendet haben.“

„Es war ein absolut verdienter Sieg für den VfL, da gibt es keine zwei Meinungen. Ich fand aber, dass wir 60 Minuten lang ein sehr ordentliches Auswärtsspiel gezeigt haben. Es gab Momente, in denen das Spiel auf unsere Seite hätte kippen können. Nach der schwierigen Anfangsphase haben wir uns gut gefangen, hatten sogar die Chance, auf 2:1 zu stellen, um stattdessen aber das Gegentor zu kassieren. 

Nach dem 1:3 waren wir nicht mehr gut, das muss man ehrlich sagen. Wir haben dem VfL die Räume gegeben, die er klasse ausgespielt hat. Das tut weh, ein 5:1 ist kein Ergebnis, mit dem man gern nach Hause fährt. Aber ich habe auch Dinge gesehen, die mir Mut machen.“

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Zielinski – Maehle, Wahl, Cleiton, Kumbedi (83. Fischer) – Souza (76. Arnold), Damar (86. Hensel), Gerhardt (76. Dardai), Bernhardsson, Reese – Glatzel (83. Besio)

Ersatz: Pervan (Tor), Adjetey, Angely, Shiogai

SV Darmstadt 98: Schuhen – Lannert, Pfeiffer, Vukotic, Petretta (68. Mikelbrencis) – Klefisch, Sickinger (84. Richter), Verkooijen, Weißhaupt – Lee (68. Duijvestijn), Smit (84. El Kadiri)

Ersatz: Brunst (Tor), Kleinhansl, Lührs, Furukawa, Lakenmacher

Gelbe Karten: Damar, Kumbedi / Petretta, Verkooijen

Tore: 1:0 Bernhardsson (14.), 1:1 Smit (29.), 2:1 Glatzel (40.), 3:1 Bernhardsson (61.), 4:1 Damar (67.), 5:1 Glatzel (79.)

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Zuschauende: 18.345 am Freitagabend in der Volkswagen Arena

Videos

  • Interviews

    „Wollten den Fans einen Sieg schenken“

    Nach dem Spiel gegen Darmstadt sprach Wölfe TV mit Muhammed Damar, Robert Glatzel und Alexander Bernhardsson.

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  • Pressekonferenzen

    PK nach Darmstadt

    Die Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Darmstadt 98 mit Tobias Strobl und Florian Kohfeldt.

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