VFL Wolfsburg

14. Spieltag

Borussia M´gladbach gegen VfL Wolfsburg

Diego im Zweikampf gegen zwei Gegenspieler.

Wölfe unterliegen bei der Borussia mit 0:2 (0:2).

Wie schon Ende September brachte die englische Woche in der Fußball-Bundesliga nichts Zählbares für die Wölfe. Auswärts bei der Gladbacher Borussia unterlag die Köstner-Elf am Mittwochabend trotz einer engagierten und vor allem offensivfreudigen Vorstellung äußerst unglücklich mit 0:2 (0:2). Für die Fohlen trafen in Hälfte eins Arango (11.) und Jantschke (44.) ins Tor. Zwar vermochte es dieses Resultat keineswegs, die tatsächlichen Kräfteverhältnisse der Begegnung am Niederrhein abzubilden, die Leistung der VfL-Profis indes, bietet durchaus Anlass für Optimismus im Hinblick auf das anstehende Heimspiel am Sonntag gegen den Hamburger SV.

Logos VfL Wolfsburg und Werder Bremen mit dem Endstand der Partie. Wolfsburg und Bremen trennen sich 1:1.

Träsch für Josué

Aufgrund der Gelbsperre von Josué notgedrungen, musste VfL-Coach Lorenz-Günther Köstner erstmals seit Dienstantritt seine Anfangself auf einer Position verändern. Für den Brasilianer rückte Christian Träsch neben Jan Polák auf die Doppelsechs. Ansonsten aber blieb in puncto Startaufstellung alles beim Alten.

Bei gespenstischer AtmosHasebe beim Flankenversuch.phäre im Gladbacher BORUSSIA-PARK – ausgelöst durch den gemeinschaftlichen Fanprotest in allen Bundesligastadien während der ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden am 14. Spieltag – verlagerte Grün-Weiß das Spielgeschehen praktisch vom Anpfiff weg in die Spielhälfte der Hausherren. Engagiert in der Zweikampfführung und variabel im Offensivspiel setzten die Wölfe den Fohlen schon früh in der Partie zu und kamen in Minute zehn zu einer ersten guten Gelegenheit. Im Anschluss an eine von Diego mit viel Schnitt nach innen gebrachte Ecke musste Domínguez nach einem Kopfball von Bas Dost für seinen bereits geschlagenen Schlussmann eingreifen und das Leder aus der Gefahrenzone befördern. Buchstäblich aus dem Nichts wuchtete anschließend Arango einen lang geschlagenen Nordtveit-Ball in die Maschen. Der Venezolaner jagte die Kugel am linken Strafraumeck mit dem linken Außenspann volley am chancenlosen Diego Benaglio vorbei ins Wolfsburger Netz (11.).

Ein klarer Fall von Sonntagsschuss also am Mittwochabend, woraufhin sich der VfL erst einmal sammeln musste. Es dauerte daher eine knappe Viertelstunde, bis nach einem Kopfball von Makoto Hasebe und einem Dost-Versuch aus spitzem Winkel (jeweils 25.) die Statistiker die nächsten Abschlüsse der Niedersachsen notieren konnten. Beide allerdings stellten ter Stegen vor keine allzu großen Probleme. Als nächstes probierte sich Diego aus der Distanz mit einem durchaus gefährlichen Aufsetzer (36.). Haarscharf setzte der Spielmacher drei Zeigerumdrehungen später auch noch einen Freistoß aus zentraler Position neben den Gladbacher Kasten (39.) – der Ausgleich wäre selbstredend längst der gerechte Lohn für einen in der ersten Hälfte über weite Strecken dominanten Wolfsburger Auftritt bei der Borussia gewesen.

Stattdessen aber gelang der Elf vom Niederrhein mit dem dritten Torschuss noch vor dem Seitenwechsel der zweite Treffer des Abends. Der allererste Eckstoß der Schwarz-Weiß-Grünen, getreten von Nordtveit, fand verlängert von Arango Jantschke am zweiten Pfosten, der zum 2:0 einschoss (44.). Fast hätte Ivica Olić nach Kopfball-Ablage von Dost umgehend den Anschluss hergestellt. Die Borussia jedoch bekam noch ein Bein dazwischen (45.), weshalb es mit dem aus VfL-Sicht mehr als unglücklichen Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine ging.

