VFL Wolfsburg

Vieles ist möglich

26.04.2013
Mike Hanke, Patrick Herrmann und Filip Daems feiern den Siegtreffer des Belgiers gegen den FC Augsburg.

Filip Daems verwandelte vor Wochenfrist beim 1:0-Sieg über den FC Augsburg seinen elften Foulstrafstoß nacheinander. Eine solche Serie vom Punkt war zuvor noch keinem Gladbacher Schützen gelungen.

Der Gegner am 31. Spieltag: Borussia Mönchengladbach.

Selten war das Rennen um die Europa League-Startplätze derart ausgeglichen und eng wie in diesem Jahr. Platz vier (FC Schalke, 46 Punkte) und acht (Hamburger SV, 44 Punkte) trennen vier Spieltage vor Schluss gerade einmal zwei Zähler. Selbst die Überraschungsteams aus Freiburg und Frankfurt halten sich hartnäckig im oberen Tabellendrittel. Alles scheint möglich – und mittendrin, die Borussia vom Niederrhein!

Unfreiwilliger Umbruch

Dabei hatten die Gladbacher im zurückliegenden Sommer eine echte Herkulesaufgabe zu lösen. Marco Reus (Borussia Dortmund), Dante (FC Bayern) und Roman Neustädter (FC Schalke) schlossen sich allesamt neuen Clubs an. Damit wurde der Fohlenelf jenes Herzstück herausgerissen, das großen Anteil an der erfolgreichsten Runde in der jüngeren Bundesligageschichte hatte. Der vierte Platz und die Möglichkeit, sich sogar für die Champions League zu qualifizieren, hatte angesichts des Fast-Abstiegs im Jahr zuvor den Charakter eines Fußballmärchens.

Zwar wurde der Einzug in die Königsklasse um Haaresbreite verpasst – Gladbach scheiterte nach Hin- und Rückspiel denkbar unglücklich an Dynamo Kiew – dennoch war Borussia nach etlichen Jahren der Abstinenz zurück auf der europäischen Bühne und feierte in Istanbul oder Rom rauschende Fußballnächte, wenngleich die Reise in Runde zwei in der italienischen Hauptstadt ein Ende fand. In der Bundesliga hingegen dauerte es zunächst eine gewisse Zeit, bis die Gladbacher in die Gänge kamen. Kein Wunder, denn mit Luuk de Jong, Granit Xhaka, Alvaro Dominguez, Peniel Mlapa und Branimir Hrgota mussten einige Neuzugänge auf entscheidenden Positionen erst ins Teamgefüge integriert werden.

Umso höher ist es den Borussen daher anzurechnen, dass sie im Saisonfinale noch immer alle Chancen haben, um auch im kommenden Jahr europäisch zu spielen. Das Restprogramm mit den Auswärtsreisen nach Wolfsburg und Mainz sowie den beiden Heimspielen gegen Schalke und Bayern hat es dabei allerdings in sich. „Jeder kann die Tabelle lesen, alles ist möglich“, weiß der nicht nur am Niederrhein hochgeschätzte Chefcoach Lucien Favre, mahnt jedoch zugleich: „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken, uns jetzt nur auf Wolfsburg konzentrieren und ansonsten alle Gedanken beiseiteschieben.“

Alle Mann an Bord

Beim VfL unternimmt Borussia Mönchengladbach am Samstag, 27. April (Anstoß um 15.30 Uhr, live bei SKY), dann den nächsten Anlauf, um zum ersten Mal in dieser Saison dem 1:0-Sieg gegen Augsburg einen weiteren Dreier folgen zu lassen. Zehnmal schon schafften die Fohlen es nicht, nachzulegen. Dass Lucien Favre bei diesem Unterfangen nun personell aus dem Vollen schöpfen kann – Martin Stranzl und Havard Nordtveit kehren in den Kader zurück – ist dabei sicher kein Nachteil. Dennoch ist man sich bei Borussia der Schwere dieser Aufgabe bewusst, haben die Wölfe derzeit doch einen guten Lauf. Der 55-jähirge Schweizer ist gewarnt: „Die Wolfsburger haben ein Riesenpotenzial, das hat nicht zuletzt das 3:0 in Bremen gezeigt. Sie sind sehr gefährlich auf den Außenbahnen, die Qualitäten von Diego sind bekannt und zudem sind die Innenverteidiger sehr kopfballstark bei Standards.“

Daten und Fakten zum Spiel

  • Der VfL gewann 14 seiner 25 Bundesligapartien gegen die Borussia (drei Remis, acht Niederlagen). Gegen keinen anderen Gegner verloren die Gladbacher mehr als die Hälfte ihrer Begegnungen in der Bundesliga.
  • Das Wolfsburger 7:1 gegen die Fohlen am 7. November 1998 ist der geteilt höchste Bundesligasieg der Wölfe (im Oktober 2000 gewann der VfL mit 6:0 gegen Köln).
  • In Bremen traf Ivica Olic zum 50. Mal in der Bundesliga. Sein Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 war gleichzeitig sein achter Saisontreffer. Zuvor traf er bereits im Trikot des Hamburger SV (29 Tore) und für den FC Bayern (13 Tore).
  • Dieter Hecking begann seine Spielerlaufbahn 1983 bei der Borussia (sechs Bundesligaspiele für Mönchengladbach).
  • Mike Hanke erzielte zwischen 2005 und 2007 in 53 Bundesligaspielen für den VfL 16 Tore. Zwei davon im Übrigen gegen Gladbach.
Heimtrikot 2013/2014.

VfL-Fanshop

Heimtrikot
2013/2014

ClimaCool-Funktion und
Volkswagen-Logo
Material: 100% Polyester

Menü der Unterseiten

Newsletter

Jetzt
Anmelden

Und exklusive News
erhalten

Tabelle Bundesliga

PlatzNameSpiele+/-Punkte
3FC Schalke 04311658
4Bayer 04 Leverkusen311654
5VfL Wolfsburg311053
6Borussia Mönchengladbach311549
71. FSV Mainz 0531-347
Komplette Tabelle