VFL Wolfsburg

VfL Wolfsburg - Borussia M´Gladbach

Torjubel der VfLer nach dem 2:1 durch Ivan Perisic.

3:1 (1:0) – VfL wird nach ganz starkem Auftritt gegen Borussia Mönchengladbach hervorragender Fünfter.

Am 34. Bundesliga-Spieltag hat sich der VfL Wolfsburg mit einer tollen Vorstellung von seinen Fans verabschiedet. 3:1 hieß es nach 90 spannenden Minuten in der restlos ausverkauften Volkswagen Arena gegen die Borussia aus Mönchengladbach. Durch diesen Erfolg im direkten Duell um Platz fünf knackte der VfL nicht nur zum zweiten Mal in nunmehr 17 Jahren im deutschen Fußball-Oberhaus die 60-Punkte-Marke, die Grün-Weißen sicherten sich obendrein die direkte Qualifikation für die Gruppenphase in der Europa League. Auch die Fohlenelf wird als Tabellensechster international vertreten sein, muss allerdings erst noch die Playoff-Runde überstehen, um ebenfalls in der Gruppenphase starten zu dürfen.

Das Spielergebnis, die Torschützen und die Logos vom Borussia Mönchengladbach und vom VfL Wolfsburg. Wolfsburg gewinnt das Spiel 3:1.

Volle Offensive mit Vieirinha

VfL-Cheftrainer Dieter Hecking hatte schon unter der Woche angekündigt, im Saisonfinale völlig unabhängig von der Tabellenkonstellation auf Sieg spielen zu wollen – entsprechend offensiv stellte er die Wölfe auf und brachte anders als beim 2:1-Sieg in Stuttgart vor Wochenfrist Vieirinha anstelle von Jan Polak ins Team. Während sich der Portugiese in die offensive Dreierreihe neben Perisic und De Bruyne einsortierte, rückte Maximilian Arnold auf die Doppelsechs an die Seite von Luiz Gustavo. Bei der Borussia dagegen setzte Lucien Favre auf exakt jene Elf, die in der Vorwoche den 1. FSV Mainz 05 mit 3:1 bezwungen hatte.

Hochverdiente Pausenführung dank De Bruyne

Vom Anpfiff weg wurde deutlich, dass sich im direkten Duell um Platz fünf zwei spielstarke Mannschaften gegenüberstehen, die ihr Heil im Vorwärtsgang suchen. Die Borussia zog sich keineswegs in die eigene Spielhälfte zurück, sondern versuchte ihrerseits mit schnellem Direktspiel vors Tor zu kommen. Den ersten Torschuss der Partie aber gab Perisic aus der Distanz ab (2.). Die Wölfe waren in den Anfangsminuten gewohnt sicher im Ballvortrag und ließen defensiv wenig zu, nur ein Freistoß von Juan Arango sorgte im VfL-Strafraum kurzzeitig für Gefahr (8.).

Mit zunehmender Spieldauer schafften es die Grün-Weißen aber, sich immer größere Feldvorteile zu erarbeiten. Der Druck der Hausherren auf das letztmals von Marc-André ter Stegen gehütete Borussen-Tor nahm spürbar zu, während die Gäste im letzten Drittel ein ums andere Mal zu ungenau spielten und daher nicht wirklich zu Torchancen kamen. Einen Freistoß von De Bruyne verpasste Luiz Gustavo am langen Pfosten nur um Haaresbreite (18.). Wenig später kam Ivica Olic nach einer Ecke von De Bruyne zum Kopfball und zwang ter Stegen zu einer ersten Glanztat (26.).

Die Wölfe gaben nun endgültig klar den Ton an – und gingen folgerichtig in Führung. Nachdem die Gladbacher einmal mehr nur in die Nähe des VfL-Strafraums gekommen waren, funktionierte das Umschaltspiel perfekt und Knoche spielte den tödlichen Pass auf den gestarteten De Bruyne. Von links auf ter Stegen zulaufend war er nicht mehr zu stellen und vollendete mit einem Schlenzer abgeklärt in die lange Ecke (30.). Als sich der frenetische Jubel auf den Rängen gerade gelegt hatte, versuchte es Luiz Gustavo aus großer Distanz und verfehlte das Tor nicht weit (33.). Auf der anderen Seite war Arangos Kopfball nach einer Ecke von Max Kruse seit einiger Zeit die erste Annäherung der Fohlen (35.).

Ein herrliches Solo des überragenden De Bruyne brachte den Belgier bis an die Strafraumkante, wo er allerdings von Havard Nordtveit unsanft von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Freistoß zirkelte Perisic über die Gladbacher Mauer und an die Querlatte – ter Stegen wäre machtlos gewesen (38.). Mitten hinein in den Wolfsburger Angriffswirbel setzte auch die Elf vom Niederrhein vor der Pause noch ein gewaltiges Ausrufezeichen. Raffael fand die Schnittstelle und bediente Kruse, der urplötzlich frei auf Diego Benaglio zulief. Der VfL-Kapitän aber parierte ganz stark (40.).

Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Wolfgang Stark bot sich schließlich den Wölfen noch zweimal die Gelegenheit, die eigene, hochverdiente Führung auszubauen. Nachdem Perisic aber noch zu überrascht war von einer De Bruyne-Hereingabe auf den kurzen Pfosten (45.), köpfte Naldo mit der letzten Aktion des ersten Durchgangs genau auf ter Stegen (45.+1).

Perisic antwortet Kramer, Knoche entscheidet

Die Elf vom Niederrhein, bei der Alvaro Dominguez für Oscar Wendt in der Kabine blieb, kam mit deutlich mehr Schwung zurück und schob sich nun etwas weiter nach vorne. Einen von Arango in die Gefahrenzone gebrachten Freistoß klärte Perisic mit einer Grätsche im Fünfmeterraum zur Ecke (50.). Kurz darauf wäre dem Kroaten beinahe das 2:0 gelungen, als er nach schöner Rettungsaktion von Olic und gelungenem Doppelpass mit De Bruyne in den Gladbacher Strafraum eindrang. Aus spitzem Winkel schloss er mit links ab und das Leder prallte vom linken an den rechten Pfosten, dann jedoch ins Spielfeld zurück. Auch der Nachschuss von Olic brachte keinen Treffer – was für ein Pech (53.)!

In der Folge standen beide Abwehrreihen sicher, viel spielte sich im Mittelfeld ab, wo es teils rassig in die Zweikämpfe ging. Wie aus dem Nichts spielten sich die Gladbacher dann allerdings vom einen Strafraum zum anderen. Wendt schickte auf der linken Seite Raffael auf die Reise, der im Doppelpass mit Patrick Herrmann bis zur Grundlinie durchkam und dann präzise nach innen passte, wo Kramer nur noch den Fuß hinhalten musste, Ausgleich (64.). Davon jedoch unbeeindruckt lieferten die Wölfe die passende Antwort. Einen Freistoß von Naldo ließ ter Stegen nach vorne abklatschen, vor die Füße von Olic, der einen Lupfer versuchte. Zwar rettete ter Stegen zunächst noch einmal mit einem sehenswerten Reflex und boxte das Spielgerät mit dem Arm nach vorne, Perisic aber sprang höher als Martin Stranzl und köpfte ein (68.).
 
Bei der Borussia kamen unterdessen Branimir Hrgota und Granit Xhaka ins Spiel, Dieter Hecking brachte Daniel Caligiuri für Vieirinha. Die Fohle allerdings waren noch nicht bezwungen: Der auffällige Raffael setzte zum Solo an und schoss mit links nicht weit rechts am VfL-Gehäuse vorbei (74.), Hochspannung pur noch einmal in dieser Phase. Eine Ecke von Rodriguez sorgte zehn Minuten vor dem Ende dann aber doch für klare Verhältnisse. In der Mitte stieg Knoche schulbuchmäßig zum Kopfball hoch und wuchtete den Ball in die Maschen – 3:1!
 
Doch auch jetzt war die Luft hier keineswegs raus, hüben wie drüben gab es weiterhin große Möglichkeiten. De Bruyne spielte Julian Korb schwindelig, schoss aber zu zentral auf ter Stegen (84.). Auch Diego Benaglio durfte sich noch einmal auszeichnen, als er einen Schuss von Xhaka noch aus dem Eck fischte (88.). Kurz nachdem Kramer in der Nachspielzeit das Leder nach einer Ecke knapp vorbeispitzelte, war Schluss und der grün-weiße Jubel über die zweitbeste Bundesliga-Platzierung der Vereinsgeschichte kannte keine Grenzen mehr. 

Umfrage

Wähle den Spieler des Tages!

Diego Benaglio

7%

Christian Träsch

4%

Naldo

0%

Robin Knoche

15%

Ricardo Rodriguez

5%

Maximilian Arnold

3%

Luiz Gustavo

0%

Vieirinha

0%

Kevin De Bruyne

53%

Ivan Perisic

10%

Ivica Olic

1%

Daniel Caligiuri

0%

Jan Polak

1%

Marcel Schäfer

1%

Abgegebene Stimmen: 234

Aufstellungen

Logo VfL Wolfsburg.

Trainer
Dieter Hecking

Benaglio – Träsch, Naldo, Knoche, Rodriguez – Arnold, Luiz Gustavo – Vieirinha (69. D. Caligiuri), De Bruyne (90. M. Schäfer), Perisic (84. Polak) – Olic

Trainer
Lucien Favre

ter Stegen – Korb, Jantschke, Stranzl, Dominguez (46. Wendt) – Nordtveit (69. Xhaka), Kramer – Herrmann, Arango (73. Hrgota) – Raffael – M. Kruse

Spielstatistik

Aktion

VfL Wolfsburg

Borussia M´Gladbach

Tore

3

1

Torschüsse

19

13

Ballbesitz

43%

57%

Zweikämpfe gewonnen

53%

47%

Ecken

7

8

Abseits

4

1

Fouls

9

10

Gelbe Karten

2

4

Rote Karten

0

0

Gelb-Rote Karten

0

0

Zuschauer:  30.000 (ausverkauft), Schiedsrichter: Stark (Ergolding)

Impressionen 34. Spieltag

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