Spielinfos und aktuelles Live-Ergebnis zum VfL-Spiel

04.10.2026, 13.45 Uhr
AOK StadionSo., 04.10.2026 / 13.45
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Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Kerim-Lindland erlöst die Wölfinnen

Die VfL-Frauen gewinnen ihr Heimspiel gegen den Hamburger SV mit 2:1.

Die Frauen des VfL Wolfsburg haben ihr Heimspiel am 6. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga gegen den Hamburger SV mit 2:1 (1:0) gewonnen. Die Wölfinnen dominierten vor 2.875 Zuschauerinnen und Zuschauern im AOK Stadion vor allem den ersten Durchgang und erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten. Kurz vor der Pause belohnte Ella Peddemors die Grün-Weißen mit dem verdienten Führungstreffer (45.). Direkt nach Wiederanpfiff gelang Camilla Linberg allerdings überraschend der Ausgleich für die Gäste (47.), die wenig später sogar die große Chance auf die Führung hatten. In der Folge übernahm der VfL wieder zunehmend die Kontrolle, tat sich gegen die Hamburgerinnen aber schwerer als noch in den ersten 45 Minuten. Für die Erlösung sorgte schließlich die eingewechselte Anny Kerim-Lindland, die eine Hereingabe von Kessya Bussy zum 2:1-Siegtreffer über die Linie drückte (80.).

Personal

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch nahm im Vergleich zum 2:0-Erfolg beim SK Sturm Graz sechs Änderungen in seiner Startelf vor: Joelle Wedemeyer rückte für Thea Bjelde in die Anfangsformation, Lieske Carleer ersetzte Sophia Kleinherne und Sarai Linder begann anstelle von Lou Bogaert. Zudem starteten Ella Peddemors für Smilla Vallotto, Katharina Piljic für Lena Lattwein und Svenja Huth für Mara Alber. Für VfL-Kapitänin Huth war die Partie zugleich ein besonderes Jubiläum: Die 35-Jährige absolvierte gegen den HSV ihr 350. Spiel in der Frauen-Bundesliga.

Spielverlauf

Die Wölfinnen übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle und setzten die Gäste früh unter Druck. Bereits nach drei Minuten musste HSV-Torhüterin Lisa Baum erstmals gegen Cora Zicai eingreifen. Auch Piljic suchte wenig später den Abschluss, die Hamburger Defensive konnte jedoch klären (10.). Der VfL blieb klar spielbestimmend und schnürte die Gäste phasenweise tief in deren Hälfte ein. Peddemors versuchte es nach gut 20 Minuten aus der Distanz, ihr Flachschuss strich knapp rechts am Tor vorbei (22.). Auch über Standards sorgten die Grün-Weißen immer wieder für Gefahr und kamen innerhalb weniger Minuten zu mehreren Eckbällen. Die beste Gelegenheit hatte zunächst Linder, deren Abschluss am Pfosten landete (30.). Praktisch im Gegenzug meldete sich auch der HSV erstmals gefährlich vor dem Wolfsburger Tor an, Stina Johannes war jedoch zur Stelle (31.). Anschließend spielte fast ausschließlich der VfL. Nach einem Freistoß von Peddemors verfehlte Zicai das Tor knapp (40.), drei Minuten später traf die VfL-Offensivspielerin den Pfosten (43.). Kurz vor der Pause belohnten sich die Wölfinnen schließlich doch noch für ihren Aufwand: Nach einer unübersichtlichen Situation im Hamburger Strafraum brachte Peddemors den Ball in Richtung Tor. Baum bekam zwar noch eine Hand an die Kugel, konnte aber nicht verhindern, dass diese hinter der Linie an den Pfosten sprang (45.). So ging es mit einer hochverdienten 1:0-Führung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel erwischten allerdings die Gäste den besseren Start. Nur wenige Momente nach Wiederanpfiff kam Linberg aus kurzer Distanz frei zum Abschluss. Johannes konnte den Ball nicht entscheidend abwehren und die Kugel rollte zum überraschenden 1:1 ins Tor (47.). Wenig später hatten die Hamburgerinnen sogar die große Gelegenheit, die Partie komplett zu drehen. Nachdem Johannes bereits überwunden war, klärte Küver in höchster Not auf der Linie (51.). Die Wölfinnen fingen sich anschließend wieder und verlagerten das Geschehen zunehmend in die Hälfte der Gäste. Peddemors setzte einen Abschluss zunächst über das Tor (52.). Küver probierte es wenig später aus der Distanz, zielte allerdings zu hoch (64.). Noch näher an der erneuten Führung war Minge nach einer Ecke: Ihr Abschluss wurde von den Hamburgerinnen gerade noch auf der Linie geklärt (68.). Der VfL erhöhte in der Schlussphase weiter den Druck und belohnte sich schließlich. Bussy brachte den Ball von der Seite in den Strafraum, wo die eingewechselte Kerim-Lindland aus kurzer Distanz zur Stelle war und zum viel umjubelten 2:1 einschob (80.). In der siebenminütigen Nachspielzeit warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne, die Wolfsburger Defensive hielt dem Druck jedoch stand. So blieb es beim 2:1 und die Wölfinnen sicherten sich vor der Länderspielpause drei Punkte.

