VFL Wolfsburg

34. Spieltag

Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg

Jan Polak köpft zum 1:0.

Eintracht Frankfurt und der VfL trennen sich 2:2 (1:2)

Was für ein Finale! Eine hochspektakuläre Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg endete am 34. Spieltag nach 90 nervenaufreibenden Minuten 2:2 (1:2). Jan Polak (8.) und Diego (19.) hatten die Wölfe früh in Führung gebracht. Ein Platzverweis gegen Makoto Hasebe entpuppte sich schließlich zum Wendepunkt in einer spannenden und spielerisch gutklassigen Begegnung. Nachdem Alex Meier den fälligen Strafstoß sicher verwandelte (36.) dauerte es allerdings bis zur allerletzten Spielminute, ehe Ricardo Rodriguez ein Eigentor unterlief und der Eintracht doch noch einen glücklichen Punktgewinn bescherte. Während ganz Frankfurt nach dem Schlusspfiff aus dem Häuschen war und den Einzug in die Europa League feierte, beendete der VfL die Bundesliga-Spielzeit 2012/2013 mit 43 Punkten auf Platz elf.

Logos Eintracht Frankfurt und VfL Wolfsburg mit dem Endergebnis der Partie. Unentschieden 2:2.

Fragwürdiger Platzverweis

Makoto Hasebe sieht die rote Karte.Dieter Hecking vertraute exakt jener Elf, die beim 3:3 gegen Borussia Dortmund vor einer Woche beinahe für eine faustdicke Überraschung gesorgt hätte. Bei der Eintracht hingegen kehrte Toptorschütze Meier nach ausgeheilter Bänderverletzung auf die Spielmacherposition zurück. Karim Matmour, der beim 1:1 in Bremen am vergangenen Spieltag noch zur Startformation gehörte, saß dafür zunächst auf der Bank.

Mitten hinein in die Europapokal-Euphorie der stimmungsvollen Commerzbank-Arena trat Rodriguez in Minute acht einen ersten Eckball. Polak stand am kurzen Pfosten völlig frei und köpfte die Kugel zur frühen VfL-Führung in die Maschen. Auch danach war Grün-Weiß zunächst stärker, kam über Vieirinha zur nächsten dicken Gelegenheit. Der Portugiese traf, bedient von Hasebe, aus spitzem Winkel nur das Lattenkreuz (13.). Kurz darauf hatte Takashi Inui allerdings gleich zweimal den Ausgleich auf dem Fuß, der Japaner schoss aber erst haarscharf vorbei (16.) und dann genau auf Diego Benaglio (19.). Besser machten es stattdessen wieder die Wölfe. Ivica Olic startete über Links und fand mit seinem Querpass Diego, der den Ball ins Netz spitzelte (19.).

Spätestens jetzt war der VfL hier eindeutig Herr im Haus. Hätte erneut Diego nach schönem Spielzug – Vieirinha spielte einen scharfen Flankenball nach innen, Ivan Perisic ließ geschickt durch – gar den dritten Treffer des Nachmittags erzielt, die Partie wäre womöglich nach einer halben Stunde entschieden gewesen. Der Brasilianer zögerte aber einen Tick zu lange und scheiterte dann am gut reagierenden Oka Nikolov. Bei einem schnellen Frankfurter Gegenstoß tauchte Inui erneut gefährlich im Wölfe-Strafraum auf, nutzte einen Körperkontakt und ging zu Boden. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied zum Entsetzen der Niedersachsen nicht nur auf Strafstoß, sondern zeigte Hasebe darüber hinaus den roten Karton. Eine grenzwertige Entscheidung, die den Spielverlauf natürlich maßgeblich beeinflusste. Meier jedenfalls ließ sich die Chance vom Punkt nicht entgehen (36.) und stellte den Anschluss her. Dieter Hecking indes reagierte sofort und brachte Christian Träsch für Perisic in die Partie. Bis zum Pausenpfiff passierte anschließend aber nichts mehr.

Rodriguez-Eigentor kurz vor Schluss

Durchgang zwei begannen die Hausherren erwartungsgemäß mit viel Dampf und großem Offensivdrang. Die nächste strittige Szene ließ daher nicht lange auf sich warten: Bamba Anderson setzte einen Kopfball nach einer Ecke gegen den linken Pfosten. Den Abpraller brachte Marco Russ zwar im VfL-Tor unter, der an die Eintracht verliehene Wölfe-Profi wurde aber aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen (49.).

Daraufhin allerdings beruhigte sich das Spielgeschehen wieder. Die Wölfe verstanden es, die Adler weitestgehend vom eigenen Sechzehner fernzuhalten und blieben insbesondere über Vieirinha, Olic und Diego stets brandgefährlich. Schon 77 Minuten waren gespielt, als Olic im letzten Moment noch von Russ am Abschluss gehindert wurde. Zuvor hatte Vieirinha den Kroaten mit einem tollen Zuspiel in Szene gesetzt. Noch einmal drang Inui in den Strafraum ein und schoss aus spitzem Winkel, doch Benaglio war aufmerksam und faustete den Ball aus der Gefahrenzone (88.), der Nachschuss von Sebastian Rode brachte nichts ein. Ausgerechnet als die Commerzbank-Arena in ihren Grundfesten erbebte – der späte Leverkusener Siegtreffer in Hamburg sorgte für grenzenlosen Jubel in Rot-Schwarz-Weiß – schlug der eingewechselte Pirmin Schwegler einen letzten weiten Flankenball. Ein Missverständnis zwischen Rodriguez und Benaglio führte dabei fast mit dem Schlusspfiff zum späten Frankfurter Ausgleich. Rodriguez schließlich köpfte die Kugel ins eigene Tor.

Umfrage

Wähle den Spieler des Tages!

Diego Benaglio

12%

Naldo

3%

Robin Knoche

2%

Ricardo Rodriguez

5%

Slobodan Medojevic

0%

Jan Polak

12%

Vieirinha

11%

Alexander Madlung

2%

Ivan Perisic

0%

Christian Träsch

0%

Diego

45%

Ivica Olic

6%

Ferhan Hasani

3%

Abgegebene Stimmen: 66

Aufstellungen

Logo Eintracht Frankfurt.

Trainer
Armin Veh

Nikolov (66. Özer) – Jung, Zambrano (59. Schwegler), Anderson, Oczipka (46. Djakpa) – Rode, Russ – Aigner, Meier, Inui – Lakic

Logo VfL Wolfsburg.

Trainer
Dieter Hecking

Benaglio – Hasebe, Naldo, Knoche, Rodriguez – Medojevic, Polak – Vieirinha (89. Madlung), Perisic (37. Träsch), Diego – Olic (81. Hasani)

Spielstatistik

Aktion

Eintracht Frankfurt

VfL Wolfsburg

Tore

2

2

Torschüsse

13

9

Ballbesitz

54%

46%

Zweikämpfe gewonnen

49%

51%

Ecken

6

9

Abseits

5

3

Fouls

20

14

Gelbe Karten

3

1

Rote Karten

0

1

Zuschauer: 51.500 | Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)

Impressionen 34. Spieltag

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