Kraftvoll zugebissen
Wölfe siegen beim KSC nach zweimaligem Rückstand noch mit 5:2.
Der VfL Wolfsburg hat im dritten Ligaspiel den zweiten Dreier eingefahren. Beim Karlsruher SC siegte die Elf von Cheftrainer Tobias Strobl am Samstagnachmittag mit 5:2 (3:2). Shio Fukuda (7.) und Marvin Wanitzek (12.) brachten die Hausherren vor 28.143 Zuschauern im BBBank Wildpark in einem von Anfang bis Ende hochintensiven und mitreißenden Duell zweimal in Führung. Nachdem schon Alexander Bernhardsson zwischendurch ausgleichen konnte (10.), schlug Grün-Weiß aber eindrucksvoll zurück und bog die Partie noch vor der Pause durch Fabian Reese (28.) sowie Vini Souza (45.+2) um, ehe Hauke Wahl (88.) und erneut Reese (90.+5) in der Schlussphase gar noch einen Kantersieg herausschossen. In der Tabelle zog der VfL an den Badenern vorbei und verbesserte sich für den Moment auf Rang zwei. Ihren nächsten Einsatz haben die Wölfe am kommenden Samstag, 5. September, wenn ab 13 Uhr Energie Cottbus in der Volkswagen Arena gastiert.
Denn nach der Pause blieb der VfL zwingender und auch gefährlicher: Kilian Fischer verpasste nach Reese-Vorarbeit (49.), Bernhardsson scheiterte aus elf Metern (53.), und Shiogai fand im Karlsruher Schlussmann seinen Meister (56.). Erst in Minute 74 meldete sich der KSC mal wieder nennenswert zu Wort, als Wanitzek VfL-Schlussmann Jakub Zielinski zu einer Glanzparade zwang (74.). Schon bald danach aber lief das Geschehen fast nur noch in eine Richtung. Schon Svanberg kam dem vorentscheidenden vierten Treffer nah (78.). In der Schlussphase, als dem KSC die Ideen schon ausgegangen waren, machten die nicht fehlerfreien, aber durchgehend hungrigen und vor allem sehr entschlossen auftretenden Wölfe aber doch noch alles klar (88./90.+5) und durften mit den zahlreich mitgereisten VfL-Fans schließlich gar noch einen etwas zu deutlichen, aber keineswegs unverdienten 5:2-Kantersieg bejubeln.
Tore
- 1:0 Fukuda (7.): Nach einer Ecke von rechts verlängert Marcel Franke den Ball. Fukuda kommt im Strafraum frei zum Kopfball und bringt Karlsruhe in Führung.
- 1:1 Bernhardsson (10.): Wahl schlägt einen langen Ball auf Reese, dessen präzise Flanke Bernhardsson vom Elfmeterpunkt zum direkten Ausgleich einköpft.
- 2:1 Wanitzek (12.): Nach einem weiten Schlag hat Wanitzek am Strafraum zu viel Platz und trifft mit einem platzierten Abschluss in den Winkel.
- 2:2 Reese (28.): Reese erzwingt den erneuten Ausgleich! Von der linken Seite zieht er unter Bedrängnis nach innen und hämmert den Ball mit der Wucht eines Pferdes aus der Distanz zum erneuten Ausgleich ins Netz.
- 2:3 Souza (45.+2): Was für ein Schuss! Souza zieht kurz vor der Pause aus knapp 30 Metern ab und erwischt den Karlsruher Schlussmann auf dem falschen Fuß. Spiel gedreht. Und wie!
- 2:4 Wahl (88.): Nach einer von Reese getretenen Ecke von links und einer Ablage von Glatzel steht Wahl einfach goldrichtig und köpft ein.
- 2:5 Reese (90.+5): Diese Einladung lässt sich Reese nicht entgehen: Nach einem Lapsus in der KSC-Defensive steht er allein vor dem leeren Tor und macht den Deckel drauf.
Aufstellungen und Statistiken
Karlsruher SC: Bernat – Jung (82. Scholl), Franke, Kobald, Ofli – Väänänen (58. Zor), Wiethaup (58. Egloff), Wanitzek, Bergh – Fukuda (46. Meyer), Ben Farhat (58. Eichinger)
Ersatz: Himmelmann (Tor), Tremoulet, Civeja, Ponente-Ramirez
VfL Wolfsburg: Zielinski – Fischer, Wahl, Angely, Maehle – Souza, Rexhbecaj (72. Gerhardt) – Damar (66. Svanberg) – Bernhardsson (79. Besio), Shiogai (66. Glatzel), Reese
Ersatz: Pervan (Tor), Adjetey, Cleiton, Arnold, Hensel
Tore: 1:0 Fukuda (7.), 1:1 Bernhardsson (10.), 2:1 Wanitzek (12.), 2:2 Reese (28.), 2:3 Souza (45.+2), 2:4 Wahl (88.), 2:5 Reese (90.+5)
Gelbe Karten: – / Souza
Schiedsrichter: Lars Erbst (Gerlingen)
Zuschauer: 28.143 am Samstagnachmittag im BBBank Wildpark