Anrennende WölfeOlic im Kampf um den Ball gegen Jantschke.

Fast hätte Durchgang zwei ebenso schlecht begonnen wie der erste zuvor geendet hatte, Herrmann konnte die Riesenchance nach Vorlage von Rupp aber glücklicherweise nicht nutzen (48.). Wenig später musste Benaglio nach einem Distanzschuss Nordtveits alles aufbieten, um die Kugel noch aus dem Eck zu kratzen (51.). Auf der Gegenseite strich ein Kopfball von Dost nach punktgenauer Hasebe-Flanke nur Zentimeter am Torgestänge vorbei (52.). Als sich Gladbachs Youngster Rupp dann aus der Entfernung ein Herz fasste, hatte die Borussia acht Minuten nach der Pause schon genauso oft auf den VfL-Kasten geschossen wie in der gesamten ersten Spielhälfte. Die Wölfe ihrerseits drängten nun mit Macht nach vorne und wussten dabei durchaus auch spielerisch zu gefallen. Angetrieben von Diego belagerten die Grün-Weißen den gegnerischen Sechzehner, versuchten vornehmlich nach Flanken zum Erfolg zu kommen.

Es dauerte unterdessen aber eine ganze Weile, bis die nächste Tormöglichkeit dabei heraussprang. Diese bot sich dem eingewechselten Jönsson, den das Leder auf Umwegen erreichte. Der Schwede traf den Ball aber nicht mit voller Kraft, weshalb ter Stegen wenig Mühe hatte, das Spielgerät unter sich zu begraben (73.). Der ebenfalls neu in die Begegnung gekommene Vieirinha leitete den nächsten gefährlichen Vorzug der Wölfe ein, Dost in Rücklage allerdings, köpfte drüber (77.). Der Niederländer war es auch, der kurz darauf die beste Gelegenheit zum Anschlusstreffer besaß. Eine gefühlvolle Hereingabe von Diego hatte Jönsson mit dem Hinterkopf verlängert, der Linksschuss des Torjägers prallte gegen den Außenpfosten (78.).

Kurzum: Es war einfach kein glücklicher Abend für den VfL. Sonst hätte Jantschke einen von Marcel Schäfer scharf getretenen Flachpass vielleicht auch nicht knapp vorbei, sondern ins eigene Tor gelenkt (83.). Wäre Nordtveit in der Nachspielzeit noch der dritte Treffer für die Gastgeber gelungen, es hätte wohl zum Spielverlauf dieses Abends gepasst. Weil der Norweger aus der Distanz aber nur ans Aluminium schoss, blieb es letztendlich beim 0:2.

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Diego Benaglio

37%

Fagner

0%

Naldo

0%

Simon Kjær

20%

Naldo

0%

Marcel Schäfer

0%

Jan Polák

0%

Christian Träsch

0%

Makoto Hasebe

11%

Diego

20%

Ivica Olić

0%

Bas Dost

3%

Srjdan Lakić

0%

Vieirinha

6%

Rasmus Jönsson

3%

Abgegebene Stimmen: 35

Aufstellungen

Trainer
Lucien Favre

ter Stegen – Jantschke, Stranzl, Domínguez, Wendt – Nordtveit, Marx – Rupp, Arango (89. Brouwers) – Herrmann (72. Mlapa), de Camargo (81. Hanke)

Logo VfL Wolfsburg.

Trainer
Lorenz-Günther Köstner

Benaglio – Fagner (80. Lakić), Naldo, Kjær, Schäfer – Polák, Träsch (59. Vieirinha) – Hasebe, Diego, Olić (69. Jönsson) - Dost

Spielstatistik

Borussia M'gladbach

Aktion

VfL Wolfsburg

2

Tore

0

12

Torschüsse

17

39%

Ballbesitz

61%

47%

Zweikämpfe gewonnen

53%

2

Ecken

8

2

Abseits

4

11

Fouls

16

1

Gelbe Karten

2

0

Rote Karten

0

Zuschauer: 39.000 | Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

 

Impressionen 14. Spieltag

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