VFL Wolfsburg

Wichtiger Dreier

19.03.2017

Wölfinnen verschaffen sich mit 2:0-Sieg im Topspiel gegen den FC Bayern Luft in der Tabelle.

Die VfL-Frauenmannschaft konnte am Sonntag einen großen Schritt zur Sicherung des zweiten Platzes in der Allianz Frauen-Bundesliga machen. Am 14. Spieltag bezwangen die Wölfinnen im Topspiel Zweiter gegen Dritter den FC Bayern München mit 2:0 (1:0).  Nur vier Tage nach dem 2:0-Sieg im DFB-Pokal-Viertelfinale in München waren die Grün-Weißen dieses Mal durch Treffer von Pernille Harder (14. Minute) und Isabel Kerschowski (84.) auch daheim im AOK Stadion mit diesem Ergebnis erfolgreich. Dadurch verbessert sich der VfL auf 35 Punkte in der Tabelle und baut sich ein kleines Polster auf den FCB auf Rang drei auf (31 Punkte). Spitzenreiter bleibt Turbine Potsdam (37 Punkte), das am Sonntag 5:0 bei Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach gewann.

Zwei Änderungen auf beiden Seiten

Im Vergleich zum Aufeinandertreffen am vergangenen Mittwoch veränderte VfL-Cheftrainer Ralf Kellermann seine Startelf auf zwei Positionen. Noelle Maritz rückte für Isabel Kerschowski auf die linke Außenposition in der Viererkette. Außerdem musste Vanessa Bernauer für Tessa Wullaert weichen, die auf dem rechten Flügel auflief. Auch die Gäste veränderten zwei Personalien in ihrer Anfangsformation. Ex-Wölfin Verena Faißt und Nicole Rolser machten Platz für Leonie Maier und die erst 16-jährige Sydney Lohmann.

Harder veredelt flotten Start

Vor 2.640 Zuschauern wollten beide Seiten einen frühen Treffer landen, agierten offensiv und überbrückten daher das Mittelfeld schnell. Ein erstes Raunen ging bereits nach vier Minuten durch das Stadion: Eine Flanke von Alexandra Popp wehrte Bayern-Schlussfrau Tinja-Rikka Korpela ungenügend ab, beim Nachschuss rutschte Wullaert der Ball aber über den Spann und ging weit über das Tor. Als nächstes versuchte es Sara Gunnarsdottir, deren Schuss aus 25 Metern sich fies senkte, von Korpela aber noch mit den Fingerspitzen zur Ecke geklärt werden konnte (10.). Lange sollte es aber nicht mehr bis zum ersten Treffer dauern: Bei einem weiten Ball von Babett Peter verschätzte sich FCB-Verteidigerin Gina Lewandowski und ließ so Harder über rechts entkommen, die durch die Beine von Korpela ihren ersten Bundesliga-Treffer erzielte (14.).

Dickenmann im Pech

Mittlerweile dominierten die Wölfinnen mit variablem Offensivspiel und hohen Spielanteilen deutlich die Partie. Doch auch die Gäste hatten vereinzelt Möglichkeiten. Einen von Nilla Fischer verursachten Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze setzte Katharina Baunach ein Stück über das VfL-Tor (17.). Nur kurze Zeit später allerdings hatten die Grün-Weißen die Riesenmöglichkeit auf 2:0 zu stellen. Caroline Hansen brachte den Ball von rechts flach vor das Tor, Lara Dickenmann hielt rund zwei Meter vor der Torlinie nur noch den Fuß hin, doch Korpela stand genau richtig und wehrte die Großchance ab (21.). Danach konnte sich der Puls erst einmal ein wenig auf dem Platz und den Rängen beruhigen. Die Wölfinnen behielten zwar bis zum Pausenpfiff die Kontrolle, große Torchancen blieben aber zunächst aus.

München wird stärker

Unverändert schickte Kellermann seine Mannschaft in den zweiten Durchgang, die sogleich zweimal zum Abschluss kam. Harder traf den Ball am Fünfmeterraum aber nicht richtig (47.), Hansen scheiterte aus sehr spitzem Winkel an Korpela (51.). Aber auch die Gäste aus München zeigten sich nach dem Seitenwechsel gewillt, mehr für die Offensive zu tun. Zwei Abschlüsse von Vivianne Miedema konnte VfL-Torfrau Almuth Schult aber sicher festhalten (59./61.).

Kerschowski macht den Deckel drauf

Durch die größer werdenden Offensivbemühungen des FCB eröffneten sich für die Wölfinnen zwangsläufig Kontermöglichkeiten. Eine davon nutzte Minuten vor Schluss die eingewechselte Kerschowski, die eine Hereingabe von Harder per Direktabnahme ins Bayerntor schweißte – ein sehenswerter Treffer (84.). Mit diesem verdienten Sieg im Topspiel gestalteten die Wölfinnen ihre Generalprobe vor dem Hinspiel im UEFA Women’s Champions League-Viertelfinale gegen Olympique Lyon am Donnerstag, 23. März (Anstoß um 20.15 Uhr, Tickets gibt es hier), erfolgreich und sind gut gerüstet für das nächste Highlight im AOK Stadion.

Ralf Kellermann: Dass das Spiel 2:0 ausgeht, ist fast ein Witz, da es auch 6:5 hätte ausgehen können. Ich glaube nicht, dass beide Mannschaften in den letzten Spielen so viele Torchancen zugelassen haben. Deswegen müssen wir sagen, dass wir defensiv gegen exzellente Bayern die Räume nicht geschlossen haben, aber wir auch offensiv im Konterspiel in der zweiten Halbzeit drei oder vier hochkarätige Chancen nicht ausgespielt haben. Wie so oft in Spitzenspielen war es dann so, wer in Führung geht, geht auch als Sieger vom Platz. Uns tut das extrem gut, wir halten Anschluss an Potsdam und freuen uns auf Donnerstag.

Die Stimmen auf Wölfe TV
 
Die Highlights auf Wölfe TV

VfL Wolfsburg:
Schult – Blässe, Fischer, Peter, Maritz – Wullaert (55. Bernauer), Gunnarsdottir, Popp, Dickenmann (70. Kerschowski) – Hansen, Harder (88. Mittag)

FC Bayern: Korpela – Abbe, Wenninger, Lewandowski – Baunach, Behringer, Däbritz (83. Lotzen), Maier (62. Wieder) – Lohmann, Rolfö (46. Rolser) – Miedema

Tore: 1:0 Harder (14.) 2:0 Kerschowski (84.)

Gelbe Karte: Fischer, Bernauer, Popp / Behringer

Zuschauer: 2.640 im AOK Stadion

Schiedsrichterin: Katrin Rafalski

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