VFL Wolfsburg

Finale, ohoh

16.04.2017

Die VfL-Frauen siegen in Freiburg 2:1 nach Verlängerung und ziehen zum dritten Mal in Folge ins DFB-Pokal-Endspiel ein.

Die Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg hat einen riesigen Schritt auf dem Weg zum vierten Triumph im DFB-Pokal gemacht. Beim SC Freiburg gewannen die Wölfinnen im Halbfinale am Sonntag denkbar knapp mit 2:1 (0:1/1:1/2:1) nach Verlängerung. Die Treffer für Grün-Weiß erzielten Caroline Hansen (52. Minute) und Ewa Pajor in der Verlängerung (96.). Die Gastgeberinnen waren zuvor durch Hasret Kayikci (19.) in Führung gegangen. Bereits zum vierten Mal zog der VfL damit über den Gegner aus dem Breisgau in das Finale des deutschen Vereinspokals ein und trifft dort auf den SC Sand, der sich ebenfalls am Sonntag bei Bayer 04 Leverkusen mit 4:0 durchsetzen konnte. So kommt es zur Wiederholung des Finales aus dem Vorjahr. Dieses wird am Samstag, 27. Mai, in Köln ausgetragen, Anstoß ist um 16.15 Uhr. Dort wollen sich die Grün-Weiß den vierten Titel im DFB-Pokal und den dritten in Serie sichern.

Gunnarsdottir rückt in die Startelf

Im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel vor 14 Tagen gegen die TSG Hoffenheim rückte Sara Gunnarsdottir für Vanessa Bernauer in die Anfangsformation. Trotz dazwischenliegender Länderspielpause vertraute Wölfinnen-Cheftrainer Ralf Kellermann ansonsten auf das Personal, welches die TSG mit 4:0 besiegen konnte. Die Freiburgerinnen, die ebenfalls vor zwei Wochen mit 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach gewinnen konnten, traten auf zwei Positionen verändert auf: Für Janina Minge und Sarah Puntigam rückten Cinzia Zehnder und Anja-Maike Hegenauer in die Startelf.

Freiburg beginnt gut

 Die Gastgeberinnen aus Freiburg agierten von Spielbeginn an griffig. Zwar kam Grün-Weiß über einen Kopfball von Pernille Harder zum ersten Abschluss (3.), in der Folge taten sich die Wölfinnen aber zunächst schwer, trotz mehr Ballbesitz den Ball in das letzte Drittel des Feldes zu befördern. Freiburg kam in der Anfangsphase über Standards zu Chancen: Bei einem Freistoß von Ex-Wölfin Lina Magull musste VfL-Torfrau Almuth Schult erst einmal noch nicht eingreifen, dieser ging knapp am Kasten vorbei (10.) Nur knapp 10 Minuten später allerdings verwandelte Kayikci für den SCF eine Freistoßflanke, die an Freund und Feind vorbei zur Freiburger Führung ins lange Eck ging (19.). Im Anschluss erarbeitete sich das Team von Kellermann zwar mehr Spielanteile, einen weiteren Kopfball von Harder hatte Freiburgs Torfrau Laura Benkarth aber sicher (35.), zwei Schüsse von Noelle Maritz wurden von der gegnerischen Verteidigung geblockt (38./39.).

Hansen zirkelt zum Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel waren es die Wölfinnen, die das Spiel vom Anpfiff weg an sich rissen und immer wieder den Weg nach vorne einschlugen. Das stellte die Breisgauerinnen mehr und mehr vor Probleme. So ließ der Ausgleich auch nicht lange auf sich warten. Eine abgewehrte Hereingabe landete bei Hansen, die sich vom Strafraumrand ein Herz nahm und gegen die Laufrichtung von Benkarth den Ball im kurzen Eck zum 1:1 unterbrachte (52.). In der 66. Minute war es wieder Hansen, die beinahe aus einer unübersichtlichen Situation profitierte, als der Ball plötzlich bei ihr landete. Dieses Mal ging ihr Schuss aber knapp am langen Pfosten vorbei. Zwei große Möglichkeiten boten sich noch der eingewechselten Tessa Wullaert (81.), deren Schuss Benkarth abwehren konnte, und Alexandra Popp, die freistehend verzog (90.). Sodass die Partie in die Verlängerung gehen musste.

Pajor erlöst die Wölfinnen

In der Verlängerung war es wieder Hansen, die nach einem Solo Benkarth prüfte, die den Ball jedoch zur Ecke abwehren konnte (92.). Dennoch war es ersichtlich, dass die Wölfinnen noch deutlich mehr Luft als die Freiburgerinnen hatten und demnach das Spiel bestimmten. Letztlich setzte sich mal wieder Hansen über links durch, fand in der Mitte die eingewechselte Pajor, die eiskalt verwandelte und den Wölfinnen damit das Tor zum Finale öffnete (96.). Im Anschluss versuchten die Gastgeberinnen zwar noch einmal alles um den Ausgleich zu erzwingen. So traf Lena Petermann sogar noch einmal aus der Drehung den Pfosten des Wölfinnen-Tores (115.). Doch am Ende ließen sich die Grün-Weißen den Erfolg nicht mehr nehmen.

"Das erwartet enge Pokalspiel"

Ralf Kellermann: Das war das erwartet enge Pokalspiel. Die ersten 30 Minuten haben wir komplett verschlafen, in der zweiten Halbzeit dann aber unser wahres Gesicht gezeigt und es sehr gut gemacht. So kamen wir verdient zum Ausgleich und hatten noch die Riesenmöglichkeit, das Spiel vor der Verlängerung zu entscheiden. Nach dem 2:1 hat Freiburg dann alles riskiert, da hatten wir in der einen oder anderen Szene etwas Glück. Respekt auch an den SC Sand, der sich wieder für das Finale qualifiziert hat. Wir freuen uns auf Köln.

Die Stimmen auf Wölfe TV

Die Highlights auf Wölfe TV


SC Freiburg:
Benkarth – Lahr (79. Petermann), Schiewe, Schöne, Simon – Hegenauer (100. Puntigam), Zehnder – Gwinn, Magull, Starke (71. Wagner) - Kayikci

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe (90.+1 Pajor), Peter, Fischer, Maritz (74. Wullaert) – Gunnarsdottir, van Egmond (85. Bernauer) – Hansen, Dickenmann – Popp, Harder (120.+1 Bussaglia)

Tor: 1:0 Kayikci (19.), 1:1 Hansen (52.) 1:2 Pajor (96.)

Gelbe Karten: Hegenauer / van Egmond, Hansen, Wullaert

Zuschauer: 1.225 am Sonntagnachmittag im Möslestadion

Schiedsrichterin: Angelika Söder (Schwarzenbruck)

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