VFL Wolfsburg

Weiter dabei

15.03.2017
Die Frauen des VfL Wolfsburg freuen sich und jubeln.

VfL-Frauen stehen nach 2:0-Triumph beim FC Bayern erneut im DFB-Pokal-Halbfinale!

Die Bundesliga-Frauen des VfL Wolfsburg stehen zum dritten Mal in Folge im Semifinale des DFB-Pokals. Im Viertelfinal-Duell am Mittwochabend siegte die Mannschaft von Ralf Kellermann beim FC Bayern München mit 2:0 (0:0). Ein Jokertreffer durch Tessa Wullaert (73.) sowie ein Eigentor von Gina Lewandowski (85.) brachten in einer engen, aber vom VfL klar dominierten Partie den grün-weißen Erfolg. Für den doppelten Titelverteidiger war es bereits der 13. Sieg im Wettbewerb hintereinander. Ausgespielt wird das Halbfinale am 16. April. Zum Wiedersehen mit den Bayern kommt es direkt am nächsten Sonntag, 19. März (Anstoß um 17 Uhr, live auf Sport1), wenn die Kellermann-Elf den Deutschen Meister im AOK Stadion zum Bundesliga-Spitzenspiel empfängt.

Gunnarsdottir wieder dabei

Elise Bussaglia fiel mit einer Fußverletzung aus. Ansonsten konnte der VfL-Chefcoach zumindest auf alles Personal zurückgreifen, das ihm auch beim Kantersieg in Leverkusen zur Verfügung gestanden hatte. Zumal darüber hinaus Sara Gunnarsdottir ihre Muskelblessur auskuriert hatte, baute Kellermann seine Startelf im Vergleich zum Werksduell fünffach um. Neu dabei waren neben der Isländerin auch Isabel Kerschowski, Caro Hansen, Vanessa Bernauer und Alex Popp.

Wölfinnen schnell dominant

Knapp ein halbes Jahr war vergangen, seit die Wölfinnen die Bayern in der Bundesliga nach langer Zeit wieder geschlagen hatten. Dass sie daran anknüpfen wollten, merkte man ihnen gleich an. Eine frühe Drangphase des Gegners überstand Grün-Weiß souverän und legte schnell den Hebel um. Pernille Harder, von Anna Blässe per Flanke bedient, vergab mit dem Kopf (9. Minute) und sorgte nach einer halben Stunde wieder für einen Abschluss, als sie unverhofft aus spitzem Winkel an den Ball kam (31.). Auch wenn richtig große Chancen noch fehlten, dominierte der VfL inzwischen klar das Geschehen. Sara Gunnarsdottir bekam das Leder sogar über die Linie. Weil die Schiedsrichterin zuvor auf Foul an Tinja-Riikka Korpela entschied, durfte der Treffer aber nicht zählen (23.). Als Alex Popp Bayerns Torfrau dann noch mit einem Kopfball aus zentraler Lage zu einer Glanzparade zwang, konnten sich die Münchenerinnen über das 0:0 zur Pause endgültig nicht mehr beklagen.

Joker Wullaert sticht

Gleiches Bild zu Beginn des zweiten Durchgangs: Der VfL drückte, suchte vor dem Tor aber vergeblich die Lücke zum entscheidenden Pass. Gunnersdottir probierte es als erste (47.), ehe dann Lara Dickenmann sehenswert von links in die Mitte zog, mit ihrem Schuss aber zwei Meter über die Querstange traf (54.). Nach langer Zeit meldeten sich dann mal wieder die Bayern. Nicole Rolser hatte nach einem Gegenstoß plötzlich freie Bahn, schoss von der Strafraumkante allerdings drüber (66.). Die grün-weiße Antwort war eine Riesentorchance durch Harder, die nach klugem Dickenmann-Rückpass von der Grundlinie freistehend aus fünf Metern verzog (72.). Eine höchst ärgerliche Szene, doch statt zu hadern, griffen die VfL-Frauen einfach gleich wieder an. Diesmal mit Erfolg: In eine Flanke von Blässe steckte die eingewechselte Tessa Wullaert den Fuß und konnte Korpela und kurzer Distanz überwinden – 1:0 für Grün-Weiß (73.)!

Kerschowski erzwingt die Entscheidung

Das unwillkommene Szenario einer Verlängerung also schien erst mal abgewendet, nun galt es den Vorsprung nur noch zu verteidigen. Eine Schlussoffensive der Bayern, sie scheiterte indes alleine schon dran, dass die Wölfinnen sie überhaupt nicht zum Zug kommen ließen. Einzig ein Drehschuss von Sara Däbritz rief die aufmerksame Almuth Schult noch einmal auf den Plan (81.). Vier Minuten später war der verdiente Sieger dann aber schon gefunden. Über die linke Seite pirschte da Isabel Kerschowski uneinholbar davon und wollte eigentlich die lauernde Harder bedienen, zwang statt dessen mit ihrem scharfen Pass in die Mitte aber Gina Lewandowski zu einem Selbsttor (86.). Mit einem 2:0-Auswärtssieg beim Deutschen Meister – wie von Lena Goeßling im Halbzeitinterview richtig vorausgesagt – zogen erneut starke Wölfinnen damit eine Runde weiter.

„Hochverdient weitergekommen“

Ralf Kellermann: Bayern hat die ersten Minuten dominiert, aber nach einer Viertelstunde haben wir klar die Kontrolle übernommen. Nur das nötige Tor hat gefehlt. In der zweiten Halbzeit war es ähnlich. Bayern kam mit Schwung aus der Kabine. Dann aber haben wir uns bald Hochkaräter herausgespielt, sind drangeblieben und verdienterweise zum 1:0 gekommen. Anschließend haben wir nichts mehr anbrennen lassen und sind unterm Strich hochverdient weitergekommen. Für Sonntag erwartet uns nun ein ganz anderes Spiel, wir dürfen uns auf diesem Erfolg sicher nicht ausruhen. Aber natürlich gibt dieser Sieg und auch seine Art und Weise weiteres Selbstvertrauen.

Die Highlights auf Wölfe TV

Die Stimmen auf Wölfe TV

Das Spiel im Stenogramm

FC Bayern: Korpela – Abbe, Wenninger, Lewandowski – Baunach, Behringer, Däbritz, Faißt (76. Evans) – Rolser (79. Lotzen), Rolfö – Miedema

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Peter, Kerschowski – Hansen (61. Wullaert), Bernauer (70. Van Egmond), Gunnarsdottir, Dickenmann (80. Maritz) – Popp, Harder

Tore: 0:1 Wullaert (73.), 0:2 Lewandowski (86., Eigentor)

Gelbe Karte: Peter

Zuschauer: 465

Schiedsrichterin: Marina Wozniak (Herne)

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