VFL Wolfsburg

12. Spieltag

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund

Torjubel bei den Wölfen.

Wölfe schlagen den BVB mit 2:1 (0:1)

Auch am zwölften Bundesliga-Spieltag setzte der VfL Wolfsburg seine Siegesserie fort – und das mit 2:1 (0:1) gegen keinen geringeren Gegner als den Champions League-Finalisten Borussia Dortmund! Nachdem Marco Reus praktisch mit dem Pausenpfiff (45.+1) den Verlauf der Begegnung noch auf den Kopf gestellt hatte, drehten Ricardo Rodriguez (56.) und Ivica Olic (69.) das Spiel in Durchgang zwei. Mit dem nunmehr vierten Sieg in Serie setzte sich der VfL, vorübergehend auf Platz vier, endgültig im oberen Tabellendrittel fest und kann der anstehenden Länderspielpause nun entspannt entgegenblicken.

Logos VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund, mit dem Ergebnis 2:1 für Wolfsburg und den Torschützen der Partie.

Umkämpfte Partie mit leichten Vorteilen für Grün-Weiß

Spielszene im Sechzehner des BVB.Durch den verletzungsbedingten Ausfall Diegos sah sich VfL-Cheftrainer Dieter Hecking gezwungen, seine Elf auf einer Position zu verändern. Für den Brasilianer kam wie schon in Frankfurt Daniel Caligiuri ins Team. Beim BVB kehrte zum einen Mats Hummels an die Seite von Neven Subotic in die Innenverteidigung zurück, Sokratis blieb zunächst auf der Bank. Zum anderen musste auch Jürgen Klopp notgedrungen Jakub Blaszczykowski ersetzen – für den Polen begann Pierre-Emerick Aubameyang.

Vom Anpfiff weg war das Bemühen der Wölfe deutlich zu spüren, den Favoriten erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Sehr hoch verteidigend attackierten die Grün-Weißen die Borussen bereits tief in der eigenen Hälfte. Einen ersten Freistoß der Gastgeber aus dem Halbfeld brachte Rodriguez in Richtung Elfmeterpunkt, Roman Weidenfeller aber war zur Stelle (8.). Fast im Gegenzug kam Aubameyang, der sich zuvor im Duell mit Robin Knoche behaupten konnte, zum Abschluss, verzog jedoch knapp rechts unten (10.).

Slobodan Medojevic.Während die ganz großen Tormöglichkeiten noch auf sich warten ließen, ging es auf beiden Seiten beherzt in die Zweikämpfe. Dokumentiert wurde dies auch dadurch, dass Schiedsrichter Dr. Jochen Drees nach gut 20 Minuten bereits dreimal den gelben Karton gezückt hatte. Ivan Perisic vergab gegen die alten Kollegen derweil die beste Gelegenheit der Anfangsphase: Eine punktgenaue Flanke von Patrick Ochs beförderte der Kroate per Aufsetzer knapp neben den Kasten (22.). Spätestens als bei einer Volleyabnahme von Slobodan Medojevic – erneut auf Vorlage von Ochs – nur wenige Zentimeter fehlten (31.), wäre eine VfL-Führung durchaus verdient gewesen.

Gegen die engmaschige Deckung der Wölfe kam in Hälfte eins weder die Geschwindigkeit noch der Spielwitz der Dortmunder Offensive zur Geltung. Stattdessen immer wieder der VfL: Ochs prüfte Weidenfeller, doch der BVB-Schlussmann war auf dem Posten (34.). Bei den Schwarz-Gelben zielten indes Marcel Schmelzer (37.) sowie Robert Lewandowski (38.), jeweils nach einem ruhenden Ball, deutlich zu hoch. Als sich eigentlich schon alle im Stadion auf den Pausentee eingestellt hatten, das Spiel nur wegen einer längeren Verletzungsunterbrechung noch lief (Sokratis kam für Subotic), entschied Dr. Drees noch einmal auf Freistoß für die Borussia. Diese Chance ließ sich Reus nicht entgehen und zirkelte das Leder über die VfL-Mauer hinweg ins Netz (45.+1).

