VFL Wolfsburg

„Hauptsache, gewonnen“

02.10.2017
Sara Gunnarsdottir vom VfL Wolfsburg am Ball gegen Duisburg.

VfL-Frauen halten sich am zu niedrigen Duisburg-Sieg nicht lange auf, sondern schauen nach vorn.

Nach zuvor 15 Toren aus den ersten drei Spielen wäre auch diesmal wieder ein Kantersieg möglich gewesen. Im Auswärtsspiel beim MSV Duisburg zeigten die Grün-Weißen im Grunde die gleiche Offensivwucht wie zuletzt auch. Statt sich unter der Vielzahl an Großchancen aber die besten für ein paar Treffer auszusuchen, bugsierten sie den Ball nur einziges Mal hinter die Linie. Und das noch auf eine Weise, dass es den Gegner hinterher umso mehr deprimierte. Unterm Strich stand nichtsdestotrotz ein hochverdienter Erfolg, der dem Doublegewinner für das ambitionierte Programm der kommenden Wochen weiteren Rückenwind gab. Die Stimmen zum Spiel:

Almuth Schult: Wenn man auf das Chancenverhältnis schaut, dann ist ein 1:0 fast schon zu wenig. Aber man weiß, wie der Fußball ist. Manchmal rollt der Ball irgendwie rein und man wird noch bestraft. Deshalb bin ich froh, dass es gereicht hat. Der Saisonstart ist natürlich grandios. Jetzt hoffen wir, dass wir die Leistung in der Champions League und im DFB-Pokal nahtlos fortsetzen können.

Babett Peter: Letztlich ging es nur darum, drei Punkte zu holen. Wir wollten herkommen, das Spiel dominieren und gewinnen. Das haben wir geschafft. Auch wenn wir heute viele Chancen liegengelassen haben, war es ein toller Start mit vielen Toren und noch ohne einen Gegentreffer. Damit können wir sehr, sehr zufrieden sein.

Sara Gunnarsdottir: Es ist immer schwierig gegen so defensive Gegner. Aber ich denke, wir haben einen guten Job gemacht und viele Chancen kreiert. Natürlich hätten wir öfter treffen müssen, gar keine Frage. Aber Hauptsache, wir haben gewonnen.

Ralf Kellermann: Es war ein hochverdienter Sieg unter sehr schwierigen Bedingungen. Der Platz war in keinem guten Zustand, was die Aufgabe viel schwieriger macht für das Team, das nach vorn spielen möchte. Trotz der defensiven Ausrichtung des MSV hatten wir aber genügend Chancen. Da haben wir es uns unnötig schwergemacht. Trotzdem überwiegend natürlich das Positive: Wir haben wieder gewonnen, die Weiße West gewahrt und insgesamt einen hervorragenden Start hingelegt.

Christian Franz-Pohlmann (Trainer MSV Duisburg): Es ist ärgerlich, durch was für ein Tor wir am Ende verlieren. Mir wäre es lieber gewesen, jemand hätte den Ball in den Winkel gejagt. Natürlich hatte Wolfsburg aber viele Chancen auf weitere Treffer. Deshalb Glückwunsch dem VfL zu einem verdienten Sieg. Auf die Leistung unserer Mädels bin ich dennoch sehr stolz.

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