Überzahl nicht genutzt
VfL-Frauen verlieren in der Volkswagen Arena gegen Eintracht Frankfurt mit 2:3.
Die Wölfinnen haben am Samstag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga das Top-Duell gegen Eintracht Frankfurt mit 2:3 (1:2) verloren. In der Volkswagen Arena trafen Kessya Bussy (7.) und Alex Popp (89.) für den VfL, die SGE-Tore erzielten Nicole Anyomi (26.), Laura Freigang (28.) sowie die ehemalige Wölfin Rebecka Blomqvist (85.). Nach einer Roten Karte für die Frankfurterin Nina Lührßen wegen absichtlichem Handspiel hatten die Grün-Weißen zunächst den fälligen Elfmeter durch Janina Minge verschossen (40.) und drängten dann in Halbzeit zwei in Überzahl vergebens auf den Ausgleich, immer wieder standen SGE-Keeperin Lina Altenburg oder das Aluminium im Weg. Es geht weiter Schlag auf Schlag für die VfL-Frauen: Bereits am Dienstag, 11. November, wartet das Top-Duell in der UEFA Women‘s League bei Olympique Lyon (Anstoß um 21 Uhr). Im Anschluss steht am kommenden Samstag, 15. November, für die Wölfinnen das Achtelfinale im DFB-Pokal an. Die Lerch-Elf empfängt den SC Freiburg im AOK Stadion, Anstoß ist um 16.30 Uhr. In der Google Pixel Frauen-Bundesliga geht es am Sonntag, 23. November, mit dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig weiter (Anstoß um 12 Uhr).
Mit Vallotto für Minge wollten die Grün-Weißen in Durchgang zwei noch mehr Offensiv-Power entwickeln – und die Schweizerin hatte sofort eine Gelegenheit, doch ihr Volley ging über die Querlatte (49.). Im Gegenzug hatte Johannes beim zu überhasteten Abschluss Freigangs wenig Probleme (50.). Mit einer Spielerin mehr übernahm Grün-Weiß nun immer mehr die Initiative und drückte auf den Ausglich, zwei Abschlüsse Popps waren knapp zu hoch angesetzt (55.). Wenn dann doch etwas auf das SGE-Gehäuse kam, wie beim Peddemors-Abschluss (63,) und der Großchance der eingewechselten Beerensteyn (70.), präsentierte sich Altenburg immer wieder als starker Rückhalt der Gäste. Der VfL-Druck wurde nun noch größer: Viel Pech hatte Popp mit ihren berüchtigten Kopfbällen. Zunächst strich das Leder nach Levels-Freistoß nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (73.), dann musste das Aluminium für die bereits geschlagene Altenburg retten (81.). Mit dem 1:3-Nackenschlag durch die eigewechselte ehemalige Wölfin Blomqvist schien die Partie entschieden, doch Popp gelang dann doch noch einmal der Anschluss (87.). Trotzdem sollte es nicht mehr reichen, ein letzter Versuch der eingewechselten Justine Kielland segelte knapp über den Kasten (90.+1).
Tore
- 1:0 Bussy (7.): Jawoll! Die frühe VfL-Führung! Levels hatte einen perfekten Steilpass in die Box auf Bussy gespielt. Die Französin nimmt einmal kurz den Kopf hoch und hebt das Leder spektakulär und gaaaaanz cool über die Frankfurter Torhüterin! Super Tor! Geiler Auftakt für die Wölfinnen!
- 1:1 Anyomi (26.): Verdammt! Nach einem langen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum ist die VfL-Defensive nicht wirklich wach. Lattwein verliert die einlaufende Anyomi aus den Augen, die dann aus fünf Metern den Ball über die Linie drückt. Total vermeidbares Gegentor!
- 1:2 Freigang (28.): Der Doppelschlag für die Eintracht! Raso geht über die rechte Seite und bringt den Ball flach ins Zentrum. Bei den Wölfinnen passt erneut die Abstimmung nicht. Das Spielgerät rutscht irgendwie durch, sodass Freigang sich vor dem leeren Tor nur noch bedanken muss und einschiebt.
- 1:3 Blomqvist (85.): Ist das bitter! Statt des eigentlich längst fälligen Ausgleichs entscheidet ausgerechnet Rebecka Blomqvist die Partie gegen ihren Ex-Klub. Die Schwedin nutzt in Missverständnis zwischen Dijkstra und Wedemeyer und macht in Unterzahl das 3:1 für die SGE.
- 2:3 Popp (89.): Geht da doch noch was? Endlich trifft Alex Popp! Altenburg kann einen abgefälschten Djikstra-Schuss, der zur Bogenlampe wird, gerade noch an die Latte lenken – und die VfL-Goalgetterin ist da und verkürzt nochmal per Abstauber.
Aufstellungen und Statistiken
VfL Wolfsburg: Johannes – Wedemeyer, Dijkstra, Küver, Levels – Minge (46. Vallotto), Lattwein (73. Kielland), Huth (86. Bjelde), Peddemors (63. Beerensteyn), Bussy (63.Zicai), – Popp
Ersatz: Tufekovic (Tor), Linder, Bergsvand, Pujols
Eintracht Frankfurt: Altenburg – Ivelj, Riesen, Veit, Lührßen – Reuteler, Senß (87. Markou), Gräwe – Anyomi (63. Blomqvist), Raso (63. Teulings), Freigang
Ersatz: Krumme (Tor), D. Acikgöz, Wolter, I. Acikgöz, Memeti, Chiba
Tore: 1:0 Bussy (7.), 1:1 Anyomi (26.), 1:2 Freigang (28.), 1:3 Blomqvist (85.), 2:3 Popp (89.)
Gelbe Karten: Peddemors, Lattwein / Senß, Altenburg
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Lührßen (38., absichtliches Handspiel)
Schiedsrichterin: Riem Hussein (Bad Harzburg)
Zuschauende: 4.345 Zuschauende in der Volkswagen Arena