VFL Wolfsburg

32. Spieltag

VfL Wolfsburg - SC Freiburg

Ricardo Rodriguez grätscht in den Ball.

VfL und Freiburg trennen sich 2:2 (1:0)

Der VfL Wolfsburg hat gegen den SC Freiburg einen Heimsieg knapp verpasst und musste sich beim 2:2 gegen den Sport-Club letztlich mit einem Punkt begnügen. Ivan Perisic (3.) sorgte zwar für einen Auftakt nach Maß, bis zur Pause verpassten die Wölfe jedoch eine höhere Führung. Nachdem Admir Mehmedi (61.) im zweiten Durchgang zunächst egalisieren konnte, brachte erneut Perisic den VfL in Führung (70.). Diese hielt aber nur bis in Minute 83, dann war Marco Terrazzino zur Stelle. Während der VfL sein Punktekonto auf 54 aufstockte, kann der SC Freiburg anlässlich von neun Zählern Vorsprung auf den Hamburger SV wohl auch im kommenden Jahr die Bundesliga fest einplanen.

Logos VfL Wolfsburg und SC Freiburg, mit dem Endergebnis - 2:2.

Medojevic und Polak auf der Doppelsechs

Auf einer Position musste VfL-Cheftrainer Dieter Hecking die Startelf der Wölfe nach dem 3:1-Auswärtserfolg beim Hamburger SV in der Vorwoche verändern: Für den gelb-rot-gesperrten Luiz Gustavo rückte Slobodan Medojevic an die Seite von Jan Polak auf die Doppelsechs. Bei den Gästen fehlten Oliver Sorg und Felix Klaus gelbgesperrt, Immanuel Höhn blieb zunächst auf der Bank. Neu ins Team brachte Christian Streich dafür Gelson Fernandes, Sebastian Kerk und Pavel Krmas.

Schnellstarter Perisic legt vor

Freude nach einem Tor gegen Freiburg. Ivan Perisic erhält Glückwünsche von Kevin De Bruyne und Ricardo Rodriguez.Anders als in den drei Heimspielen zuvor, als der VfL in Halbzeit eins jeweils einem Rückstand hinterherlaufen musste, sorgten die Grün-Weißen diesmal selbst für einen Blitzstart. Ricardo Rodriguez brachte bereits in der dritten Minute den ersten Freistoß aus dem Halbfeld in Richtung Elfmeterpunkt. Dort verlängerte Perisic in bester Uwe-Seeler-Manier mit dem Hinterkopf und der Ball senkte sich unhaltbar ins lange Eck. Den ob der starken Serie von zuletzt vier Siegen aus fünf Bundesliga-Spielen ohnehin schon mit breiter Brust auftretenden Wölfen brachte der frühe Treffer einen weiteren Schub – die Anfangsphase gehörte ganz klar den Hausherren. Ivica Olic, der aufgrund seiner Vertragsverlängerung von den VfL-Fans schon vor dem Anpfiff kräftig gefeiert wurde, hatte die nächste Gelegenheit: Eine Ecke von Kevin De Bruyne köpfte der am kurzen Pfosten postierte Kroate aber über den Kasten (10.). Kurz darauf konnten sich die Freiburger bei ihrem Schlussmann Oliver Baumann bedanken, der einen Schuss von Perisic aus spitzem Winkel entschärfte (13.). Naldo versuchte es anschließend mit einem Freistoßknaller aus großer Distanz, der sein Ziel aber um etwa zwei Meter verfehlte (17.).

Kevin De Bruyne schießt.Erst nach etwas mehr als 20 Minuten wagte sich der Sport-Club aus seiner Deckung, einen ersten Torabschluss von Julian Schmid lenkte Max Grün zur Ecke (22.). Dennoch wäre der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt fast wie aus dem Nichts entstanden, Vladimir Darida, der es ebenfalls aus gewaltiger Torentfernung probierte, traf allerdings nur die Latte (24.). Nachdem auch Kerk seinen Fernschuss zu hoch ansetzte (26.), war die kurze Drangphase der Breisgauer schon wieder vorbei und der VfL erarbeitete sich bis zum Pausenpfiff noch einige gute Tormöglichkeiten. Den Anfang machte De Bruyne, der anstatt des Abspiels aus spitzem Winkel direkt aufs Tor schoss – Außennetz (27.). Wenig später wäre ein misslungener Rettungsversuch von Julian Schuster beinahe im eigenen Tor gelandet (38.), im direkten Gegenzug aber hätte SC-Angreifer Karim Guede die Kugel besser für Kerk passieren lassen, so konnten die Wölfe den Torschuss von Schmid mit vereinten Kräfte im letzten Moment verhindern.

Ivica Olic schießt aufs Freiburger Tor.In den fünf Minuten vor dem Seitenwechsel war noch einmal mächtig Feuer drin, der zweite VfL-Treffer lag spürbar in der Luft. Doch erst drängte Matthias Ginter den durchgebrochenen Olic gerade noch ab (40.), dann scheiterte der Torjäger am langen Bein Baumanns (42.), nachdem er sich zuvor im Zweikampf gegen Krmas erstklassig behauptet hatte. Mit einem hochverdienten 1:0 aus Sicht der Wölfe ging es schließlich pünktlich in die Kabinen.

