Spielinfos und aktuelles Live-Ergebnis zum VfL-Spiel

29.08.2026, 13.00 Uhr
BBBank WildparkSa., 29.08.2026 / 13.00
#KSCWOB
Noch Tage, Stunden und Minuten bis zum Anpfiff.

Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Kraftvoll zugebissen

Wölfe siegen beim KSC nach zweimaligem Rückstand noch mit 5:2. 

Der VfL Wolfsburg hat im dritten Ligaspiel den zweiten Dreier eingefahren. Beim Karlsruher SC siegte die Elf von Cheftrainer Tobias Strobl am Samstagnachmittag mit 5:2 (3:2). Shio Fukuda (7.) und Marvin Wanitzek (12.) brachten die Hausherren vor 28.143 Zuschauern im BBBank Wildpark in einem von Anfang bis Ende hochintensiven und mitreißenden Duell zweimal in Führung. Nachdem schon Alexander Bernhardsson zwischendurch ausgleichen konnte (10.), schlug Grün-Weiß aber eindrucksvoll zurück und bog die Partie noch vor der Pause durch Fabian Reese (28.) sowie Vini Souza (45.+2) um, ehe Hauke Wahl (88.) und erneut Reese (90.+5) in der Schlussphase gar noch einen Kantersieg herausschossen. In der Tabelle zog der VfL an den Badenern vorbei und verbesserte sich für den Moment auf Rang zwei. Ihren nächsten Einsatz haben die Wölfe am kommenden Samstag, 5. September, wenn ab 13 Uhr Energie Cottbus in der Volkswagen Arena gastiert. 

Personal

Robert Glatzel, der im Pokal verletzt hatte aussetzen müssen, stand wieder zur Verfügung. Dafür musste Strobl kurzfristig auf Bence Dardai und Sael Kumbedi verzichten. Gegenüber dem Erstrundenspiel bei der VSG Altglienicke war die Startformation auf zwei Positionen verändert: Für Jonas Adjetey und Mattias Svanberg, die beide auf die Einwechselbank rückten, begannen Mathys Angely und Elvis Rexhbecaj.

Spielverlauf

Während Grün-Weiß ohne Ligagegentor ins Duell ging, waren auch die Badener mit vier Zählern aus den ersten zwei Spielen voll im Soll. Und sie legten auch schwungvoll los: Gleich nach der zweiten Ecke des Spiels besorgte Fukuda die Karlsruher Führung (7.). Der VfL wirkte noch nicht gut sortiert in den Anfangsminuten, war aber abgebrüht genug, direkt mit der ersten Torannäherung zum Ausgleich zu kommen (10.). Dass der KSC fast im Gegenzug erneut erfolgreich war, passte ins Bild, denn beide Teams zeigten dauerhaft großes Interesse, zu Treffern zu kommen und lieferten sich ein ausgesprochen kurzweiliges Duell. Je länger das Kräftemessen dauerte, desto deutlicher setzte sich dann die grün-weiße Qualität durch. Nach dem erneuten Ausgleich zum 2:2 (28.) schien das Pendel zunächst noch in beide Richtungen ausschlagen zu können. Dass noch vor der Pause das Spiel – zum besten psychologischen Zeitpunkt – vollends kippte (45.+2), hatte wiederum nachhaltige Wirkung auf den Rest der Partie.

Denn nach der Pause blieb der VfL zwingender und auch gefährlicher: Kilian Fischer verpasste nach Reese-Vorarbeit (49.), Bernhardsson scheiterte aus elf Metern (53.), und Shiogai fand im Karlsruher Schlussmann seinen Meister (56.). Erst in Minute 74 meldete sich der KSC mal wieder nennenswert zu Wort, als Wanitzek VfL-Schlussmann Jakub Zielinski zu einer Glanzparade zwang (74.). Schon bald danach aber lief das Geschehen fast nur noch in eine Richtung. Schon Svanberg kam dem vorentscheidenden vierten Treffer nah (78.). In der Schlussphase, als dem KSC die Ideen schon ausgegangen waren, machten die nicht fehlerfreien, aber durchgehend hungrigen und vor allem sehr entschlossen auftretenden Wölfe aber doch noch alles klar (88./90.+5) und durften mit den zahlreich mitgereisten VfL-Fans schließlich gar noch einen etwas zu deutlichen, aber keineswegs unverdienten 5:2-Kantersieg bejubeln. 

Tore

  • 1:0 Fukuda (7.): Nach einer Ecke von rechts verlängert Marcel Franke den Ball. Fukuda kommt im Strafraum frei zum Kopfball und bringt Karlsruhe in Führung.
     
