VFL Wolfsburg

30. Spieltag

VfL Wolfsburg - 1. FC Nürnberg

Das Team des VfL Wolfsburg bejubelt ein Tor.

VfL schlägt den 1. FC Nürnberg mit 4:1 (2:1)

Vor 28.431 Zuschauern in der Volkswagen Arena fuhr der VfL Wolfsburg am 30. Bundesliga-Spieltag einen hochverdienten und in jeder Hinsicht überzeugenden Heimsieg ein. Beim 4:1 (2:1) über den abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg glich Ivica Olic (19.) die frühe Gästeführung durch Markus Feulner (8.) aus, ehe Ivan Perisic sofort nachlegte (22.). Nach der Pause sorgten Junior Malanda (69.) und erneut Perisic (82.) für ein klares Ergebnis, das auch in dieser Höhe dem Spielverlauf entsprach. Weil sich Borussia Mönchengladbach zeitgleich nur 1:1-Unentschieden vom VfB Stuttgart trennte, zog der VfL an den Fohlen vorbei und steht zumindest bis zum morgigen Sonntag auf Tabellenplatz vier.

Logos VfL Wolfsburg und 1. FC Nürnberg, mit dem Endergebnis 4:1 für den VfL.

VfL wie in Dortmund, Vieirinha auf der Bank

Daniel Caligiuri, Vieirinha und Jan Polak auf der Reservebank.Nach der ebenso knappen wie unglücklichen 1:2-Niederlage in der Vorwoche bei Borussia Dortmund schickte VfL-Cheftrainer Dieter Hecking gegen die Franken exakt die gleiche Startelf ins Rennen. Erstmals seit seinem Mitte September im Pokalspiel gegen den VfR Aalen erlittenen Kreuzbandriss zählte Vieirinha wieder zum Kader der Wölfe und sorgte damit schon vor dem Anpfiff für lautstarken Jubel auf den Rängen. FCN-Coach Gertjan Verbeek brachte mit Emanuel Pogatetz und Niklas Stark ein neues Innenverteidiger-Duo, bei der 0:2-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach am vergangenen Samstag hatten stattdessen noch Javier Pinola und Berkay Dabanli in der Defensivzentrale verteidigt.

Olic und Perisic treffen, De Bruyne ist überall

Von Beginn an setzten die Wölfe die Gäste unter Druck und wollten deren Offensivbemühungen bereits im Ansatz ersticken. Einen ersten Torabschluss verzeichnete Olic bedient von Kevin De Bruyne, als er von der Strafraumkante aus der Drehung trocken abzog. Club-Rückhalt Raphael Schäfer wehrte das Leder zur Ecke ab (6.).

Feulner erzielt das Tor für Nürnberg.Als sich die Nürnberger kurz darauf das erste Mal über die Mittellinie wagten, zog Martin Angha an der rechten Seitenauslinie den Sprint an und legte zurück auf Hiroshi Kiyotake. Der Japaner passte den Ball in den Sechzehner und fand Feulner, der mit einer kurzen Körpertäuschung Naldo das Nachsehen gab und mit links sehenswert vollendete (8.). Ein Treffer wie aus dem Nichts, der die Grün-Weißen jedoch nicht aus der Fassung brachte. Schon zwei Minuten später schlenzte Naldo einen aussichtsreichen Freistoß knapp über die Latte. Ein gefährlicher Konter über De Bruyne geriet zu ungenau für Perisic, der zwar gegen Angha ins Dribbling ging, nicht aber an Schäfer vorbeikam (13.). Nur eine Zeigerumdrehung später köpfte Olic eine Flanke von Ricardo Rodriguez aufs Tordach.

Ivica Olic trifft.Besser machte es Olic in Minute 19 – Perisic hatte zuvor De Bruyne auf die Reise geschickt und der Belgier den perfekten Pass in die Schnittstelle serviert, sodass der Torjäger keine Probleme hatte, auf 1:1 zu stellen (19.). Spätestens jetzt waren die Wölfe richtig angekommen in dieser Partie und ließen den Nürnbergern kaum noch Luft zum Atmen. Als Luiz Gustavo gegen Mike Frantz energisch dazwischen ging, war es erneut der äußerst umtriebige De Bruyne, der den von links gestarteten Perisic sah. Allein auf Schäfer zulaufend blieb dieser ganz cool und lupfte den Ball über den heraus eilenden Keeper hinweg ins Netz (22.) zur 2:1-Führung. Wieder einmal hatte der VfL einen Rückstand wettgemacht und blieb jetzt dran. Ein Freistoß von De Bruyne rauschte gefährlich durch den Gästestrafraum, fand jedoch keinen Abnehmer (24.).