Gäste kommen zweimal zurück

Halbzeit zwei begann mit einer guten Chance für die Breisgauer: Guede verlängerte nach innen und plötzlich kam Schuster an den Ball, Grün rettete gegen den Schuss aus spitzem Winkel mit einer starken Fußparade (49.). Die Begegnung hatte inzwischen etwas an Tempo eingebüßt, als Christian Träsch aber De Bruyne auf der rechten Seite auf die Reise schickte und der Belgier scharf nach innen passte, fehlte nicht viel und Olic wäre mit der Fußspitze noch dran gekommen (54.). Kurz darauf bekam Baumann die Fäuste nach Perisic‘ strammen Schuss von der Strafraumkante gerade noch rechtzeitig hoch (57.).

Admir Mehmedi jubelt nach seinem Treffer.Mit zunehmender Spielzeit jedoch wurden auch die Freiburger wieder aktiver. Fast hätte das Spielgerät nach einer Schmid-Ecke aus dem Gewühl heraus den Weg ins Netz gefunden, der aufmerksame Träsch klärte jedoch auf der Torlinie (59.). Zwei Minuten später kam Mehmedi am linken Strafraumeck an den Ball, umkurvte Träsch und zog trocken ab – 1:1.

Der VfL aber war nicht um eine Antwort verlegen, der eingewechselte Vieirinha steckte geschickt durch auf Träsch und der Rechtsverteidiger der Wölfe hatte auf der rechten Seite ganz viel Platz. Diesen wusste er mit einem genauen Zuspiel auf den ersten Pfosten zu nutzen, wo Perisic den Doppelpack perfekt machte und Grün-Weiß wieder in Front brachte (70.). Fast wäre dem Sport-Club postwendend der erneute Ausgleich geglückt, wieder aber hatte sich Träsch auf der Linie postiert und klärte nach Rückpass von Mehmedi per Kopf gegen Guede. Spektakulär fischte kurz darauf Grün einen gut getretenen Freistoß von Schmid noch aus dem Eck (74.).

Naldo führt einen Freistoß aus und schießt direkt aufs Tor der Freiburger.Auf der anderen Seite suchten die Wölfe die Entscheidung: Ein schöner Schuss von Polak rauschte knapp links vorbei (77.), ehe Rodriguez nach einer Ecke von rechts aus dem Rückraum draufhielt und Baumann goldrichtig stand (80.). Es blieb also weiter spannend – über die linke Seite initiierte Christian Günter den nächsten Freiburger Angriff. Der kurz zuvor eingewechselte Terrazzino behauptete sich im Laufduell mit Träsch, schüttelte diesen im Strafraum ab und vollendete mit einem Schlenzer ins lange Eck (83.). Fast wäre Darida direkt danach sogar noch die Führung vergönnt gewesen, von Grün prallte der Bein aber nur an das Schienbein des Tschechen und von dort ins Toraus (85.).

Noch einmal stemmten sich die Wölfe in den Schlussminuten gegen den drohenden Punktverlust. Während die Gäste mit Mann und Maus das Unentschieden verteidigten, brach in der Volkswagen Arena schon die Nachspielzeit an. Da fasste sich noch einmal De Bruyne aus spitzem Winkel ein Herz und nagelte den Ball an den Außenpfosten (90.+1). Als auch ein Kopfball von Daniel Caligiuri (90.+2) über den Kasten flog, mussten sich die Grün-Weißen mit einem Zähler zufrieden geben.

Umfrage

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Max Grün

2%

Christian Träsch

14%

Naldo

1%

Robin Knoche

0%

Ricardo Rodriguez

3%

Jan Polak

1%

Slobodan Medojevic

0%

Vieirinha

2%

Kevin De Bruyne

13%

Maximilian Arnold

1%

Ivan Perisic

59%

Ivica Olic

5%

Daniel Caligiuri

0%

Abgegebene Stimmen: 157

Aufstellungen

Logo VfL Wolfsburg.

Trainer
Dieter Hecking

Grün – Träsch, Naldo, Knoche, Rodriguez – Polak, Medojevic (66. Vieirinha) – De Bruyne, Arnold, Perisic – Olic (D. Caligiuri)

Logo SC Freiburg.

Trainer
Christian Streich

Baumann – Fernandes, Krmas, Ginter, C. Günter (88. Höfler) – Schuster, Darida – Schmid, Kerk (72. Terrazzino) – Guede (84. Freis), Mehmedi

Spielstatistik

Aktion

VfL Wolfsburg

SC Freiburg

Tore

2

2

Torschüsse

23

13

Ballbesitz

50%

50%

Zweikämpfe gewonnen

51%

49%

Ecken

11

7

Abseits

1

3

Fouls

13

12

Gelbe Karten

2

3

Rote Karten

0

0

Gelb-Rote Karten

0

0

Zuschauer:  28.255 | Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)

Impressionen 32. Spieltag

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