VFL Wolfsburg

26. Spieltag

VfL Wolfsburg - FC Augsburg

Luiz Gustavo im Zweikampf.

VfL und FCA trennen sich mit 1:1 (0:1)

Zwei Punkte trennten den VfL Wolfsburg und den FC Augsburg vor der Partie am 26. Spieltag, woran sich auch nach dem Spiel nichts ändern sollte. 1:1 (0:1) endete die Partie in der Volkswagen Arena. Tobias Werner hatte die Gäste in Minute 43 in Führung geschossen. Neun Minuten vor Ende der regulären Spielzeit erzielte Ivica Olic schließlich den verdienten Ausgleich für den VfL. Die Wölfe, auf deren Seiten Kevin De Bruyne in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde, verteidigten somit ihren Platz unter den ersten sechs Mannschaften und schoben sich sogar an Mainz vorbei auf den fünften Rang.

Logos VfL Wolfsburg und FC Augsburg, mit dem Endergebnis 1:1.

Bewegung in der Startelf

Junior Malanda im Spiel.Bereits in der Trainingswoche hatte sich angedeutet, dass Dieter Hecking mit dem Gedanken spielt, die eine oder andere Änderung in seiner Startelf vorzunehmen. Und so wechselte der VfL-Cheftrainer gleich auf fünf Positionen im Vergleich zum Derby in Braunschweig. In der Viererkette rückten Christian Träsch für den nicht im Kader berücksichtigten Patrick Ochs und Timm Klose für Robin Knoche in die Mannschaft. Auf der Doppelsechs gab Junior Malanda sein Startelf-Debüt neben Luiz Gustavo. In der offensiven Mittelfeldreihe spielte zudem Ivan Perisic für Daniel Caligiuri. Und im Sturm kam Ivica Olic anstelle des verletzten Bas Dost zum Zug. Auch FCA-Trainer Markus Weinzierl nahm eine Änderung in seinem Team vor: Für Dominik Kohr lief Ronny Philp von Beginn an auf.

Es sollte einige Minuten, dauern bis die Partie in der Volkswagen Arena ins Rollen kam. Während die Gäste zunächst darauf bedacht waren, in der Defensive sicher zu stehen, bauten die Wölfe Druck auf. Das gute Gerüst der Augsburger im Spiel gegen den Ball erschwerte es den Grün-Weißen jedoch, sich in die Gefahrenzone zu kombinieren und den ehemaligen Wolfsburger Marwin Hitz im Tor zu prüfen. Als erster versuchte es Maximilian Arnold mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (13.). Ivica Olic hatte den Ball auf Zuspiel des 19-Jährigen zunächst clever abtropfen lassen, Arnold zögerte daraufhin nicht und zog direkt ab, zielte jedoch etwas zu weit rechts. Nur zwei Minuten später war es Kevin De Bruyne, der mit dem Ball am Fuß von links in die Mitte zog und das Spiel über Perisic auf rechts verlagerte, von wo aus Träsch in den Strafraum flankte. Olic in der Mitte fehlte jedoch die Höhe, um per Kopf entscheidend Druck hinter den Ball zu bekommen. Es blieb für einige Minuten die letzte Torraumszene im Spiel.

Hatte sich der FCA in der Anfangsphase noch relativ tief in der eigenen Hälfte positioniert, rückte die Weinzierl-Elf nun weiter nach vorne und hinderte die Wölfe somit vermehrt am geordneten Aufbauspiel. Grün-Weiß ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, hielt den Ball zu großen Teilen in den eigenen Reihen, ohne jedoch ernsthafte Torgefahr zu entwickeln. Nach gut einer halben Stunde tauchte dann auch Augsburg erstmals vor Diego Benaglio auf. Andre Hahn hatte sich den Ball an der Grundlinie erlaufen, sein Flankenball erreichte Tobias Werner im Sechzehner. Dieser köpfte aber deutlich am Tor vorbei (31.).

Werner schockt Wölfe vor der Pause

Benaglio streckt sich nach dem Ball, doch dieser geht ins obere linke Eck.Kurz vor der Pause dann wieder der VfL am Drücker. Malanda behauptete an der rechten Strafraumgrenze das Leder gegen drei Gegner und fand Landsmann De Bruyne an der Außenlinie. Die scharf getretene Flanke des Belgiers erreichte Perisic am zweiten Pfosten, der, sichtbehindert durch einen Gegenspieler, knapp am Tor vorbei köpfte – die bis dahin beste Chance im Spiel. Nur eine Minute später erneut gutes Zusammenspiel der Wölfe. Und wieder waren es De Bruyne und Perisic, die für Gefahr sorgten. Nach Zuspiel von rechts bekam der Kroate den Fuß an den Ball, der nur knapp den Kasten verfehlte. Wie aus dem Nichts dann die Führung für Augsburg. Halil Altintop schleppte die Kugel Richtung Wölfe-Tor und legte am Strafraum ab auf Werner. Der Linksaußen zog ins Zentrum und hatte, nachdem sowohl Träsch als auch Naldo vor ihm den Halt im Boden verloren, freie Schussbahn. Der 28-Jährige schlenzte den Ball anschließend ins lange Eck und ließ Benaglio keine Abwehrchance. Ein Gegentor zum wohl ungünstigsten Zeitpunkt für die Gastgeber, die das Spiel bis dahin bestimmt hatten und nun mit einem Rückstand in die Kabine gingen.

Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel gehörte den Wölfen. Nach gutem Zusammenspiel mit Träsch auf rechts bekam Malanda an der Sechzehnmeterlinie den Ball und zog ab. Doch auch der Startelf-Debütant zielte nicht genau genug. In der Folge verpasste es die Hecking-Elf jedoch den Schwung mitzunehmen. Wie in Abschnitt eins fehlte es der Partie an Tempo, was dem FCA in die Karten spielte. In Minute 62 scheiterte Altintop in aussichtreicher Position  nach einer missglückten Kopfball-Abwehr von Träsch, der seinen Fehler jedoch umgehend wieder bereinigte, indem er sich beim Schuss in den Ball warf und diesen abwehrte. Wesentlich brenzliger wurde es sechs Minuten später, als Hahn nach schnellem Umschaltspiel der Gäste am Sechzehner an den Ball kam, sein Schuss aber neben das Gehäuse von Benaglio setzte.

Olic' dritter Versuch sitzt

Marwin Hitz schaut dem Ball nach, der im Netz zappelt.Dem VfL fehlte es in dieser Phase an Zug zum Tor. Ivica Olic war es, der dies änderte und mit einem Kopfball für Gefahr sorgte (70.). Musste FCA-Keeper Marwin Hitz in dieser Situation noch nicht eingreifen, rettete der Schweizer nach 78  Minuten, als Träsch flankte und der Ball dank des ehemaligen Wolfsburger Schlussmanns nicht beim lauernden Caligiuri ankam, sondern ins Aus trudelte. Hatte Hitz in dieser Situation noch die Hand am Ball, konnte er sich wenig später noch so sehr strecken: Ricardo Rdoriguez hatte von links wunderbar vors Tor geflankt, wo wieder Olic sich in den Ball warf und mit seiner dritten Kopfball-Chance das Tor erzielte. Ein Befreiungsschlag für die Wölfe, der neue Energie freisetzte. Angetrieben vom Pulikum drängten die Grün-Weißen nun auf das zweite Tor. Es reichte jedoch nicht mehr, um schließlich doch noch mit der vollen Ausbeute von drei Punkten den Platz zu verlassen.

Kevin De Bruyne sieht die rote Karte.In der Nachspielzeit musste die Mannschaft noch die Herausstellung von Kevin De Bruyne hinnehmen. Der Belgier kam an der Grundlinie zu spät gegen den eingewechselten Alexander Esswein und sah von Schiedsrichter Felix Zwayer daraufhin Gelb. Nachdem sich der Mittelfeldspieler beschwerte, zog der Referee Gelb-Rot. Die anschließende Freistoßsituation bildete den Schlusspunkt einer nervenaufreibenden Partie. Am zweiten Pfosten kam Callsen-Bracker mit dem Kopf an den Ball. Konnte Diego Benaglio diesen Versuch noch abwehren, wäre der Wölfe-Kapitän danach wohl machtlos gewesen, doch der Pfosten rettete für den VfL.  Am Ende stand ein hart erkämpfter Punkt für die Grün-Weißen, der den Verbleib unter den ersten Sechs sicherte.

Umfrage

Wähle den Spieler des Tages!

Diego Benaglio

5%

Timm Klose

10%

Ivan Perisic

0%

Ivica Olic

5%

Kevin De Bruyne

0%

Christian Träsch

5%

Junior Malanda

67%

Luiz Gustavo

0%

Naldo

0%

Maximilian Arnold

0%

Ricardo Rodriguez

0%

Daniel Caligiuri

0%

Jan Polak

0%

Stefan Kutschke

10%

Abgegebene Stimmen: 21

Aufstellungen

Logo VfL Wolfsburg.

Trainer
Dieter Hecking

Benaglio – Träsch, Klose (78. Kutschke), Naldo, Rodriguez – Malanda (69. Polák), Luiz Gustavo – Perisic, Arnold (58. Caligiuri), De Bruyne - Olic

Logo FC Augsburg.

Trainer
Markus Weinzierl

Hitz – Phil, Callsen-Bracker, Klavan, Ostrzolek – Baier – Hahn, Altintop (80. Hong), Vogt, Werner (90. Mölders), Bobadilla (66. Esswein)

Spielstatistik

Aktion

VfL Wolfsburg

FC Augsburg

Tore

1

1

Torschüsse

10

12

Ballbesitz

55%

45%

Zweikämpfe gewonnen

50%

50%

Ecken

6

3

Abseits

0

4

Fouls

22

10

Gelbe Karten

1

1

Rote Karten

0

0

Gelb-Rote Karten

1

0

Zuschauer:  25.000 | Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Impressionen 26. Spieltag

Keine Artikel in dieser Ansicht.