Spielinfos und aktuelles Live-Ergebnis zum VfL-Spiel

14.09.2025, 16.00 Uhr
AOK StadionSo., 14.09.2025 / 16.00
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Abpfiff: Alle Highlights des Spiels

Wölfinnen erarbeiten sich 3:1-Sieg gegen Jena

VfL-Frauen gewinnen ihr Jubiläumsspiel zum 80. Klub-Geburtstag.

Das war ein hartes Stück Arbeit: Die VfL-Frauen haben am zweiten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga den FC Carl Zeiss Jena mit 3:1 (1:1) besiegt. Dabei konnte die Kulisse im AOK Stadion sich sehen lassen: Bei strahlendem Sonnenschein waren 3.420 Zuschauende gekommen. Die Fans der VfL-Frauen feierten den 80. Geburtstag des Klubs mit einer großen Choreografie in der Nordkurve, außerdem spielte die Big Band von Volkswagen. Die VfL-Frauen bissen sich unterdessen lange die Zähne an den konzentriert verteidigenden Jenaerinnen aus. Nachdem Janina Minge die Grün-Weißen in der ersten Hälfte in Führung gebracht hatte (42.) und Jena zwischenzeitig ausglich, stellte VfL-Neuzugang Cora Zicai schließlich spät auf 2:1. Lineth Beerensteyn sorgte kurz darauf für den 3:1-Endstand. Ihr nächstes Spiel bestreiten die Wölfinnen nun am kommenden Sonntag, 21. September, ab 18.30 Uhr beim 1. FC Köln.

Personal

VfL-Cheftrainer musste verletzungsbedingt auf Lena Lattwein (Muskelverletzung) und Luca Papp (Knieprobleme) verzichten, Guro Bergsvand, Sophia Kleinherne und Sarai Linder befinden sich außerdem nach wie vor im Aufbautraining. Darüber hinaus fehlte Sharn Freier aus privaten Gründen. Im Vergleich zum Duell gegen Hamburg änderte VfL-Cheftrainer Stephan Lerch seine Startelf auf zwei Positionen. Für Ella Peeddemors und Beerensteyn begannen Camilla Küver und Justine Kielland. Für Küver war es nach einer langen Phase mit Verletzungen der erste Startelfeinsatz überhaupt im VfL-Trikot.

Spielverlauf

Die Wölfinnen hatten wie erwartet von Beginn an mehr Spielanteile, taten sich vor dem Tor der Gäste aber dennoch schwer. So probierten es unter anderem Camilla Küver (9.) und Joelle Wedemeyer (12.). Hochkarätige Gelegenheiten gab es zunächst nicht, da die Gäste diszipliniert verteidigten. Die Jenaerinnen kamen in der 14. Minute über Isabella Jaron ein erstes Mal vor das Wolfsburger Tor. Wenig später hatten dann die Wölfinnen durch einen Kopfball von Alexandra Popp eine Riesenchance, die Kugel flog jedoch vom rechten Pfosten an den linken, ehe Jenas Keeperin Jannah Etzold sie doch noch zu fassen bekam (22.). Nach rund einer halben Stunde zog Kielland aus dem 16er ab, die Kugel rollte allerdings knapp am linken Pfosten vorbei (30.). Die VfL-Frauen blieben am Drücker. In der 42. Minute passte dann alles: Minge vollendete nach Vorarbeit von Kielland zum 1:0. Dabei blieb es bis zur Pause. Insgesamt waren die Wölfinnen in Hälfte eins deutlich überlegen. Da Jena konzentriert verteidigte, gelang es ihnen jedoch noch nicht, ihre Vorteile in mehr Tore umzumünzen.

Nach der Pause waren es zunächst die Gäste aus Jena, die nach einer Ecke von Steffi Schmid die große Chance zum Ausgleich hatten (47.). Danach übernahmen die Grün-Weißen wieder die Kontrolle über das Spiel. Ihre erste große Möglichkeit hatten sie in der 54. Minute über einen Kopfball von Popp nach einer Ecke. Dann passierte völlig unvorhergesehen das, was die Wölfinnen eigentlich verhindern wollten: Jena schoss über Jaron aus dem Nichts das 1:1 (56.). Die VfL-Frauen drängten auch danach weiter auf das zweite Tor. Sie blieben aber zunächst weiter erfolglos, weil Jena nach wie vor tief stand und sich bei den Grün-Weißen Ungenauigkeiten beim letzten Pass einschlichen. In der 79. Minute hatte Küver nach einem Freistoß mit dem Kopf die in dieser Phase beste Chance, Jenas Keeperin konnte den Ball aber abfangen. Wenig später gelang Zicai nach einer Vorarbeit von Svenja Huth das erlösende Tor zum 2:1 (82.). Für den Neuzugang war es gleichzeitig der erste Pflichtspieltreffer im VfL-Trikot. Beerensteyn stellte in der 87. Minute schließlich den 3:1-Endstand her. 

