VFL Wolfsburg

Nächster Sieg

09.05.2018
Die Wölfinnen jubeln.

VfL-Frauen gewinnen Spitzenspiel gegen Freiburg und können am Sonntag Meister werden.

Auf dem besten Weg zur Titelverteidigung: Der Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg ist in der Nachholpartie des 18. Spieltags in der Allianz Frauen-Bundesliga der nächste Sieg gelungen. Vor 1.508 Zuschauern im AOK Stadion schlugen die Wölfinnen den SC Freiburg mit 2:0 (2:0), qualifizierten sich damit bereits vorzeitig für die UEFA Women᾽s Champions League und können am kommenden Sonntag, 13. Mai (Anstoß um 14 Uhr, live bei Sport1, Telekom Sport und DFB-TV), im Heimspiel gegen die SGS Essen mit weiteren drei Punkten die vierte Meisterschaft einfahren. Die Tore gegen den Tabellendritten schossen unterdessen Pernille Harder (5.) und Ewa Pajor (33.).

Zwei Startelf-Änderungen

Nach dem 2:0-Erfolg beim 1. FFC Frankfurt am vergangenen Sonntag nahm VfL-Cheftrainer Stephan Lerch für das Duell gegen den Sport-Club zwei Veränderungen an der grün-weißen Startelf vor. Tessa Wullaert und Noelle Maritz liefen für Lara Dickenmann und Joelle Wedemeyer auf, die diesmal zunächst auf der Bank saßen.

Harder erzielt frühe Führung

Bei besten Temperaturen hatten die Wölfinnen überhaupt keine Probleme in das Spiel zu finden. Auf die erste Halbchance von Caroline Hansen nach zwei Minuten folgte bereits die frühe Führung. Nach einer feinen Kombination bekam Harder das Leder von Claudia Neto an der Strafraumkante zugespielt. Die Dänin zog in den Sechzehnmeterraum und hämmerte das Leder aus etwa zehn Metern zum 1:0 in die Maschen (5.). Auch danach ließ der VfL nicht nach. Diesmal versuchte es Harder aus etwa 22 Metern, schoss jedoch knapp über das SC-Tor (20.).

Zweikampf gegen eine Spielerin von Freiburg.

Wölfinnen legen nach

Die Freiburgerinnen, die anfangs durch den Druck der Wolfsburgerinnen kaum aus der eigenen Hälfte kamen, zeigten sich nach rund 25 Minuten erstmals in der Offensive, ohne sich jedoch eine zwingende Möglichkeit herauszuspielen. Besser machten es die Grün-Weißen: Harder steckte den Ball durch auf Hansen, die in den Strafraum zog und vor Torhüterin Maria Korenciova noch einmal quer auf Pajor passte. Aus wenigen Metern musste die Angreiferin das Spielgerät nur noch über die Linie schieben (33.). Noch vor dem Pausenpfiff hätte die Lerch-Elf das Ergebnis sogar weiter ausbauen können. Hansen, Pajor und Harder konnten den Ball allerdings nicht im Tor unterbringen (38., 41., 43.), weshalb es mit dem 2:0 in die Kabinen ging.

Schult pariert

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Wölfinnen gefährlich und kamen vor allem durch Hansen zum Abschluss. Doch zweimal konnte Korenciova stark parieren (46., 50.). Allerdings präsentierten sich die Gäste aus Freiburg nun ebenfalls mutiger. Besonders Klara Bühl tauchte häufiger vor dem VfL-Tor auf. Zunächst verzog die Offensivspielerin noch freistehend vor Almuth Schult (49.), anschließend scheiterte sie zweimal an der hervorragend reagierenden Wolfsburger Torhüterin (60., 63.). Während die VfL-Frauen das Ergebnis nun verwalteten und mögliche Konterchancen nicht optimal ausspielten, kam Freiburg zu einer weiteren guten Gelegenheit: Lina Magull köpfte eine Flanke über Schult, doch Nilla Fischer konnte noch vor der Linie klären (74.). Weil im Anschluss nichts mehr passierte, blieb es beim 2:0 für Grün-Weiß.

„Muss der Mannschaft Kompliment aussprechen“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Wir haben zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir es vor allem im Ballbesitz sehr gut gemacht, uns immer wieder durchkombinieren und gute Möglichkeiten herausspielen können. Natürlich kam uns entgegen, dass wir ein sehr frühes Tor erzielt haben, was uns in der Phase gepusht hat. In der zweiten Halbzeit hat Freiburg unheimlich viel Druck gemacht. Wir haben es nicht geschafft, Ruhe in unser Spiel zu bekommen und Chancen zugelassen. In der Phase hatten wir etwas Glück. Man hat aber unsere Mentalität gesehen, indem wir uns dagegengestemmt und das Spiel gewonnen haben. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, da wir uns in der dritten englischen Woche befinden und uns in der einen oder anderen Situation vielleicht etwas Frische gefehlt hat. Unterm Strich bin ich sehr zufrieden, dass wir gegen einen sehr starken Gegner gewinnen konnten.

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Maritz – Gunnarsdottir (46. Jakabfi), Neto – Hansen (82. Dickenmann), Harder, Wullaert (73. Kerschowski) – Pajor

SC Freiburg: Korenciova – Minge (46. Lahr), Schöne, Puntigam, Simon – Fellhauer (46. Petermann), Hegenauer – Simic (70. Kayikci), Magull – Bühl, Gwinn

Tore: 1:0 Harder (5.), 2:0 Pajor (33.)

Gelbe Karten: Fehlanzeige

Schiedsrichterin: Susann Kunkel (Hamburg)

Zuschauer: 1.508 am Mittwochabend im AOK Stadion

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