VFL Wolfsburg

18. Spieltag

VfL Wolfsburg gegen 1. FC Köln

Christian Träsch, Torschütze Sebastian Polter und Giovanni Sio freuen sich über den Treffer.

VfL schlägt 1. FC Köln zum Rückrundenauftakt durch ein Polter-Tor mit 1:0

Der VfL Wolfsburg hat das neue Bundesliga-Jahr mit einem Heimsieg begonnen. Im ersten Spiel der Rückserie gewannen die Grün-Weißen am Samstagnachmittag vor 27.000 Zuschauern in der Volkswagen Arena gegen den 1. FC Köln mit 1:0 (0:0). Wie schon im Hinrundenfinale gegen Stuttgart war es Youngster Sebastian Polter, der in einer vom VfL klar dominierten Partie für den Siegtreffer sorgte (78.). In der Tabelle verbesserte sich das Team von Felix Magath an den Kölnern vorbei um drei Plätze auf den neunten Rang.

Vereinslogos VfL Wolfsburg und 1. FC Köln mit dem Endstand der Partie. Der VfL Wolfsburg gewinnt das Spiel mit 1 zu 0.

Vier Neue in der Startformation

Welcher Neuzugang würde bei Anpfiff auf dem Platz stehen? So lautete die große Frage vor der Partie. Felix Magath entschied sich für vier der Neuen und schenkte sowohl Felipe Lopes und Ricardo Rodriguez in der Verteidigung als auch Petr Jiracek und Offensivmann Vieirinha das Vertrauen. Letzterer bildete gemeinsam mit Koo Ja-Cheol die Angriffsformation. Mario Mandzukic war aufgrund einer Lungenverletzung nicht mit dabei.

Die Grün-Weißen starteten genau, wie die Fans es sich wünschten: energisch in den Zweikämpfen und direkt mit Zug zum Tor. Drei Minuten waren vorbei, als Koo Ja-Cheol sich auf rechts behauptete und auf seinen Kapitän legte. Aus 16 Metern rauschte der Träsch-Schuss am rechten Pfosten vorbei. Noch knapper war es bei Ashkan Dejagah, dessen Abschluss von der Strafraumkante abgefälscht und so zu einer gefährlichen Bogenlampe wurde (5.). Große Aufregung dann drei Umdrehungen später: Eichner hielt Dejagah im Strafraum. Der VfL-Angreifer ging zu Boden, doch ließ der Unparteiische ebenso weiterspielen wie in Minute zwölf, als dieses Mal Schäfer im Sechzehnmeterraum nach einem Zweikampf mit Brecko zu Fall kam. Zwei enge Entscheidungen also gegen den VfL gleich in den ersten Minuten. Beirren ließen sich die Wölfe allerdings nicht, sondern spielten vor allem über die Außenbahnen weiter munter nach vorn.

Dejagah sehr aktiv

Ashkan Dejagah im Zweikampf mit einem Kölner Spieler.Von Köln hatte man bislang nicht viel gesehen, dann aber wurde es plötzlich gefährlich. Einen gelupften Ball von Lukas Podolski musste Alex Madlung von der Linie bugsieren (21.). Hatte Diego Benaglio beim Herauseilen hier noch das Nachsehen gehabt, so zeigte er keine 60 Sekunden später dann all seine Klasse. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld tauchte Novakovic völlig frei vor ihm auf, kam an der Nummer eins der Grün-Weißen allerdings nicht vorbei. Das Spiel war nun etwas offener, doch sollte es nicht lange dauern, bis der VfL wieder einen Gang höher schaltete. Kurz vor dem Strafraum wurde Dejagah nur durch ein Foul gestoppt und forderte mit dem folgendem Freistoß Michael Rensing heraus. Auch Vieirinha konnte einige Male auf sich aufmerksam machen. Zweimal in kurzer Folge kam er von der Strafraumgrenze gefährlich zum Schuss (29./31.), nachdem er bereits in der achten Minute einen Kopfball knapp vorbei gesetzt hatte. Die letzte Chance vor der Pause vergab mit einem Drehschuss nach Vorarbeit von Rodriguez schließlich Koo (38.).

