VFL Wolfsburg

18. Spieltag

VfL Wolfsburg - Hannover 96

Naldo verteidigt den Ball in der Luft.

VfL unterliegt Hannover 96 mit 1:3 (1:1)

Zum Start ins Fußballjahr 2014 musste der VfL Wolfsburg am 18. Bundesliga-Spieltag einen Rückschlag hinnehmen. Gegen Hannover 96 verloren die Wölfe trotz des achten Saisontreffers von Ivica Olic zum zwischenzeitlichen Ausgleich (35. Minute) mit 1:3 (1:1). Für die Gäste von der Leine trafen Artjoms Rudnevs (28.) und Leonardo Bittencourt (50., 72.). In der Tabelle bleibt der VfL trotz der zweiten Heimniederlage dieser Spielzeit vorübergehend Fünfter, kann jedoch im weiteren Verlauf des Wochenendes sowohl von Hertha BSC als auch vom FC Schalke 04 noch überflügelt werden.

Logos VfL Wolfsburg und Hannover 96, mit dem Ergebnis 1:3 für Hannover 96 und den Torschützen der Partie.

Mit De Bruyne in der Startelf

Kevin De Bruyne führt den Ball.Bereits auf der Pressekonferenz unter der Woche hatte VfL-Cheftrainer Dieter Hecking angedeutet, Winter-Zugang Kevin De Bruyne gleich von Beginn an einzusetzen. Anders als beim 2:2 im Hinrundenfinale in Gladbach blieb dafür Daniel Caligiuri zunächst draußen. Außerdem kehrte Christian Träsch nach seiner Fußverletzung und einer überstandenen Magen-Darm-Grippe für den ohnehin gelbgesperrten Patrick Ochs auf die Rechtsverteidigerposition zurück. Auf Seiten der Hannoveraner gab es gleich mehrere Änderungen: Der neue Chefcoach Tayfun Korkut tauschte im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Freiburg, bei der noch Mirko Slomka das Team betreute, fünfmal durch. Für Leon Andreasen, Edgar Prib, Valmir Sulejmani, Salif Sane und Steven Cherundolo begannen Manuel Schmiedebach, Christian Schulz, Neuzugang Rudnevs, Szabolcs Huszti und Hiroki Sakai.

Rudnevs eiskalt, aber Olic staubt ab

Bei klirrend kalten minus zehn Grad in der Volkswagen Arena entwickelte sich vom Anpfiff weg ein spannendes Nachbarschaftsduell, in dem die Grün-Weißen sofort aufs Tempo drückten. Ein erster Torschuss von Diego rauschte noch relativ deutlich vorbei (7.), knapper wurde es da schon bei den Hereingaben von De Bruyne (8.) und Ricardo Rodriguez (11.), die jeweils um Haaresbreite einen Abnehmer verpassten. Der VfL präsentierte sich sehr ballsicher und kombinationsstark, erarbeitete sich so immer größere Feldvorteile und drängte die Roten immer weiter zurück an den eigenen Sechzehner. Naldo mit einem abgefälschten Freistoß (17.) und der sehr agile Diego mit einem Schlenzer (24.) fanden ihren Meister jeweils in 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler.

Ivica Olic sprintet zum Ball.Die Gäste aus der niedersächsischen Landeshauptstadt kamen erst Mitte des ersten Durchgangs etwas besser ins Spiel und zu längeren Ballpassagen, prompt gingen sie dann allerdings mit ihrer ersten echten Torchance in Führung. Rudnevs und Mame Diouf überwanden die sehr weit aufgerückte Abwehrkette der Wölfe mit einem Doppelpass an der Mittellinie und der Lette hatte freie Fahrt. Allein vor Diego Benaglio blieb der zwölffache Torschütze der Vorsaison eiskalt und erzielte seinen ersten Treffer im 96-Trikot (28.). Die Wölfe zeigten sich jedoch kaum geschockt und blieben ihrer spielerischen Linie treu: Olic im Fallen spitzelte eine Rodriguez-Flanke nur wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (33.). Kurz darauf aber stand der Kroate goldrichtig. Maximilian Arnold fasste sich ein Herz von der rechten Strafraumkante, Zieler parierte zwar noch, doch der Ball prallte direkt zu Olic, der den Fuß hinhielt – 1:1 (35.)!

