VFL Wolfsburg

Eintracht Braunschweig - VfL Wolfsburg

VfL trennt sich mit 1:1 (0:1) von Eintracht Braunschweig.

Ohne Sieger endete am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga das Derby zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig. 1:1 (0:1) trennten sich Niedersächsischen Teams in einer umkämpften Partie, in der die Wölfe nach 35 Minuten durch Luiz Gustavo verdient in Führung gingen. Nach dem Seitenwechsel war es Karim Bellarabi, der auf Seiten der Braunschweiger zum Ausgleich traf und somit für den Endstand sorgte. Der VfL rutscht nach der Punkteteilung einen Platz in der Tabelle nach unten und steht nun hinter Mainz 05 auf Rang sechs.

Musste Dieter Hecking gegen den FC Bayern München aufgrund einer Gelbsperre noch auf Luiz Gustavo verzichten, konnte der VfL-Cheftrainer in Braunschweig wieder auf seinen Stabilisator im Mittelfeld zurückgreifen. Erwartungsgemäß rückte der Brasilianer zurück auf seine angestammte Sechser-Position. Maximilan Arnold agierte folgerichtig wieder in der offensiven Dreierreihe, in der Ivan Perisic weichen musste. Auf Seiten der Gastgeber gab es zwei Änderungen im Vergleich zum 2:2 in Stuttgart zu vermelden. Für Marc Pfitzner spielte im defensiven Mittelfeld Mirko Boland. Im offensiven Mittelfeld ersetzte Omar Elabdellaoui Harvard Nielsen.

Graphik mit derm Spielergebnis, den Logos der Teams sowie den beiden Torschützen.

Wölfe kontrollieren das Spiel

Wie viel Prestige in der Begegnung der beiden Nachbarn steckte, war von Beginn an auf dem Rasen zu spüren. Viel Tempo und intensive Zweikämpfe prägten die Partie auf beiden Seiten. Aggressiv liefen die Gastgeber die Wölfe, die das Ballbesitzverhältnis früh zu ihren Gunsten gestalteten, an und versuchten, Grün-Weiß zu Fehlern zu zwingen. Nach den ersten, etwas hektischen Minuten beruhigte sich die Partie jedoch zunehmend und der VfL übernahm mehr und mehr das Kommando. Über die Außen suchte die Hecking-Elf den Weg zum Tor und brachte den Ball nach sechs Zeigerumdrehungen erstmals gefährlich in den Strafraum. Eine Ochs-Hereingabe erreichte Bas Dost in der Mitte, dessen Schuss jedoch noch von Ermin Bicakcic geblockt werden konnte. Auch Braunschweig näherte sich zu diesem Zeitpunkt immer wieder dem VfL-Strafraum an, konnte Diego Benaglio aber nicht in ernsthafte Bedrängnis bringen. Ebenfalls nicht eingreifen musste Benaglios Gegenüber Daniel Davari in der 16. Minute, als Slobodan Medojevic  aus 18 Metern mit links am Kasten vorbei zielte.

Gustavo hellwach vor der Pause

Gestaltete sich die Anfangsphase noch recht ausgeglichen wurde das Feldübergewicht der Wölfe in der Folge immer deutlicher. Nach einer guten Kombination auf links über Luiz Gustavo, Ricardo Rodriguez und Kevin De Bruyne fehlten Dost in der Mitte nur Zentimeter, um den Ball aufs Tor zu bringen. Überhaupt lief auffällig viel über den linken Flügel, auf dem Dieter Hecking De Bruyne vor Rodriguez aufgeboten hatte. Der VfL erhöhte nun den Druck. Mehrfach segelte die Kugel von außen in den Sechzehner der Löwen, doch noch fehlte es den Hereingaben an der entscheidenden Präzision. Ähnlich verhielt es sich mit den Standards: gleich drei Mal konnten sich die Grün-Weißen im Bereich vor dem Strafraum den Ball zurechtlegen, drei Mal blieb selbiger an einem Gelb-Blauen hängen. Doch die Gäste ließen sich nicht beirren und versuchten es weiter – mit Erfolg.

