VFL Wolfsburg

„Unglaublich“

23.04.2017
Arnold im Zweikampf um den Ball.

Die Wölfe ärgern sich über die unnötige Niederlage in Berlin und gehen kämpferisch in die Partie gegen die Bayern.

Der Analyse von Cheftrainer Andries Jonker auf der Pressekonferenz nach der 0:1-Niederlage der Wölfe bei Hertha BSC mochte kein Grün-Weißer an diesem Samstag widersprechen. Es sei „eine sehr enttäuschende Niederlage“, hatte der Niederländer mit Blick auf das klare Chancenplus der Wolfsburger in der Hauptstadt gesagt. Vier Großchancen hatte der VfL, die Hertha nutzte dagegen nach fast einer Stunde ihre erste richtige Möglichkeit zum letztlich entscheidenden Treffer.  „Wir müssen das Spiel ganz klar gewinnen. Hertha hat eine Chance und diese effizient genutzt. Wir haben uns heute selbst geschlagen“, sagte VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe.

„Fühlt sich alles sehr bitter an“

Allein in den ersten sechs Minuten hatten die Wölfe durch Yunus Malli und Mario Gomez zwei Großchancen, doch in beiden Fällen hielt Hertha-Keeper Rune Jarstein mit zwei starken Paraden sein Team im Spiel. Dass zudem noch der ansonsten schussstarke und treffsichere Maximilian Arnold aus acht Metern freistehend verzog, da der Ball kurz vor dem Schuss noch einmal ungünstig auf- und dadurch versprang, und Mario Gomez im zweiten Durchgang bei einem schwer zu nehmenden Ball in Rückenlage aus Nahdistanz nur die Latte traf, passt ins Bild eines verkorksten Wolfsburger Samstags im Olympiastadion.  „Die Enttäuschung, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren, ist sehr groß. Das ist unglaublich, vor allem nach der Anfangsphase, als wir richtig gut in das Spiel reingekommen sind. Da hätten wir einfach ein, zwei Tore machen müssen, waren klar überlegen und haben kaum eine Chance zugelassen.  Daher fühlt sich das alles sehr bitter an“, sagte denn auch Yunus Malli.

„Müssen ruhig bleiben“

Für Kapitän Luiz Gustavo war die Partie auch ein Spiegelbild der bisherigen Saison des VfL. „So ein Spiel passt leider zu unserer aktuellen Situation. Ich bin überzeugt, dass wir gewonnen hätten, wenn wir in Führung gegangen wären. Die Chancen waren da, aber leider hatten wir im Abschluss Pech und Herthas Torhüter hat das auch zweimal richtig stark gemacht“, sagte der Brasilianer, der aber auch die klare Marschrichtung für die kommenden finalen Wochen der Saison ausgab: „Wir müssen jetzt ruhig bleiben. Jetzt müssen wir einen Monat lang alle noch mehr machen und uns noch mehr auf den Fußball konzentrieren als ohnehin schon, damit wir für unsere Fans und unseren Verein den Abstieg verhindern. Jetzt darf nichts anderes mehr zählen als die letzten vier Spiele. Egal, gegen wen es geht, wir müssen so viele Punkte holen wie möglich.“

„Trauen uns auch gegen die Bayern etwas zu“

Noch vier Spieltage stehen aus und der VfL steckt als Tabellenvierzehnter mit nur einem Punkt Vorsprung auf Relegationsplatz 16 mitten drin im Abstiegskampf. Am kommenden Samstag, 29. April, kommt mit Bayern München nun der Tabellenführer in die ausverkaufte Volkswagen Arena (Anstoß 18.30 Uhr). Trotz der bitteren Niederlage in Berlin fiebern die Wölfe dem Duell mit dem Rekordmeister entgegen und gehen mit der klaren Prämisse in die Partie, den Titelverteidiger zu schlagen. „Es ist natürlich immer schwer gegen die Bayern zu spielen, egal in welcher Situation man sich gerade befindet. Aber wir spielen zu Hause, es geht um jeden Punkt und daher trauen wir uns  da auch etwas zu“, sagte Yunus Malli.

„Positives“ aus dem Berlin-Spiel mitnehmen

Denn auch wenn die Chancenverwertung in Berlin nicht funktionierte, muss sich der VfL für seine Leistung bei der Hertha keineswegs verstecken. „Wir müssen als Positives mitnehmen, dass das Spiel nach vorne schon ganz gut funktioniert hat, es gute Kombinationen gab und wir unsere Torchancen hatten. Wir müssen einfach positiv bleiben und wie in den vergangenen Wochen weiter hart im Training arbeiten“, so Malli weiter. Und Luiz Gustavo ergänzte: „Seit Andries Jonker da ist, entwickeln wir uns in jeder Woche weiter. Das merken wir und das gibt uns auch immer wieder neues Selbstvertrauen. Daher werden wir uns von einer solchen Niederlage nicht von unserem Weg abbringen lassen, sondern bleiben konzentriert. Unser voller Fokus gilt jetzt den Bayern. Gegen sie müssen wir die nächsten Punkte holen.“

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