  • 1:0 Peddemors (45.): Nach einer unübersichtlichen Situation im Hamburger Strafraum kommt Peddemors an den Ball und bringt ihn in Richtung Tor. HSV-Keeperin Baum bekommt zwar noch eine Hand an die Kugel, kann aber nicht verhindern, dass der Ball hinter der Linie an den Pfosten springt.
     
  • 1:1 Linberg (47.): Kurz nach Wiederanpfiff kommt Linberg aus kurzer Distanz frei zum Abschluss. Johannes kann den Ball nicht entscheidend klären und die Kugel rollt ins Wolfsburger Tor.
     
  • 2:1 Kerim-Lindland (80.): Bussy bringt den Ball von der Seite in den Strafraum. Kerim-Lindland steht aus kurzer Distanz richtig und drückt die Hereingabe zum erneuten Wolfsburger Führungstreffer über die Linie.

Trainerstimmen

"Wir freuen uns sehr darüber, dass wir die drei Punkte hier in Wolfsburg behalten konnten. Zum Abschluss dieses ersten Blocks mussten wir noch einmal alles geben. In meinen Augen hätten wir das Spiel allerdings nicht so gestalten müssen. Ich finde, dass wir in der ersten Halbzeit sehr dominant aufgetreten sind und die Umschaltmomente weitestgehend gut verteidigen konnten. Umso schöner war es, dass wir uns am Ende der ersten Halbzeit für unseren guten Auftritt belohnen konnten. 

In der zweiten Halbzeit haben wir den Start ein bisschen verpennt und Hamburg dadurch zurück ins Spiel geholt. Danach war es eine offenere Partie. Bei den Umschaltmomenten, auf die Hamburg gelauert hat, kann natürlich auch mal Gefahr entstehen. Gut war, dass wir grundsätzlich ruhig geblieben sind und den Druck gegen eine leidenschaftlich auftretende Hamburger Mannschaft hochgehalten haben."

"Es war ein etwas verrücktes Spiel. In der ersten Halbzeit war Wolfsburg dominant und hatte viele Torchancen, wir haben aber ganz gut verteidigt. Wir wussten schon vor dem Spiel, dass es eine schwere Partie wird. Trotzdem haben wir uns darauf gefreut und sind mit viel Mut ins Spiel gegangen.

In der zweiten Halbzeit haben wir das eine oder andere korrigiert und sind besser ins Spiel gekommen. Danach ging es viel hin und her und es gab viele Zweikämpfe. Wir hätten einen Punkt vielleicht verdient gehabt, obwohl Wolfsburg an der einen oder anderen Stelle besser war. In meinen Augen gab es zwei entscheidende Fehler der Schiedsrichter, die uns letztendlich den Punkt gekostet haben."

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Johannes – Wedemeyer (73. Bjelde), Carleer (86. Kleinherne), Küver, Linder – Peddemors, Piljic (61. Lattwein), Minge – Huth, Prasnikar (74. Kerim-Lindland), Zicai (61. Bussy)

Ersatz: Tufekovic (Tor), Vallotto, Alber, Bogaert

Hamburger SV: Baum – Doucoure, Stoldt, Böhler, Dönges – Linberg (71. Martens), Machtens (83. Mirzəliyeva), Peneau (58. L. Wrede), Morich – Karczewska (71. Brunnthaler), Bartz (71. J. Wrede)

Ersatz: Obispo, Schulz, Eggert

Tore: 1:0 Peddemors (45.), 1:1 Linberg (47.), 2:1 Kerim-Lindland (80.)

Gelbe Karten: Huth / Bartz

Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff (Bochum)

Zuschauende: 2.875 im AOK Stadion                                                                                  

Videos

  • Highlights

    Kerim-Lindland mit dem Siegtreffer

    Die Highlights vom Spiel unserer Wölfinnen gegen den Hamburger SV.

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  • Interviews

    „Versuche jedes Spiel zu genießen“

    Nach dem Spiel unserer Wölfinnen gegen den Hamburger SV sprach Wölfe TV mit Svenja Huth, Sarai Linder und Stephan Lerch.

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