  • 1:1 Bernhardsson (10.): Wahl schlägt einen langen Ball auf Reese, dessen präzise Flanke Bernhardsson vom Elfmeterpunkt zum direkten Ausgleich einköpft.
     
  • 2:1 Wanitzek (12.): Nach einem weiten Schlag hat Wanitzek am Strafraum zu viel Platz und trifft mit einem platzierten Abschluss in den Winkel.
     
  • 2:2 Reese (28.): Reese erzwingt den erneuten Ausgleich! Von der linken Seite zieht er unter Bedrängnis nach innen und hämmert den Ball mit der Wucht eines Pferdes aus der Distanz zum erneuten Ausgleich ins Netz. 
     
  • 2:3 Souza (45.+2): Was für ein Schuss! Souza zieht kurz vor der Pause aus knapp 30 Metern ab und erwischt den Karlsruher Schlussmann auf dem falschen Fuß. Spiel gedreht. Und wie!
     
  • 2:4 Wahl (88.): Nach einer von Reese getretenen Ecke von links und einer Ablage von Glatzel steht Wahl einfach goldrichtig und köpft ein.
     
  • 2:5 Reese (90.+5): Diese Einladung lässt sich Reese nicht entgehen: Nach einem Lapsus in der KSC-Defensive steht er allein vor dem leeren Tor und macht den Deckel drauf.

Trainerstimmen

„Wir wussten, dass es intensiv wird, trotzdem war es in den ersten Minuten kein gutes Spiel von uns. Als wir etwas aus dem Nichts das 1:1 erzielt haben, dachte ich, wir bekommen etwas Sicherheit rein. Nach dem 2:2, ab Mitte des ersten Durchgangs, haben wir es dann aber richtig gut gemacht. Überragend war wieder die Mentalität der Mannschaft, die wieder zweimal zurückgekommen ist. Beim Fernschusstor zum 3:2 war sicher auch etwas Glück dabei, trotzdem hat uns der Treffer gutgetan. Nachdem wir das 4:2 haben liegenlassen, ist das Spiel im zweiten Durchgang noch etwas aufgegangen. Der KSC hat es gut gemacht. Aber wir sind stabil geblieben, haben nicht viel zugelassen und sind am Ende zwar nicht in der Höhe, aber trotzdem doch hochverdient als Sieger vom Platz gegangen.“

„In den ersten 20 Minuten haben wir es gut hinbekommen. Auch in der Phase, als wir vorn lagen, waren wir aber nicht sauber gegen den Ball, sind zu wenig angesprintet und waren etwas zurückhaltend. Gegen diese Wolfsburger Qualität bekommt man es dann, wenn man zögert, irgendwann nicht mehr hin. Kurz vor der Pause waren wir noch mal dran, haben stattdessen aber das 2:3 kassiert. In der zweiten Halbzeit hatte der VfL ein klares Chancenplus. Eine Phase lang hatten wir Wolfsburg richtig drin, konnten daraus aber keinen Profit schlagen. Dass wir am Ende fünf Gegentore gefangen haben, ärgert mich sehr. Da kann man dann auch nicht von einer unverdienten Niederlage sprechen.“

Aufstellungen und Statistiken

Karlsruher SC: Bernat – Jung (82. Scholl), Franke, Kobald, Ofli – Väänänen (58. Zor), Wiethaup (58. Egloff), Wanitzek, Bergh – Fukuda (46. Meyer), Ben Farhat (58. Eichinger)

Ersatz: Himmelmann (Tor), Tremoulet, Civeja, Ponente-Ramirez

VfL Wolfsburg: Zielinski – Fischer, Wahl, Angely, Maehle – Souza, Rexhbecaj (72. Gerhardt) – Damar (66. Svanberg) – Bernhardsson (79. Besio), Shiogai (66. Glatzel), Reese

Ersatz: Pervan (Tor), Adjetey, Cleiton, Arnold, Hensel

Tore: 1:0 Fukuda (7.), 1:1 Bernhardsson (10.), 2:1 Wanitzek (12.), 2:2 Reese (28.), 2:3 Souza (45.+2), 2:4 Wahl (88.), 2:5 Reese (90.+5)

Gelbe Karten: – / Souza

Schiedsrichter: Lars Erbst (Gerlingen)

Zuschauer: 28.143 am Samstagnachmittag im BBBank Wildpark

Videos

  • Pressekonferenzen

    PK nach Karlsruhe

    Die Pressekonferenz nach dem Spiel zwischen dem Karlsruher SC und dem VfL Wolfsburg mit Maximilian Senft und Tobias Strobl.

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  • Interviews

    „Glücklich über die drei Punkte“

    Nach dem Spiel gegen den Karlsruher SC sprach Wölfe TV mit Fabian Reese, Alexander Bernhardsson und Vinicius Souza.

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