Kevin De Bruyne im Zweikampf.Nach einer halben Stunde wäre fast eine Kopie des Ausgleichstores zustande gekommen: einmal mehr glänzte De Bruyne als Vorbereiter, Olic allerdings missglückte die Ballannahme und die Chance war vertan. Von den Franken war nach wie vor wenig zu sehen, Max Grün im VfL-Kasten blieb während des gesamten ersten Durchgangs nahezu beschäftigungslos. Noch einmal versuchte sich Maximilian Arnold kurz vor der Pause am dritten Tor der Hausherren, verfehlte das Ziel mit seinem Fernschuss aber relativ deutlich (43.). Als Schiedsrichter Bastian Dankert wenig später zur Pause pfiff, war die Führung der Wölfe hochverdient.

Malanda und Perisic machen alles klar

Halbzeit zwei begannen beide Teams unverändert. Nach einem Ballverlust der Nürnberger im Mittelfeld eröffnete sich die erste gute Gelegenheit für De Bruyne. Dessen scharfen Linksschuss konnte Schäfer nicht festhalten, was für den Club jedoch keine weiteren Folgen hatte (49.). Die Nürnberger ihrerseits präsentierten sich jetzt etwas mutiger als vor dem Seitenwechsel, Hanno Balitsch konnte seinen Kopfball aber nicht mehr richtig drücken (53.). Kurz darauf hatten die Wölfe Glück, als nach Feulner nach einem Querschläger von Robin Knoche nicht schnell genug reagieren konnte (54.). Auf der anderen Seite zielte Arnold deutlich zu hoch (56.).

Ivan Perisic trifft zum 3:1.Nach gut einer Stunde drängten die Wölfe immer vehementer auf die Entscheidung, oft fehlten nur Zentimeter zum erlösenden dritten Treffer. So beispielsweise, als Arnold Olic das Leder in den Lauf hob, dieser direkt abzog und De Bruyne einen halben Schritt zu spät kam (64.). Wenig später verlängerte Olic eine Ecke per Kopf auf den langen Pfosten, wo Luiz Gustavo ebenso knapp verpasste (67.). Ein klasse ausgespielter Konter über Arnold brachte schließlich aber Malanda halblinks in Position. Gegen dessen trockenen Linksschuss ins kurze Eck war Schäfer machtlos und es stand 3:1 (69.).

Junior Malanda und Kevin De Bruyne klatschen ab.Noch einmal wehrte sich der Club: Kiyotake setzte Josip Drmic mit einem feinen Zuspiel in Szene, Naldo allerdings ließ sich vom 16-fachen Torschützen der Franken nicht abschütteln und grätschte im letzten Moment spektakulär dazwischen (74.). Der beste Angriff der gesamten Partie läutete die Schlussphase ein: locker kombinierten sich De Bruyne und Luiz Gustavo auf Höhe der Mittellinie durch die Nürnberger Reihen, der Belgier mit ganz viel Übersicht nahm auf links Olic mit und der passte punktgenau auf Perisic am langen Pfosten, der im Rutschen vollendete (82). Was für ein toller Konter der weiterhin hochkonzentriert zu Werke gehenden Wölfe!

Das Team des VfL Wolfsburg bedankt sich bei seinen Fans und applaudieren.Für ein echtes Highlight zum Abschluss sorgte Dieter Hecking, als er Vieirinha das Zeichen gab. Der Portugiese kam für Perisic ins Spiel, der nach seinem Doppelpack mit donnerndem Applaus vom Publikum verabschiedet wurde. Fast hätte sich Vieirinha direkt mit einem Treffer zurückgemeldet, bedient vom überragenden De Bruyne wurde sein Lupfer aber von Robert Mak gerade noch von der Torlinie gekratzt (89.) – der spektakuläre Schlusspunkt eines ganz starken Wolfsburger Heimauftritts.

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Max Grün

0%

Ivan Perisic

7%

Ivica Olic

4%

Kevin De Bruyne

52%

Christian Träsch

0%

Junior Malanda

19%

Luiz Gustavo

0%

Naldo

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Maximilian Arnold

0%

Robin Knoche

0%

Ricardo Rodriguez

0%

Daniel Caligiuri

0%

Jan Polak

0%

Vieirinha

19%

Abgegebene Stimmen: 27

Aufstellungen

Logo VfL Wolfsburg.

Trainer
Dieter Hecking

Grün – Träsch, Naldo, Knoche, Rodriguez – Malanda, Luiz Gustavo (84. Polak) – De Bruyne, Arnold (73. D. Caligiuri), Perisic (85. Vieirinha) – Olic

Logo 1. FC Nürnberg.

Trainer
Gertjan Verbeek

R. Schäfer – Angha (78. Pekhart), Stark, Pogatetz, Plattenhardt – Frantz (25. Campana) – Feulner, Balitsch, Kiyotake, Hlousek (63. Mak) – Drmic

Spielstatistik

Aktion

VfL Wolfsburg

Eintracht Frankfurt

Tore

4

1

Torschüsse

24

5

Ballbesitz

51%

49%

Zweikämpfe gewonnen

49%

51%

Ecken

11

2

Abseits

3

4

Fouls

12

13

Gelbe Karten

0

2

Rote Karten

0

0

Gelb-Rote Karten

0

0

Zuschauer:  28.431 | Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

Impressionen 30. Spieltag

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