VFL Wolfsburg

Arbeitssieg in Sinsheim

18.02.2018
Die VfL Frauen jubeln.

VfL-Frauen bauen mit einem 1:0-Erfolg bei der TSG Hoffenheim die Tabellenführung aus.

Die Bundesliga-Frauen des VfL Wolfsburg haben ihre Spitzenposition im Kerngeschäft behauptet. Zum Auftakt in die Rückrunde gewann die Elf von Cheftrainer Stephan Lerch am Sonntagnachmittag bei der TSG Hoffenheim mit 1:0 (1:0). Pernille Harder markierte vor 800 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion das Goldene Tor (15. Minute). In der Tabelle konnten die Wölfinnen ihren Vorsprung damit auf drei Zähler ausbauen; erster Verfolger ist nach einer Niederlage des SC Freiburg (1:2 beim MSV Duisburg) nun der FC Bayern (2:1 gegen die SGS Essen). Weiter geht es für den Double-Gewinner am kommenden Samstag, 24. Februar (Anstoß um 14 Uhr), wenn es im ersten Heimspiel des neuen Jahres im AOK Stadion gegen den SC Sand geht.

Schult dabei, Goeßling nicht

Ewa Pajor (Rückenprobleme), Katharina Baunach (Verletzung am Sprunggelenk) und Tessa Wullaert (grippaler Effekt) hatten bereits unter der Woche auf der Ausfallliste gestanden. Kurzfristig kam nun auch Lena Goeßling dazu, die ebenfalls grippebedingt nicht mitwirken konnte. Almuth Schult wiederum, deren Einsatz aus gleichem Grund fraglich gewesen war, meldete sich einsatzbereit. Nach der erfolgreich überstandenen Rutschpartie im DFB-Pokal in Cloppenburg veränderte Lerch seine Mannschaft indes nur auf einer Position: Statt Goeßling begann Caro Hansen.

Früh auf der Siegerstraße

Harder jubelt über ihren Treffer.Mit einem 6:0-Kantersieg hatte Grün-Weiß es im Hinspiel richtig krachen lassen. Diesmal war die TSG wie zu erwarten bemüht, ihre Reihen möglichst geschlossen zu halten. Im ersten Durchgang klappte das insgesamt gut, doch war der VfL clever genug, gleich seine erste Torszene zum Führungstreffer zu nutzen: Nach einer Ecke Anna Blässes stand am langen Pfosten Pernille Harder bereit und drückte das Spielgerät – zu ihrem bereits zwölften Saisontreffer – ein (15.). Bis zur Pause nahm die Dominanz des Tabellenführers, frisch ausgezeichnet als Wolfsburgs Mannschaft des Jahres grundsätzlich zu, doch kam es bis auf zwei Halbchancen durch Geburtstagskind Zsanett Jakabfi (19./21.) selten zu Abschlüssen. Erst Caro Hansen kam dem Tor mit einem satten Flachschuss wieder näher (41.). Da zumindest einmal auf der anderen Seite auch Schult in Aktion treten musste, um nach einem scharfen Konter einen Schuss Nicole Billas zu parieren (30.), schien der knappe Zwischenstand zur Pause leistungsgerecht.

Ungeahnte Spannung

Halbzeit zwei begann mit einer Drangphase der Wölfinnen. Sara Gunnarsdottir (49.) und Jakabfi (58.) trafen ans Außennetz. Zweimal probierte es zudem Harder, die erst nach einem feinen Solo vergab (52.) und sieben Minuten später fast ein Kunsttor erzielte, indem sie nach einer Ecke volley knapp übers Lattenkreuz schoss. Der Tabellensechste war in dieser Phase mit dem knappen Rückstand gut bedient, konnte sich dann aber aus der Umklammerung lösen und trug mit einer beachtlichen Energieleistung noch zu einer spannenden Schlussphase bei. Obwohl ein zweites grün-weißes Tor längst auf dem Weg schien, drängte die TSG plötzlich vehement auf den Ausgleich. Vom Pfosten prallte ein von Maximiliane Rall abgefeuerter Ball an Schults Rücken, ehe ihn Blässe noch von der Linie bugsierte (68.). Nachdem auf der Gegenseite zweimal Alex Popp gescheitert war (71./73.), probierte es Hoffenheim weiter und kam noch in der 88. Minute durch Tabea Waßmuth gefährlich zum Schuss. Dann erst war der verdiente Auswärtsdreier der Wölfinnen ins Ziel gebracht.

„Versäumt, nachzulegen“

Stephan Lerch: Wir hatten uns auf ein sehr schweres Spiel eingestellt, und genauso ist es auch gekommen. Hoffenheim hat gut verteidigt, uns kaum Räume gelassen. Wir haben auch nicht das Passspiel aufziehen können, das wir selbst von uns erwarten. So haben wir es nicht geschafft, uns klare Chancen zu erspielen. Dafür sind wir durch eine Standardsituation in Führung gegangen, was auch mal wichtig ist, wenn aus dem Spiel heraus nicht alles funktioniert. Am Ende wurde es dann noch einmal spannend, weil Hoffenheim eine tolle Moral bewiesen hat und wir es versäumt haben, ein zweites Tor nachzulegen. Unterm Strich sind wir glücklich über die drei Punkte, wissen aber, dass wir noch einiges verbessern können.

TSG Hoffenheim: Abt – Rall, T. Dongus, Howard, Steinert – F. Dongus (70. Lattwein), Breitner (78. Waßmuth), Hartig (46. Beck) – Linder, Pankratz – Billa

VfL Wolfsburg: Schult – Fischer, Peter, Maritz – Blässe, Hansen (81. Minde), Gunnarsdottir, Harder (88. Neto), Dickenmann – Jakabfi (64. Masar), Popp 

Gelbe Karten: - / Popp

Tor: 0:1 Harder (15.)

Zuschauer: 800 am Sonntagnachmittag im Dietmar-Hopp-Stadion

Schiedsrichterin: Ines Appelmann (Alzey)

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