VFL Wolfsburg

Keine Blöße

01.10.2017
Alex Popp jubelt.

VfL-Frauen starten mit einem 1:0-Arbeitssieg beim MSV Duisburg in die Englische Woche.

Die Bundesliga-Frauen des VfL Wolfsburg haben auch im vierten Saisoneinsatz nichts anbrennen lassen. Im Auswärtsspiel beim MSV Duisburg siegte die Elf von Stephan Lerch am Sonntagnachmittag mit 1:0 (1:0). Nationalverteidigerin Babett Peter markierte vor gut 650 Zuschauern im PCC-Stadion nach einer guten halben Stunde das Goldene Tor. Mit der Maximalausbeute von nun zwölf Zählern bauten die Wölfinnen ihre Spitzenposition in der Liga somit noch weiter aus. Weiter geht es für den Doublegewinner bereits am kommenden Mittwoch, 4. Oktober (Anstoß um 19.30 Uhr), mit dem Auftakt in die Champions-League-Saison beim spanischen Meister Atletico Madrid.

Drei Umstellungen

Neue Verletzte hatte es seit dem Kantersieg über den FF USV Jena keine gegeben. Trotzdem baute der Chefcoach angesichts des startenden Mammutprogramms von fünf Pflichtspielen binnen 15 Tagen wie angekündigt um. Anna Blässe, Tessa Wullaert und Ewa Pajor rückten anstelle von Noelle Maritz, Lena Goeßling und Zsanett Jakabfi in die Startformation.

Schwierige Bedingungen

Während die Wölfinnen mit reichlich Rückenwind anreisten, stand der MSV etwas unglücklich noch ohne einen Zähler da. Gegen den Spitzenreiter spielten die Zebras nun erwartungsgemäß nicht unbedingt mit offenem Visier, sondern verschanzten sich auf eigentlich bundesligauntauglichem Grund vorm eigenen Tor. Beides, der Rasen genau wie die defensive Ausrichtung des Gegners, machte den VfL-Frauen die Aufgabe schwer. Wann sie die Mauer überwinden würden, schien dennoch von Beginn an nur eine Frage der Zeit. Eine erste hochprozentige Chance verzeichnete Pernille Harder, als sie von den Kolleginnen herrlich freikombiniert allein vor dem Tor stand, aus 15 Meter aber verzog (17.). Auch Alex Popp kam an alter Wirkungsstätte dem Führungstreffer sehr nah, setzte den Ball von der Strafraumkante aber knapp rechts vorbei (29.).

Peter wurschtelt den Ball rein

Die Konter, auf die der MSV baute, fanden nicht statt. Jenseits der Mittellinie jagten die Grün-Weißen der Heimelf das Spielgerät immer sofort wieder ab. Offensiv gelang den VfL-Frauen wahrlich nicht alles, zumindest lag der Ball aber bald endlich im Tor: Nach einem Gewusel kurz vor der Torlinie infolge eines flachen Freistoßballs von Tessa Wullaert hatte in einer Traube von Spielerinnen am Ende Babett Peter die beste Position und musste für das 1:0 nicht mehr viel tun (33.). Dass dieses Krümeltor am Ende der einzige Treffer blieb, war angesichts der Fülle an weiteren Chancen höchst kurios. Noch vor dem Wechsel vergab etwa Caro Hansen einen Hochkaräter, als sie aus zwölf Metern nach einer Kopfballvorlage Popps an den Innenposten traf (41.).

Drüber, daneben, Metall

Mit Wiederbeginn wurde die Begegnung noch wesentlich einseitiger. Los ging es mit dem einzigen Torversuch der Partie von den Gastgeberinnen, einem 30-Meter-Versuch von Sofia Natio, der das VfL-Tor um zwei Meter verfehlte. Während Almuth Schult im Anschluss nicht mehr eingreifen musste, flogen ihrer Kollegin Lena Nuding die Bälle nur so um die Ohren. Ein Schuss aus 18 Metern von Sara Gunnarsdottir knallte in die Bande (55.), ehe dann fast im Minutentakt Ewa Pajor (57./71.), Popp (63./70.) und auch Pernille Harder mit einem direkten Freistoß (65.) vergaben. Die dickste Möglichkeit des zweiten Abschnitts bekam schließlich erneut Pajor auf den Fuß, als sie frei auf Nuding zulief, das lange Eck aber zu genau anvisierte und ebenfalls an den Innenpfosten traf.

Ungefährdeter Arbeitssieg

Dass die Begegnung bis zum Abpfiff spannend blieb, lag indes einzig am knappen Spielstand. Wirklich in Gefahr geriet das Tor der Grün-Weißen zu keiner Zeit. Auch wenn der MSV durchaus probierte, noch einmal alles nach vorn zu werfen: Der Tabellenführer ließ eine Schlussoffensive der Zebras nicht zu und brachte den vierten Dreier im vierten Saisonspiel somit sicher ins Ziel.

„Duisburg unnötig lange im Spiel gehalten“

Stephan Lerch: Wir sind ein bisschen schwer reingekommen, was auch daran lag, dass der Platz in einem sehr schlechten Zustand war. Trotzdem konnten wir das Tempo hochhalten und uns sehr gute Chancen erspielen. Schon in der ersten Halbzeit hätten wir das eine oder andere Tor mehr machen können, nach dem Wechsel haben wir fünf oder sechs Hochkaräter liegen gelassen und Duisburg damit unnötig lange im Spiel gehalten. Dennoch freuen wir uns, dass es zum Sieg gereicht hat und sind sehr glücklich über diese drei Punkte.

MSV Duisburg: Nuding – Himmighofen, Harsanyova, Martini, Radtke – Richter (78. Rijsdijk), Nati (69. Weichelt), Wu (85. Morina), Dieckmann, Dunst – Bakker

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe (84. Maritz), Fischer, Peter, Dickenmann – Hansen (64. Jakabfi), Harder, Gunnarsdottir, Popp, Wullaert (76. Bernauer) – Pajor

Tor: 0:1 Peter (33.)

Gelbe Karten: Weichelt, Dieckmann / - 

Zuschauer: 659 am Sonntagnachmittag im PCC-Stadion

Schiedsrichterin: Christina Biehl (Siesbach)

Menü der Unterseiten