Tore

  • 1:0 Minge (42.): Endemann spielt das Leder von der rechten Seite in die Mitte zu Kielland, die es wiederum weiter zu Minge legt. Die neue VfL-Kapitänin hebt die Kugel schließlich wunderbar mit einem Volleyschuss unter die Latte.
  • 1:1 Jaron (56.): Die Jenaerinnen wagen einen seltenen Vorstoß in den Wolfsburger Strafraum. Dort kann sich Jaron an der Grundlinie gegen Caitlin Dijkstra durchsetzen und flach zum 1:1 einschieben.
  • 2:1 Zicai (82.): Die Wölfinnen haben sich in der gegnerischen Hälfte festgebissen. Huth legt von der rechten Seite des 16ers nach links zu Zicai. Der Neuzugang stochert den Ball über die Linie. Ein wichtiger Treffer!
  • 3:1 Beerensteyn (87.): Die eingewechselte Beerensteyn nutzt eine Unachtsamkeit der Jenaerinnen. Nach einem hohen Ball will Josephine Bonsu das Leder zurück zu ihrer Keeperin spielen. Der Pass misslingt und die VfL-Stürmerin kann sich die Kugel schnappen. Sie umkurvt die Schlussfrau und schiebt den Ball aus kurzer Distanz ins leere Tor.

Trainerstimmen

„Ich finde, man hat von der ersten Minute an gemerkt, dass wir heute wiedergutmachen wollten, was uns letzte Woche nicht gelungen ist. Wir sind mit einer hohen Intensität ins Spiel gegangen, haben den Gegner hinten reingedrückt und wenig zugelassen. Wir hatten viel Kontrolle und haben immer wieder Lösungen gefunden, um Jena auseinanderzuziehen – auch wenn wir nicht immer die klaren Torchancen hatten. Die eine oder andere Situation hätten wir noch effektiver zu Ende spielen müssen. Der Ausgleich kam dann irgendwie aus dem Nichts und war aus unserer Sicht total unnötig. Positiv war aber, dass wir danach ruhig geblieben sind, den Druck hochgehalten haben und uns dafür belohnt haben. Wir haben es dann klar und konsequent zu Ende gespielt und insofern auch aus der letzten Woche gelernt. So wie wir heute aufgetreten sind, war das ein Schritt in die richtige Richtung und da müssen wir jetzt weitermachen.“

Volkan Uluc: „Es fällt mir schwer von einem verdienten Sieg des VfL zu sprechen. Unser Plan ging über 82 Minuten auf. Es war von vornherein klar, dass Wolfsburg mehr Ballbesitz haben wird. Wir haben aber im Großen und Ganzen wenig zugelassen und es über weite Strecken sehr gut gemacht. Der 2:1-Rückstand war dann ein bisschen unglücklich. Das 3:1 war dann ein individueller Fehler. Den müssen wir den Mädels nach dem, was sie heute gegen einen starken Gegner gezeigt haben, aber auch zugestehen. Es war von uns insgesamt ein sehr starker Auftritt.“

Aufstellungen und Statistiken

VfL Wolfsburg: Johannes – Wedemeyer (75. Bjelde), Dijkstra, Küver, Levels – Kielland (75. Beerensteyn), Minge, Huth, Zicai (88. Pujols), Popp, Endemann (67. Peddemors)

Ersatz: Tufekovic (Tor), Vallotto, Bussy

FC Carl Zeiss Jena: Etzold – Juckel, Sträßer, Ihlenburg, Schmid, Bonsu – Reske (72. Margraf), Gentile, Gora (65. Andersson) – Tietz (87. Haering), Jaron

Ersatz: Fischer (Tor), Heuschkel, Metzner, Julevic

Tore: 1:0 Minge (42.), 1:1 Jaron (56.), 2:1 Zicai (82.), 3:1 Beerensteyn (87.)

Gelbe Karten: Wedemeyer, Huth / Schmid, Jaron

Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff (Bochum)

Zuschauende: 3.420 Zuschauende am Sonntagnachmittag im Wolfsburger AOK Stadion

Videos

  • Frauen

    „Am Ende bin ich einfach froh“

    Nach dem Spiel gegen Jena sprach Wölfe TV mit Camilla Küver, Cora Zicai, Alexandra Popp und Stephan Lerch.

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  • Frauen

    Minge mit dem Volley-Hammer

    Die Highlights vom Spiel der Wölfinnen gegen Jena.

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