Spielinfos und aktuelles Live-Ergebnis zum VfL-Spiel

02.04.2026, 21.00 Uhr
Groupama StadiumDo., 02.04.2026 / 21.00
#OLWOB
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Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Lyon entscheidet Verlängerung für sich

Die VfL-Frauen unterliegen OL Lyonnes mit 0:4 nach Verlängerung und scheiden bitter aus der Champions League aus.

Die Frauen des VfL Wolfsburg mussten sich im Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Women’s Champions League bei OL Lyonnes mit 0:4 (0:1) nach Verlängerung geschlagen geben und scheiden damit aus dem Wettbewerb aus. Nach einem frühen Gegentreffer von Lily Yohannes (16.) kämpften sich die Wölfinnen in die Partie, hielten das Spiel lange offen und erzwangen die Verlängerung. Dort setzten sich jedoch die Gastgeberinnen durch, die das Spiel durch Melchie Dumornay (102.), Damaris Egurrola (105.+2) und Tabitha Chawinga (119.) mit drei Treffern entschieden.

PERSONAL

Wölfinnen-Cheftrainer Stephan Lerch nahm im Vergleich zum 3:3 gegen Union Berlin sechs Veränderungen vor: Caitlin Dijkstra, Camilla Küver und Sarai Linder rückten für Joelle Wedemeyer, Guro Bergsvand und Janou Levels in die Startelf. Zudem begannen Justine Kielland, Vivien Endemann und Lineth Beerensteyn anstelle von Judit Pujols, Cora Zicai und Anny Kerim-Lindland.

SPIELVERLAUF

Die Gastgeberinnen starteten mit hohem Pressing und setzten die VfL-Frauen früh unter Druck. Bereits in der Anfangsphase kam Lyon zu ersten Abschlüssen, während Wolfsburg Probleme hatte, sich zu befreien. Somit fiel das 1:0 durch Yohannes nach einem Ballverlust im Aufbau (16.). In der Folge blieb Lyon dominant, verzeichnete mehr Ballbesitz und Abschlüsse, während sich die Wölfinnen auf die Defensive konzentrieren mussten. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gelang es den VfL-Frauen, sich etwas zu stabilisieren und phasenweise für Entlastung zu sorgen, ohne jedoch zwingend vor das Tor zu kommen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst unverändert: Lyon drängte auf den zweiten Treffer und erspielte sich weitere Möglichkeiten, unter anderem durch Yohannes (48.) und Wendie Renard (57.). Die VfL-Frauen hielten defensiv dagegen und kamen ihrerseits vereinzelt zu Umschaltsituationen, etwa durch Beerensteyn (51.). Mit zunehmender Spielzeit wurden die Wölfinnen mutiger und hatten durch Levels die große Chance auf den Ausgleich (78.). In der Schlussphase warfen die Grün-Weißen alles nach vorne, konnten jedoch keinen Treffer erzielen – die Partie ging in die Verlängerung.

In der ersten Hälfte der Verlängerung blieb das Spiel zunächst offen, doch Lyon erhöhte den Druck. Nach mehreren gefährlichen Aktionen fiel zunächst ein Treffer von Marie-Antoinette Katoto, der wegen Abseits aberkannt wurde (100.). Kurz darauf traf Dumornay nach einer Ecke zum 2:0 (102.), ehe Egurrola ebenfalls nach einem Standard per Kopf auf 3:0 stellte (105.+2). Die VfL-Frauen versuchten weiterhin, offensiv Akzente zu setzen, fanden jedoch kaum noch Lösungen gegen die nun abgeklärten Gastgeberinnen.

Im zweiten Abschnitt der Verlängerung fehlte den Wölfinnen zunehmend die Durchschlagskraft, während Lyon das Spiel kontrollierte. Wolfsburg suchte zwar weiterhin den Weg nach vorne, kam jedoch kaum zu klaren Abschlüssen. Die Gastgeberinnen spielten ihre Angriffe konsequent zu Ende und setzten kurz vor Abpfiff den Schlusspunkt: Chawinga nutzte einen schnellen Angriff, umkurvte die Defensive und traf zum 4:0 (119.). Damit war das Aus der Grün-Weißen besiegelt.

TORE

  • 1:0 Yohannes (16.): Nach einem Ballverlust im Strafraum schaltet Lyon schnell um, der Ball gelangt zu Yohannes, deren Abschluss von der Strafraumkante abgefälscht wird und im linken Eck einschlägt.
     
  • 2:0 Dumornay (102.): Nach einer Ecke kann der Ball nicht geklärt werden, Dumornay reagiert am schnellsten und trifft aus kurzer Distanz.
     
  • 3:0 Egurrola (105+2.): Eine Ecke von der linken Seite findet Egurrola im Zentrum, die den Ball per Kopf wuchtig ins kurze Eck setzt.
     
  • 4:0 Chawinga (119.): Nach Verlängerung von Katoto startet Chawinga durch, umkurvt Torhüterin Johannes und schiebt sicher ein.

Trainerstimmen

„Die Niederlage tut natürlich weh. Trotzdem können wir sehr stolz auf uns sein. Es ist schade, dass wir in einigen Situationen nicht klar genug waren und unsere Entscheidungen nicht konsequent getroffen haben. Dadurch waren wir über weite Strecken sehr in der Defensive gefordert. Ich mache der Mannschaft dafür aber überhaupt keinen Vorwurf. Sie hat das bis zum Ende angenommen, alles reingeworfen und nie aufgegeben. Am Ende hat es leider nicht gereicht. Dennoch gehören wir zu den Top acht Mannschaften in der Champions League, hatten einige sehr starke Spiele und anspruchsvolle Gegner. Insgesamt haben wir eine sehr gute Entwicklung genommen und können erhobenen Hauptes aus diesem Wettbewerb gehen.“

AUFSTELLUNGEN UND STATISTIKEN

VfL Wolfsburg: Johannes – Bjelde (90.+4 Vallotto), Dijkstra (106. Wedemeyer), Küver, Linder – Kielland (60. Levels), Minge, Peddemors (106. Bergsvand) – Huth, Beerensteyn (118. Pujols), Endemann (79. Zicai)

Ersatz: Smolarczyk (Tor), Tufekovic (Tor), Brinkmann, Kleinherne

OL Lyonnes: Endler – Lawrence, Renard, Engen, Bacha – Shrader (107. Benyahia), Heaps (82. Egurrola), Yohannes (68. Dumornay) – Diani (82. Becho), Hegerberg (68. Katoto), Brand (68. Chawinga)

Ersatz: Belhadj (Tor), Fathallah, Junttila Nelhage, Sombath, Svava, Tarciane

Tore: 1:0 Yohannes (16.) 2:0 Dumornay (102.) 3:0 Egurrola (105.+2) 4:0 Chawinga (119.)

Gelbe Karten: Yohannes, Brand / –

Schiedsrichterin: Marta Huerta De Aza (Spanien)

Zuschauende: 14.083 Zuschauende im Groupama Stadium

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