Zehn Minuten vor dem Pausenpfiff schritt Rodriguez Richtung Eckfahne. Seinen scharfen Eckball brachte Naldo in der Mitte mit einem wuchtigen Kopfball aufs Tor. Eine starke Davari-Reaktion verhinderte den Treffer zwar zunächst, doch Luiz Gustavo zeigte sich handlungsschneller als alle anderen und drückte das Leder schließlich doch noch hinter die Linie. Die verdiente Führung für den VfL, der den BTSV zu diesem Zeitpunkt hervorragend im Griff hatte und auch bis zum Seitenwechsel nichts mehr zuließ und die Führung mit in die Kabine nahm.    

Bellarabi gleicht aus

Scheinbar noch mit den Gedanken bei der Halbzeitansprache mussten die Wölfe früh nach dem Wiederanpfiff einen Rückschlag hinnehmen. Nach einem Ballverlust am Braunschweiger Sechzehner trugen die Gastgeber die Kugel über rechts nach vorne. An der Grundlinie brachte Kumbela zu wenig bedrängt den Ball auf den Elfmeterpunkt, wo Karim Bellarabi vor Ochs an den Ball kam und direkt mit dem Innenrist vollendete – keine Chance für Diego Benaglio (48.). Grün-Weiß zeigte sich zunächst jedoch wenig beeindruckt vom Gegentreffer. Erst sorgte ein Freistoß aus dem Halbfeld von Rodriguez für Gefahr (52.) – Davari blieb lange stehen und klärte per Fußabwehr. Vier Minuten später flankte Caligiuri in den Sechzehner, wo Dost aber leider nicht mehr hundertprozentig hinter den Ball kam und über das Tor köpfte.
 
Trotz allem war die Eintracht mit dem Treffer zurück im Spiel und konnte dieses nun auch wieder ausgeglichener gestalten. Selbstbewusster im Auftreten kam die Mannschaft von Torsten Lieberknecht wieder öfter in Sechzehnernähe. Boland versuchte es zunächst aus der Distanz (63.), doch Benaglio war genauso zur Stelle, wie fünf Minuten später, als wieder Boland nach einer Flanke von rechts vor dem Gehäuse auftauchte. Dieter Hecking versuchte indes,mit zwei personellen Änderungen wieder mehr Zugriff aufs Spiel zu erlangen. Für Caligiuri kam Ivica Olic in die Partie, der wenig später die Position in vorderster Front besetzte, als Dost für Perisic den Platz verließ. Die Wechsel läuteten eine Schlussphase ein, die auf beiden Seiten von Vorsicht geprägt war. Immer wieder wurde dem Spiel nun von Unterbrechungen – Spielerwechsel oder kleineren Fouls – der Fluss genommen. Keines der Teams brachte sich noch einmal aussichtsreich in Position. Am Ende blieb es daher beim 1:1, das nach einer starken ersten Hälfte der Wölfe und einer kämpferisch geführten zweiten Halbzeit der Braunschweiger durchaus in Ordnung ging. 

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Diego Benaglio

0%

Patrick Ochs

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Robin Knoche

0%

Naldo

0%

Ricardo Rodriguez

0%

Slobodan Medojevic

0%

Luiz Gustavo

25%

Kevin De Bruyne

8%

Maximilian Arnold

0%

Daniel Caligiuri

8%

Bas Dost

33%

Ivica Olic

8%

Ivan Perisic

0%

Marcel Schäfer

17%

Abgegebene Stimmen: 12

Aufstellungen

Trainer
Torsten Lieberknecht

Davari - Reichel, Bicakcic, Correia, Kessel - Theuerkauf, Boland (77. Pfitzner) – Bellarabi (81. Nielsen), Hochscheidt, Elabdellaoui – Kumbela (90. Ademi)

Logo VfL Wolfsburg.

Trainer
Dieter Hecking

Benaglio - Ochs, Knoche, Naldo, Rodriguez - Medojevic, Gustavo - De Bruyne (85. Schäfer), Arnold, Caligiuri (72. Olic) – Dost (76. Perisic)

Spielstatistik

Aktion

Eintracht Braunschweig

VfL Wolfsburg

Tore

1

1

Torschüsse

8

11

Ballbesitz

37%

63%

Zweikämpfe gewonnen

48%

52%

Ecken

3

4

Abseits

2

0

Fouls

14

21

Gelbe Karten

1

4

Rote Karten

0

0

Gelb-Rote Karten

0

0

Zuschauer:  23.325 | Schiedsrichter: Dr. Felix Brych

Impressionen 25. Spieltag

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