Zwar kamen in der Folge Lars Stindl (40.) und Diouf (44.) für Hannover noch zu zwei Torabschlüssen, dennoch aber schmeichelte der Halbzeitstand den Gästen, was auch bei einem Blick auf die Statistiken des ersten Durchgangs deutlich wurde: 15:4 Torschüsse und weit über 60 Prozent Ballbesitz für den VfL sprachen da eine klare Sprache.

Bittencourt schockt den VfL

Bittencourt erzielt das 2:1.Der zweite Spielabschnitt begann mit einem gefährlichen Freistoß von Huszti, der sich über die Mauer senkte aber knapp am rechten Pfosten vorbeistrich (49.). Als sich jedoch Diego und Slobodan Medojevic bei der Ausführung eines Freistoßes in der eigenen Hälfte nicht ganz einig waren, Diouf schnell schaltete und den gestarteten Bittencourt einsetzte, sahen sich die Wölfe zum zweiten Mal einem Rückstand hinterherrennen (50.). Wieder war der VfL um eine schnelle Antwort bemüht, Diegos Aufsetzer aber parierte Zieler sicher (53.). Ein Fehlpass im Spielaufbau brachte zehn Minuten später De Bruyne in Position, doch der Belgier schoss knapp drüber.

Insgesamt zeigte sich Hannover in der Defensive nun deutlich besser sortiert, die Roten machten die Räume wesentlich enger und erschwerten es den Hausherren zusehends, klare Chancen herauszuspielen. Auf der anderen Seite war 96 bei schnellen Gegenzügen stets gefährlich – Benaglio rettete gegen den auf dem linken Flügel völlig freistehenden Bittencourt (69.). Nur drei Minuten später aber blieb der im Sommer aus Dortmund gekommene Deutsch-Brasilianer Sieger und markierte das 1:3 aus Sicht der Wölfe.

Die Grün-Weißen warfen in der Schlussphase anschließend noch einmal alles nach vorne, wieder hatte Diego kein Glück, als er es diesmal mit einem direkten Freistoß versuchte (80.). Auch der eingewechselte Ivan Perisic zielte aus der Distanz zu ungenau (84.) und als der von Dieter Hecking ebenfalls neu ins Spiel gebrachte Bas Dost nach einer Ecke per Kopf an den Ball kam, das Leder sich aber einmal mehr knapp um den Pfosten drehte (87.) war klar, dass es zum Rückrundenauftakt die erste Niederlage nach zuvor neun ungeschlagenen Bundesliga-Spielen in Serie geben würde.

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Diego Benaglio

0%

Christian Träsch

7%

Ivan Perisic

3%

Naldo

0%

Robin Knoche

0%

Ricardo Rodriguez

14%

Luiz Gustavo

7%

Slobodan Medojevic

0%

Kevin De Bruyne

17%

Maximilian Arnold

10%

Diego

17%

Ivica Olic

14%

Bas Dost

10%

Abgegebene Stimmen: 29

Aufstellungen

Logo VfL Wolfsburg.

Trainer
Dieter Hecking

Benaglio – Träsch (61. Perisic), Naldo, Knoche, Rodriguez – Luiz Gustavo, Medojevic – De Bruyne, Arnold, Diego – Olic (69. Dost)

Logo Hannover 96.

Trainer
Tayfun Korkut

Zieler – H. Sakai, Marcelo, Hoffmann, C. Schulz – Stindl, Schmiedebach – Bittencourt (89. Prib), Huszti (83. Andreasen) – M. Diouf, Rudnevs (90.+2 Schlaudraff)

Spielstatistik

Aktion

VfL Wolfsburg

Hannover 96

Tore

1

3

Torschüsse

24

10

Ballbesitz

66%

34%

Zweikämpfe gewonnen

52%

48%

Ecken

7

3

Abseits

4

0

Fouls

14

17

Gelbe Karten

2

1

Rote Karten

0

0

Gelb-Rote Karten

0

0

Zuschauer:  28.139 (ausverkauft) | Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

Impressionen 18. Spieltag

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