Spielinfos und aktuelles Live-Ergebnis zum VfL-Spiel

17.12.2025, 21.00 Uhr
AOK StadionMi., 17.12.2025 / 21.00
#WOBCHE
Noch Tage, Stunden und Minuten bis zum Anpfiff.

Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Mut bleibt unbelohnt

Wölfinnen verlieren ihr letztes UWCL-Ligaphasenspiel gegen Chelsea FC mit 1:2.

Die Frauen des VfL Wolfsburg mussten im letzten Gruppenspiel der UEFA Women’s Champions League eine Niederlage einstecken. Mit 1:2 (1:1) verloren die Grün-Weißen vor heimischer Kulisse gegen die Frauen des Chelsea FC. Alexandra Popp brachte die VfL-Frauen in der 16. Spielminute in Führung, doch noch vor der Halbzeit erzielten die Blues durch Lucy Bronze den Ausgleich (45.). In der zweiten Halbzeit war es Sam Kerr, die durch einen Kopfballtreffer den zweiten Treffer für die Londonerinnen verzeichnete (64.). Damit belegen die Grün-Weißen Platz neun in der Gruppenphase der UWCL und müssen sich somit in den Play-offs messen. Schon am Sonntag, 21. Dezember, sind die Wölfinnen wieder in Aktion. Dann empfangen die VfL-Frauen den Hamburger SV im AOK Stadion. Anpfiff der Partie ist um 18.30 Uhr.

Personal

Im Vergleich zur Ligapartie gegen den 1. FC Nürnberg wechselte Cheftrainer Stephan Lerch sechsmal. Stina Johannes, die gegen Nürnberg noch verletzt ausgefallen war, stand für Martina Tufekovic im Tor. Camilla Küver ersetzte Joelle Wedemeyer in der Abwehr. In der Offensive rückten Svenja Huth, Kessya Bussy, Ella Peddemors und Lineth Beerensteyn in die Startformation, dafür nahmen Cora Zicai, Vivien Endemann, Justine Kielland und Lena Lattwein zunächst auf der Bank Platz.

Chelsea-Trainerin Sonia Bompastor beließ es bei einem Wechsel im Vergleich zur Women’s-Super-League-Partie gegen Brighton & Hove Albion: Sam Kerr begann für Aggie Beever-Jones im Sturm.

Spielverlauf

Die erste Halbzeit begann fulminant: Schon in der Anfangsphase schlug Svenja Huth – die in der Partie ihr 200. Pflichtspiel für den VfL bestritt – zwei Freistöße in den Strafraum, deren Abschlüsse im Strafraum allerdings abgewehrt wurden (zweite und sechste Minute). Obwohl die Wölfinnen gerade in der Anfangsviertelstunde mehr vom Spiel hatten, zeigte das Team von Trainerin Sonia Bompastor seine Torgefahr: Mit hohem Tempo dribbelte sich Sandy Baltimore nach vorne, der Ball berührte das Außennetz (zehnte Minute). Die VfL-Frauen zeigten sich unbeeindruckt und setzten ihre Druckphase weiter fort. Zunächst war es Popp, die den Kasten mit einem Kopfball nur knapp verfehlte (15.), dann Beerensteyn, deren Schuss knapp daneben ging (16.). Kurz darauf belohnten sich die Niedersächsinnen: Popp vollendete aus etwa 18 Metern per Volleyschuss zum 1:0 (16.). Mit der Führung im Rücken ließen die Grün-Weißen mehr Abschlüsse von Chelsea zu. Erst war es Ellie Carpenter, die mit einer Flanke von der rechten Seite Kerr bediente (23.). Ein knapper Abschluss von Lauren James (32.) sowie zwei aufeinanderfolgende Ecken (36.) brachten die VfL-Frauen in Bedrängnis, doch Stina Johannes parierte souverän. Beerensteyn (38.) und Bussy (41.) hatten darauf zwei Großchancen, beide Abschlüsse wurden allerdings geblockt. Die ungenutzten Gelegenheiten rächten sich: Kurz vor dem Halbzeitpfiff traf Bronze zum Ausgleich (45.).