Rodriguez-Freistoß und Olic-Traumtor

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wurden aufgrund des Resultats die Räume für die Gäste zunächst etwas größer. Einige vielversprechende Konterchancen ließ der BVB aber relativ leichtfertig verstreichen. Bis sich Lewandowski an der Mittellinie den Ball eroberte, in der Mitte Henrikh Mkhitaryan fand und dieser zurücklegte auf Aubameyang: Knapp links vorbei (54.). Schon zwei Minuten später aber segelte ein Freistoß von Rodriguez durch den Sechzehner der Dortmunder, an Freund und Feind vorbei hinein ins Tor – Ausgleich!

Ivica Olic mit dem Torschuss zum 2:1.Von Minute zu Minute kamen die Wölfe in der Folge wieder besser hinein in die Begegnung, getragen auch von ihrer einmal mehr stimmgewaltigen Anhängerschaft, die in der Volkswagen Arena für eine tolle Atmosphäre sorgte. Als Caligiuri auf Rechtsaußen die Gasse zu Olic fand, der Angreifer nach innen zog, mit einem wunderschönen Schuss von der Strafraumkante den linken Innenpfosten fand und das Spielgerät im Dortmunder Netz zappelte (69.), erreichte die Stimmung ihren vorläufigen Höhepunkt. Der VfL hatte das Spiel gedreht, war kurz darauf aber im Glück, als Reus mit einem weiteren Freistoß nur das Lattenkreuz traf (72.).

Zehn Minuten vor dem Ende war für Bas Dost das Ende einer langen Leidenszeit endlich erreicht: Dieter Hecking brachte den Niederländer für den wieder einmal aufopferungsvoll kämpfenden Olic in die Partie. Dieser hätte bedient von Maximilian Arnold beinahe einen perfekten Einstand erlebt, wurde von Sokratis im letzten Moment aber noch am erfolgreichen Abschluss gehindert (86.).

Noch einmal war in der Schlussphase extrem viel Feuer drin in diesem Duell, ein ums andere Mal ging es im Sechzehner der Gastgeber hoch her, den Wölfen aber wäre beinahe noch der dritte Treffer gelungen. Perisic lief ein letztes Mal in Richtung Weidenfeller, schob den Ball im Fallen und behindert von Sokratis aber am Tor vorbei (90.+3). Der Abpfiff von Dr. Drees ging schließlich völlig unter im lautstarken grün-weißen Jubel.

Umfrage

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Diego Benaglio

3%

Patrick Ochs

21%

Naldo

1%

Robin Knoche

3%

Ricardo Rodriguez

30%

Luiz Gustavo

2%

Slobodan Medojevic

1%

Daniel Caligiuri

4%

Maximilian Arnold

3%

Ivan Perisic

4%

Ivica Olic

25%

Bas Dost

1%

Marcel Schäfer

1%

Jan Polak

0%

Abgegebene Stimmen: 210

Aufstellungen

Logo VfL Wolfsburg.

Trainer
Dieter Hecking

Benaglio – Ochs, Knoche, Naldo, Rodriguez – Medojevic, Luiz Gustavo – Perisic, Arnold (90. Polak), D. Caligiuri (86. M. Schäfer) – Olic (79. Dost)

Logo Borussia Dortmund.

Trainer
Jürgen Klopp

Weidenfeller – Großkreutz, Subotic (44. Sokratis), Hummels, Schmelzer – S. Bender (77. Duksch), Sahin – Aubameyang (77. Hofmann), Mkhitaryan, Reus – Lewandowski

Spielstatistik

Aktion

VfL Wolfsburg

Borussia Dortmund

Tore

2

1

Torschüsse

10

12

Ballbesitz

45%

55%

Zweikämpfe gewonnen

55%

45%

Ecken

5

2

Abseits

2

3

Fouls

13

19

Gelbe Karten

4

4

Rote Karten

0

0

Gelb-Rote Karten

0

0

Zuschauer:  30.000 | Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees

Impressionen 12. Spieltag

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