Kantersieg in Franken
Wölfinnen gewinnen mit 6:1 beim 1. FC Nürnberg.
Nach der unglücklichen Niederlage unter der Woche in Madrid zeigten die Frauen des VfL Wolfsburg genau die richtige Reaktion. Zum Abschluss der Hinrunde sicherten sich die Wölfinnen beim 1. FC Nürnberg einen souveränen 6:1-Erfolg. In der 26. Minute stellte Alexandra Popp mit ihrem Treffer zum 1:0 die Weichen auf Sieg und gab der Partie die gewünschte Richtung. Kurz vor der Pause war es Vivien Endemann, die zur verdienten 2:0-Halbzeitführung einschob (45+4.). Nach dem Wechsel machten die Wölfinnen da weiter, wo sie vorher aufgehört haben. Lena Lattwein erhöhte in Minute 58 auf 3:0, bevor Justine Kielland nur zwei Minuten später das 4:0 nachlegte (60.). Im Gegenzug waren es nun die Nürnbergerinnen, die mit einem sehenswerten Treffer auf 1:4 stellten. Doch darauf fanden die VfL-Frauen eine schnelle Antwort: Kielland legte mit ihrem zweiten Treffer an diesem Nachmittag zum 5:1 nach (69.), und die eingewechselte Kessya Bussy setzte mit ihrem 6:1 kurz vor Abpfiff den Schlusspunkt (84.) zum verdienten Auswärtserfolg.
Auch nach der Pause dominierten die VfL-Frauen von Beginn an Ball und Spiel. In der 58. Minute erzielte Lattwein nach einer sehenswerten Kombination die 3:0-Führung. Zwei Minuten später setzte Minge einen Kopfball gegen die FCN-Torhüterin, traf jedoch nur den Pfosten (60.). Im direkten Anschluss landete eine Flanke von Kielland perfekt im Tor zum 4:0 (60.). Die Nürnbergerinnen konnten erst in der 63. Minute erstmals gefährlich werden, als Mai aus 14 Metern sehenswert zum 1:4 traf. Doch die Wölfinnen ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. In der 69. Minute nutzte Kielland einen zweiten Ball konsequent und erhöhte auf 5:1. Danach kontrollierten die Niedersächsinnen weiterhin das Spiel, kombinierten schnell durch die Halbräume und erspielten sich weitere gute Gelegenheiten. In der 84. Minute setzte die eingewechselte Bussy einen glücklichen Durchbruch im Strafraum um und erzielte das 6:1. Auch in den letzten Spielminuten blieben die VfL-Frauen dominant: Endemann zog in der Nachspielzeit an mehreren Verteidigerinnen vorbei, doch die Torhüterin konnte den Ball noch zur Ecke lenken (90+4.).
Tore
- 0:1 Popp (26.): Endlich! Levels bringt den Ball scharf von links in den Strafraum, wo Popp aus sieben Metern per Kopf ins rechte Eck trifft.
- 0:2 Endemann (45+4.): Wichtig! Nürnberg ist erstmals weit aufgerückt, Zicai spielt einen langen Ball aus der eigenen Hälfte auf Endemann, die unbedrängt aufs FCN-Tor zuläuft, die Torfrau umkurvt und zum 2:0 für den VfL einschiebt.
- 0:3 Lattwein (58.): Levels bringt eine gefühlvolle Flanke von links in den Strafraum, Lattwein nimmt den Ball direkt und versenkt ihn im rechten Eck.
- 0:4 Kielland (60.): Traumtor! Nach einer kurz ausgeführten Ecke schlenzt Kielland den Ball vom linken Strafraumeck fein ins lange Eck. 4:0 für die Grün-Weißen.
- 1:4 Mai (63.): Die Wölfinnen können den Ball im Strafraum nicht klären, Mai kommt aus 14 Metern frei zum Schuss und versenkt den Ball unhaltbar im rechten Eck.
- 1:5 Kielland (69.): Lattwein legt den Ball im Strafraum perfekt auf die mitaufgerückte Kielland zurück, die ihn sehenswert unter die Querlatte nagelt – ihr zweiter Treffer an diesem Nachmittag.
- 1:6 Bussy (84.): Lattwein mit einem super Ball auf Bussy, diese setzt sich im zweiten Versuch im Strafraum durch und muss den Ball nur noch über die Linie schieben.
Aufstellungen und Statistiken
1. FC Nürnberg: Russek – Svensson Senelius (85. Mailbeck), Fröhlich, Fördös, Miller (62. Seguin) – Mai, Guttenberger (61. Gambone), Wos (72. Günster), Meroni – Baumgärtel (62. Polaskova), Homann
Ersatz: Krammer (Tor), Romero (Tor), Licina, Thöle
VfL Wolfsburg: Tufekovic – Linder (70. Bjelde), Bergsvand, Wedemeyer (70. Kleinherne), Levels (62. Pujols) – Kielland – Endemann, Lattwein, Minge (80. Vallotto), Zicai – Popp (62. Bussy)
Ersatz: Smolarczyk (Tor), Huth, Küver, Peddemors
Tore: 0:1 Popp (26.), 0:2 Endemann (45+4.), 0:3 Lattwein (58.), 0:4 Kielland (60.), 1:4 Mai (63.), 1:5 Kielland (69.), 1:6 Bussy (84.)
Gelbe Karten: Svensson Senelius, Miller, Fördös / Kleinherne
Schiedsrichterin: Annika Kost (Schwerte)
Zuschauende: 1.101 am Samstagnachmittag im Max-Morlock-Stadion