Die zweite Hälfte begann wie die erste aufgehört hatte: Chelsea war direkt da und hatte gleich in der 46. Minute durch Alyssa Thompson die Möglichkeit zur Führung. Nach einem Zuspiel von Sjoeke Nüsken und Kerr verfehlte Erin Cuthbert das Tor von Johannes nur knapp (48.). Die Wölfinnen kamen danach etwas mehr in die Partie, aber die Engländerinnen bestimmten weiter das Spiel. Vor allem VfL-Torfrau Johannes war in der 57. Minute gefragt, als Cuthbert fünf Metern vor dem Tor abschloss. Richtig gefährlich wurde es auf der anderen Seite erst durch Sarai Linder, deren Abschluss aus 16 Metern allerdings gehalten wurde (60.). Die Grün-Weißen versuchten das Spiel von Chelsea zu stören, dies gelang jedoch nur teilweise. In der 64. Minute war es dann Kerr, die das 1:2 machte. Die VfL-Frauen kamen in der Folge nur noch selten vor das Tor, während Chelsea sich über weite Zeit souverän und spielbestimmend zeigte. In der Schlussphase drückten die Niedersächsinnen auf den Ausgleich. Die eingewechselte Vivien Endemann traf in der Nachspielzeit sogar die Querlatte, aber der Mut wurde nicht belohnt. Und so blieb es beim 1:2-Endstand – und damit bei Platz neun in der Gruppenphase.

Tore

  • 1:0 Popp (16.): Tor! Nach einem Zuspiel von Janou Levels kann Popp sich im Zweikampf behaupten – und schließt dann aus etwa 18 Metern volley ab, das 1:0.
     
  • 1:1 Bronze (45.): Erin Cuthbert bringt den Ball nach einer Ecke in den Strafraum, dort steht Bronze und netzt zum Ausgleich ein.
     
  • 1:2 Kerr (64.): Die Engländerinnen sind mittlerweile am Drücken. Johanna Rytting Kaneryd flankt von der rechten Seite auf Kerr. Die steht frei, weil ihre Gegenspielerin Camilla Küver unglücklich wegrutscht. Kerr nutzt die Situation – und köpft den Ball unhaltbar ins Tor von Johannes.

Trainerstimme

„Wir sind sehr stark ins Spiel gekommen, haben eine hohe Intensität an den Tag gelegt und den Gegner mit unserem Pressing immer wieder unter Druck gesetzt. Auch im Ballbesitz hatten wir gute Momente, haben uns einige Möglichkeiten erarbeitet und sind in Führung gegangen. In den starken Phasen hätten wir vielleicht sogar das zweite Tor machen können. Es ist ärgerlich, dass wir kurz vor der Halbzeit nach einer Standardsituation den Ausgleich kassiert haben. In der zweiten Halbzeit wurde Chelsea stärker. Wir konnten die Zweikämpfe nicht mehr so für uns entscheiden wie vor der Pause: Da waren Erfahrung, individuelle Qualität und technische Präzision spürbar. Wir hatten nicht mehr den gleichen Zugriff und mussten einige brenzlige Situationen überstehen. Trotzdem hat die Mannschaft nicht aufgegeben und alles versucht. Mit etwas Spielglück hätten wir den Ausgleich erzielen können. Das Ergebnis ist schade, aber leistungsmäßig war das phasenweise richtig stark gegen ein absolutes Topteam. In einigen Phasen waren wir mindestens auf Augenhöhe – das nehmen wir aus dem Spiel mit.“

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Johannes – Levels, Küver, Bergsvand, Linder (83. Bjelde)– Peddemors (61. Lattwein), Popp, Minge (74. Kielland) – Bussy (61. Endemann), Beerensteyn, Huth (83. Zicai)

Ersatz: Smolarczyk (Tor), Tufekovic (Tor), Kleinherne, Vallotto, Wedemeyer, Pujols

Chelsea FC: Peng – Girma, Bright, Bronze – Baltimore (74. Charles), Walsh (74. Kaptein), James (46. Nüsken), Cuthbert, Carpenter (54. Rytting Kaneryd) – Thompson, Kerr (80. Beever-Jones)

Ersatz: Hampton (Tor), Buurman, Reiten, Hamano, Jean-Francois, Potter, Beever-Jones

Tore: 1:0 Popp (16.), 1:1 Bronze (45.), 1:2 Kerr (64.)

Gelbe Karten: Lattwein / Bright, Baltimore

Schiedsrichterin: Silvia Gasperotti (Italien)

Zuschauende: 2.627 Zuschauende im AOK Stadion

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