Bereits mit 6:1 Ecken waren die Wölfe in die Kabine gegangen, gleich nach Wiederbeginn kamen die siebte, achte und neunte obendrauf. Die Marschroute also blieb unverändert. Ein Rodriguez-Gewaltschuss aus gut 22 Metern strich gleich mal knapp am Tordreieck vorbei (50.). Doch auch der FC wurde wieder offensiver. Nach einem Konter über links kamen erst Clemens und gleich nach ihm wieder Podolski zum Abschluss. Beim VfL stürmte inzwischen Sebastian Polter, Vieirinha war für ihn in der Kabine geblieben. Eine weitere Änderung war beim Wetter zu verzeichnen: Wie aus Kübeln schüttete es mittlerweile über der Arena, was den Teams auf dem Rasen die Aufgabe nicht gerade erleichterte. Nach einer Stunde war das Eckball-Dutzend trotzdem schon voll.

Die bislang größte VfL-Chance des Spiels vergab dann Sebastian Polter. Wieder mal hatte sich Schäfer auf der linken Seite behauptet und spielte dem 20-Jährigen gut in den Lauf, doch bekam kurz vor dem Abschluss ein Kölner seinen Fuß noch dazwischen (65.). Passend dazu eine Szene um Christian Träsch, dessen Hereingabe von rechts genau auf der Latte landete (67.) – zur überfälligen Führung fehlten den Wölfen immer nur wenige Prozent.

Schon wieder: Polter besorgt das goldene Tor

Sebastian Polter feiert seinen Treffer und läuft mit offenen Armen zu seinen Mannschaftskollegen.Mit einem weiteren Neuzugang ging es in die Schlussviertelstunde. Für Koo Ja-Cheol brachte Chefcoach Felix Magath Giovanni Sio ins Spiel. Ehe der neue Mann aber eingreifen konnte, gab es erst mal eine Schrecksekunde, als Novakovic nach einem Überfall über die rechte Seite ganz allein vor Diego Benaglio stand. Zum Glück für Grün-Weiß aber jagte er den Ball übers Tor (76.). Den Wölfen war das Warnung genug, fast im Gegenzug griffen sie schon wieder an; Dejagah legte auf Sio, dessen Flachschuss Rensing irgendwie noch unter sich begrub (77.).

Eine Minute später dann war es endlich geschafft. Mustergültig flankte Christian Träsch von der rechten Seite in den Strafraum hinein, wo niemand sonst als jener Mann bereit stand, der schon im letzten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart den Bock hatte umstoßen können: Mit einem schulbuchmäßigen Kopfball besorgte Sebastian Polter das 1:0! Bange Minuten folgten, in denen Köln naturgemäß alles nach vorn warf. Eher als der Ausgleich hätte dennoch das 2:0 folgen müssen, als diesmal Sio auf Dejagah legte und die Nummer 24 den fast sicheren Treffer vergab (86.). Am Ende aber war es egal, da die Grün-Weißen den Vorsprung sicher über die Zeit bringen konnten und damit einen Sieg landeten, der allein deswegen schon hochverdient war, weil sie trotz des doppelten Elfmeterunglücks aus den ersten Minuten ohne Unterlass weiter Gas gegeben hatten.

Umfrage

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Diego Benaglio

1%

Felipe Lopes

2%

Marcel Schäfer

1%

Koo Ja-Cheol

0%

Josué

0%

Vieirinha

3%

Christian Träsch

3%

Alexander Madlung

1%

Petr Jiráček

3%

Ashkan Dejagah

26%

Jan Polak

2%

Ricardo Rodríguez

36%

Sebastian Polter

16%

Giovanni Sio

5%

Abgegebene Stimmen: 965

Aufstellungen

Logo VfL Wolfsburg.

Trainer
Felix Magath

Benaglio – Träsch, Madlung, Felipe Lopes, Rodriguez – Polák, Jiracek (79. Josue) – Dejagah, Schäfer – Koo (74. Sio), Vierinha (46. Polter)

Logo 1. FC Köln.

Trainer
Stale Solbakken

 

Rensing – Brecko, Pezzoni, Geromel, Eichner – Clemens (85. Roshi), Lanig (85. Ishak), Riether, Peszko (63. Jajalo) – Podolski – Novakovic

 

Spielstatistik

Tor: 1:0 Polter (78.)

Gelbe Karten:  Lopes / Jajalo, Eichner

Zuschauer: 27.057

Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)

Impressionen vom 18. Spieltag

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