VFL Wolfsburg

Dritter Erfolg in Serie

24.09.2017
Alexandra Popp wird von ihren Team-Kolleginnen nach einem erzielten Treffer in den Arm genommen.

Wölfinnen lassen nichts anbrennen und gewinnen souverän mit 5:0 gegen den FF USV Jena.

Die Wölfinnen konnten auch die Partie gegen den FF USV Jena am dritten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga für sich entscheiden und gewannen das Spiel nach einer souveränen Vorstellung mit 5:0 (3:0). Für die Tore der Lerch-Elf sorgten Zsanett Jakabfi (22. Minute, 76.) und Alexandra Popp mit einem Dreierpack (33., 39., 82.). Am Sonntag, 1. Oktober (Anstoß um 14 Uhr), sind die Wölfinnen dann beim MSV Duisburg gefordert.

Jakabfi zurück in der Startelf

Im Vergleich zum 4:0-Erfolg beim SC Sand nahm VfL-Cheftrainer Stephan Lerch drei Veränderungen in der Startelf vor: Für Anna Blässe, Tessa Wullaert und Ewa Pajor kamen Lara Dickenmann, Zsanett Jakabfi und Alexandra Popp in die Mannschaft. Isabel Kerschowski hatte sich unter der Woche im Training am Knie verletzt. Marie Dolvik und Katharina Baunach arbeiteten zuletzt individuell und waren für das Heimspiel gegen den FF USV Jena leider noch keine Option. Besonders erfreulich: Jakabfi und Popp feierten nach Verletzungspause ihr Startelf-Comeback.

VfL mit viel Druck

Von Beginn an hatten die Wölfinnen das Spiel im Griff, erarbeiteten sich klare Feldvorteile und kamen mit gekonnten Spielzügen gefährlich vor den Kasten der Gäste aus Jena. So fehlten den Versuchen von Jakabfi (4.) und Lena Goeßling (6.) jedoch zunächst noch die Präzision. In der Folge kam die Lerch-Elf immer wieder mit gepflegtem Passspiel über die Außenbahnen bis an die Grundlinie und konnten meist ungestört einflanken. Die Gäste aus Thüringen konnten stets erst im letzten Moment klären und kamen kaum zu Entlastungsangriffen.

Jakabfi sticht

In der 22. Minute war es dann allerdings erstmals um die Defensive der Jenaerinnen geschehen: Zunächst wurde Jakabfi schön in der Spitze angespielt, ehe die Nummer 3 der Wölfinnen gekonnte Gästekeeperin Justien Odeurs umkurvte und mühelos einschob – die verdiente 1:0-Führung. Die Grün-Weißen ließen sich nicht beirren und spielten weiterhin munter nach vorn. So stieg Popp nach schöner Goeßling-Flanke am höchsten und brachte das Spielgerät über die Linie (33.). Fast unmittelbar im Anschluss schlug Carolin Hansen eine Ecke an den zweiten Pfosten, wo erneut Popp zur Stelle war und den Ball per Kopf ins Netz beförderte (39.). So ging es mit einer verdienten 3:0-Führung in die Kabine.

Unverändertes Bild

Auch im zweiten Abschnitt bekamen die 1.312 Zuschauer im AOK Stadion ein ähnliches Bild geboten: Jena stand tief, verlegte sich fast ausschließlich auf das verteidigen, die Wölfinnen dagegen waren weiterhin motiviert und liefen unentwegt an. Fast hätte Jakabfi zum zweite Mal getroffen, doch Jenas Schlussfrau Odeurs griff im Eins-gegen-Eins noch entscheidend ein (49.). Dann brachte die eingewechselte Tessa Wullaert neuen Schwung. Nach einem schönen Flügellauf legte die Belgierin den Ball in die Mitte, wo die herangeeilte Popp nur knapp das 4:0 verpasste (62.).

Jakabfi und Popp treffen erneut

Im weiteren Verlauf ließen die Wölfinnen in der Defensive nichts anbrennen und kamen in der Offensive zu weiteren guten Möglichkeiten durch die umtriebigen Jakabfi (70.) und Popp (74.). Direkt im Anschluss machte es Jakabfi dann besser und traf nach Vorlage von Babett Peter zum 4:0 (76.). Kurz darauf tat es ihr Popp gleich, traf zum dritten Mal und brachte ihr Team mit 5:0 in Führung, was gleichbedeutend der Endstand war.

„Druckvoll nach vorne gespielt“

Stephan Lerch: Wir haben uns vorgenommen, von Anfang an sehr viel Druck zu erzeugen. Das ist uns gut gelungen. In den ersten Minuten haben wir uns schon gute Torchancen erspielen können. Das Führungstor hat uns Rückenwind gegeben und wir haben weiter druckvoll nach vorne gespielt. Klar, haben wir eine hohe individuelle Qualität, aber man hat auch gesehen, dass wir besonders im letzten Drittel gemeinsam guten Fußball spielen. Auch in der Defensive haben wir es geschafft, den Gegner früh anzulaufen, keine Torchancen zuzulassen. Wir haben im zweiten Abschnitt einige gute Chancen liegen lassen, da müssen wir noch effektiver sein. Die Mischung aus guter Defensive und nach vorne druckvoll zu spielen, stimmt mich positiv für die kommenden Aufgaben. 

Das Spiel im Stenogramm

VfL Wolfsburg: Schult – Maritz, Fischer (46. Wedemeyer), Peter, Dickenmann – Hansen (78. Pajor), Gunnarsdottir, Goeßling, Jakabfi – Harder (61. Wullaert), Popp

FF USV Jena: Odeurs – Bott, Woeller, Zigic, Sedlackova – Utes, Pietrangelo, King (87. Keane), Graf – Rieke, Rudelic (46. Herrmann)

Tore: Jakabfi (22., 76.), Popp (33., 39., 82.)

Zuschauer: 1.312 am Sonntagnachmittag im AOK Stadion

Schiedsrichterin: Mirka Derlin (Dahme)

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