VFL Wolfsburg

Fischer: „Mit Kontinuität zum Titel“

16.05.2017

VfL-Frauen bekommen am Sonntag im AOK Stadion die Schale überreicht.

Zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren haben die Wölfinnen die Deutsche Meisterschaft im Frauenfußball gewonnen. Am Sonntag, 21. Mai (14 Uhr, AOK Stadion), wird dem Team um Spielführerin Nilla Fischer nach dem letzten Spiel im Ligabetrieb gegen den FF USV Jena die Meisterschale übergeben. Natürlich wollen die Grün-Weißen die 7,1 Kilogramm schwere Trophäe unter dem Jubel vieler VfL-Fans in den Himmel strecken. Alle Freunde des Wolfsburger Frauenfußballs sind aufgerufen, der feierlichen Zeremonie beizuwohnen. Tickets für die Partie können im TicketOnlineshop, telefonisch über den Fanservice unter der Telefonnummer 05361 8903903, in der VfL-FanWelt in der City-Galerie Wolfsburg sowie am Spieltag an den geöffneten Stadionkassen erworben werden.

Vor dem letzten Liga-Spiel sprach VfL-Kapitänin Nilla Fischer, die 2013 vom Linköpings FC nach Wolfsburg wechselte, bereits mehr als 200 Länderspiele für ihr Heimatland Schweden absolviert hat und nun die zweite Meisterschaft mit den Wölfinnen gewinnt, über die Feier mit den Fans, das DFB-Pokalfinale und die kurze Sommerpause.

Nilla, was hat dieses Jahr den Unterschied gemacht, um die Meisterschaft wieder nach Wolfsburg zu holen?

Nilla Fischer: Der Unterschied liegt vor allem in der Kontinuität der Mannschaft. Der Großteil des Teams hat jetzt noch ein Jahr länger zusammengespielt. Zwar sind wir schwer in die Saison gekommen, nach der Winterpause ist es für uns dann aber sehr gut gelaufen. Wir hatten über die ganze Zeit eine gute Physis und wenn man so viele Spiele hintereinander gewinnt, dann funktionieren auch die Automatismen. Außerdem hat unser Trainerteam immer einen Plan, wie es uns bestens auf den nächsten Gegner vorbereiten kann, davon profitieren wir.

Mit bislang fünf erzielten Treffern hast du dich für eine Innenverteidigerin in dieser Saison sehr torhungrig gezeigt. Wie zufrieden bist du mit deiner persönlichen Leistung?

Fischer: Ich bin sehr zufrieden, denn ich denke, dass ich im Vergleich zur vergangenen Saison ein noch höheres Level erreicht habe. So ist es mir gelungen, nach Standardsituationen wie Ecken und Freistößen erfolgreich zu sein. Da ich als Abwehrspielerin eher seltener ein Tor erziele, freue ich mich umso mehr über meine fünf Saisontreffer. Wichtiger ist aber, dass wir als Mannschaft gewinnen.

Trotz der Dreifachbelastung aus Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal konntet ihr eine Serie von 13 Liga-Siegen in Folge hinlegen. Woher kommt diese Stärke?

Fischer: Wir konzentrieren uns auf jedes Spiel. Unser ganzer Fokus liegt auf dieser einen Partie, die ansteht oder die wir gerade bestreiten. Wir denken nicht daran, gegen wen wir in drei Tagen oder nächste Woche antreten müssen. Außerdem hilft es uns, dass wir einen breiten Kader mit viel Qualität haben. Außenstehende denken vielleicht manchmal, dass wir zu viele Spielerinnen haben, aber wenn man sieht, wer sich in dieser Saison verletzt hat, kann man froh sein, dass wir so viele Alternativen haben.

In welchen Bereichen könnte sich die Mannschaft noch verbessern?

Fischer: Als Profi möchte man sich natürlich immer verbessern. Wir müssen daran arbeiten, unsere Chancen noch besser zu nutzen und daraus mehr Tore zu erzielen.

Ralf Kellermann hört nach dieser Saison als Cheftrainer auf…

Fischer: Aber er bleibt uns zum Glück als Sportlicher Leiter erhalten. Dass er als Cheftrainer aufhört, war für mich eine kleine Überraschung. Umso wichtiger ist es aber, dass der Kern mit Ralf Kellermann, dann nur noch als Sportlicher Leiter, Stephan Lerch und Britta Carlson bestehen bleibt.

Am Sonntag steht das letzte Ligaspiel gegen Jena an. Im Anschluss an die Partie wird der Mannschaft die Meisterschale überreicht.

Fischer: Ich freue mich schon sehr auf eine große Feier mit unseren Fans. Ein gutes Verhältnis zu ihnen zu haben, bedeutet uns Spielerinnen sehr viel. Unsere Anhänger haben uns sogar in Freiburg unterstützt und sind dort sechs Stunden mit dem Auto hingefahren. Das alles, um uns 90 Minuten spielen zu sehen.

Nach dem Saisonabschluss steht zudem noch das DFB-Pokalfinale gegen den SC Sand in Köln auf dem Programm. Macht ihr das Double perfekt?

Fischer: Der Pokalwettbewerb läuft immer ein bisschen anders, denn es kann alles passieren. Auf dem Papier sind wir der Favorit, aber wir wissen, wie schwer es ist, gegen den SC Sand zu gewinnen. Sie kämpfen immer und spielen richtig guten Fußball. Unser Ziel ist aber ganz klar, den dritten Titel in Serie zu holen. Außerdem ist die Stimmung in Köln immer etwas Besonderes. Es macht einfach Spaß, vor so vielen Zuschauern zu spielen.

In der Sommerpause bleibt dann nicht viel Zeit zum Regenerieren, oder?


Fischer: Das ist richtig. Im Juni habe ich ein Trainingslager mit der Nationalmannschaft, danach mache ich ein bisschen Urlaub in Schweden und anschließend geht es in die Vorbereitung für die Frauen-Europameisterschaft, die im Juli und August in den Niederlanden ansteht.

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