VFL Wolfsburg

Torfest in der Hauptstadt

08.10.2017
Eva Pajor jubelt.

VfL-Frauen gewinnen Zweitrundenspiel im DFB-Pokal bei Union Berlin locker mit 6:0.

Die Bundesliga-Frauen des VfL Wolfsburg sind in ihrem Paradewettbewerb problemlos eine Runde weitergekommen. Im ersten Saisoneinsatz im DFB-Pokal siegte die Elf von Stephan Lerch beim Nordost-Regionalligisten Union Berlin am Sonntagnachmittag klar mit 6:0 (5:0). Gleich dreimal Ewa Pajor (14./17./33.) sowie Tessa Wullaert (12.), Luisa Wensing (19.) und Emily van Egmond (71.) markierten in einem einseitigen Zweitrundenduell vor 1.500 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei die Treffer. Sein Achtelfinale bestreitet der Titelverteidiger, der zuletzt vor vier Jahren im DFB-Pokal eine Niederlage bezog, am Wochenende des 2./3. Dezember.

Vier Saisondebüts

Eine leicht entspannte Verletztensituation, Rot-Sperren aus dem letzten Finale für Sara Gunnarsdottir und Alex Popp sowie das normale Rotationsprinzip ergaben in der Summe, dass gegenüber der Partie am Mittwoch bei Atletico Madrid kaum ein Stein auf dem anderen blieb. Zehn Spielerinnen rückten neu in die Startformation, einzig Zsanett Jakabfi spielte erneut von Anfang an. Zu ihren ersten Einsatzminuten der Saison kamen Merle Frohms, Luisa Wensing, Isabel Kerschowski sowie auch Meret Wittje, die erstmals überhaupt in einem Pflichtspiel für die Erste auf dem Platz stand.

Früh klare Verhältnisse

Fünf Partien hatten die Grün-Weißen bislang absolviert und dabei nicht nur ausschließlich sichere Siege gelandet, sondern waren auch ohne Gegentreffer geblieben. Dass die Alte Försterei nicht der Ort war, an dem diese Serien reißen sollten, deutete sich sofort an. Denn die Wölfinnen machten kurzen Prozess: Nach elf Minuten legte Debütantin Wittje auf für Tessa Wullaert, die zum 1:0 traf. Danach ging es Schlag auf Schlag, wobei besonders Ewa Pajor von den Eisernen Ladies nicht unter Kontrolle zu bekommen war. Binnen drei Minuten schnürte die Polin einen Doppelpack (14./17.) und legte nach einer Ecke bald noch das 5:0 hinterher (33.). Zwischendrin durfte sich mit Luisa Wensing jemand über einen Torerfolg freuen, den man lange nicht mehr in Grün-Weiß hatte jubeln sehen (19.). Mehrfach vorgelegt hatte bis dahin Zsanett Jakabfi, die nach einer Verletzung jedoch vorzeitig vom Feld geholt werden musste und damit für einen Wermutstropfen sorgte (38.).

Tolle Stimmung im Rund

Die Berlinerinnen, die sich in der ersten Runde bei Fortuna Dresden durchgesetzt hatten, waren zwar technisch, athletisch und konditionell wie zu erwarten klar unterlegen, wussten sich dennoch aber tapfer zu wehren. Sympathisch machte den Auftritt der Heimelf darüber hinaus ihr Publikum, das zahlreich erschienen war und sie bei jeder gelungenen Aktion feierte. Dass sich im Ergebnis all das nicht spiegelte, lag wiederum an den Wölfinnen, die nach Wiederbeginn zwar mit etwas weniger Wucht aufs Tor zurollten, trotzdem aber nachlegten. Nach 70 Minuten trug sich auch Emily van Egmond in die Schützinnen-Liste ein, markierte nach einem Getümmel im Strafraum das 6:0. Erst jetzt, zumal Union nach einer Gelb-Roten Karte die letzten zehn Minuten in Unterzahl spielte, schaltete der VfL einige Gänge zurück und ließ es beim halben Dutzend bewenden, um anschließend mit den rund 150 mitgereisten Fans das 16. ungeschlagene Pokalspiel in Folge gebührend zu feiern.

„Eine tolle Sache, hier zu spielen“

Stephan Lerch: Zunächst möchte ich sagen, dass es eine tolle Sache war, hier zu spielen. Ein Riesenkompliment für die Kulisse und die richtig gute Stimmung. Das war auch für uns etwas Besonderes. Wir hatten uns vorgenommen, von Anfang an den Druck hochzuhalten und früh Tore zu erzielen. Das ist uns gelungen und hat unserem Spiel gutgetan. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas fahrlässig mit unserer Chancenverwertung, trotzdem bin ich voll zufrieden. Wir wollten eine Runde weiterkommen, das haben wir geschafft.

Union Berlin: Hornschuh – Boedecker, Niesler, Klefisch (46. Fröhlich), Schindler (77. Thomas) – Wolter, Weidt, Gierth, Schrey (69. Emini) – Trommer, Heiseler

VfL Wolfsburg: Frohms – Blässe, Wensing, Wedemeyer, Kerschowski (65. Peter) – Wullaert, Van Egmond, Bernauer, Wittje – Jakabfi (43. Fiebich), Pajor (72. Maritz) 

Tore: 0:1 Wullaert (12.), 0:2, 0:3 Pajor + 0:5 (14./17./33.), 0:4 Wensing (19.), 0:6 Van Egmond (71.)

Gelb-Rote Karte: Wolter (80.) 

Zuschauer: 1.500 am Sonntagnachmittag im Stadion an der Alten Försterei

Schiedsrichterin: Sandra Stolz (Pritzwalk)

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