VFL Wolfsburg

Spitzenreiter

02.04.2017
Die Wölfinnen jubeln.

Die VfL-Frauen erobern durch ein 4:0 über Hoffenheim die Tabellenführung in der Bundesliga.

Die Frauen des VfL Wolfsburg sind am Ende ihrer dritten Englischen Woche in Folge neuer Tabellenführer in der Allianz Frauen-Bundesliga. Die Wölfinnen schlugen am 16. Spieltag vor 1.214 Zuschauern im heimischen AOK Stadion die TSG 1899 Hoffenheim durch Tore von Caroline Hansen (38., Foulelfmeter), Emily van Egmond (45., 77.) und Pernille Harder (48.) mit 4:0 (2:0) und profitierten dabei zudem vom Ausrutscher des bisherigen Spitzenreiters Turbine Potsdam, der in Essen nicht über ein 1:1 hinauskam. Dank des knapp besseren Torverhältnisses sind die Wolfsburgerinnen nach dem verdienten Erfolg wieder Spitze.

Kellermann-Elf startet mit drei Neuen

Im Vergleich zum 1:0-Sieg bei Olympique Lyon im Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Women´s Champions League am Mittwoch nahm VfL-Cheftrainer Ralf Kellermann drei Änderungen in der Startelf der Wölfinnen vor: Emily van Egmond, Noelle Maritz und Vanessa Bernauer begannen für Sara Björk Gunnarsdottir, Isabel Kerschowski und Elise Bussaglia. Auch TSG-Coach Jürgen Ehrmann, dessen Team am vergangenen Wochenende einen 1:0-Heimsieg über Jena bejubeln konnte, wechselte dreimal in seiner Auftaktelf: Stephanie Breitner, Tabea Waßmuth und Fabienne Dongus ersetzten Michaela Specht, Sharon Beck und Isabella Hartig.

Schult mit Weltklasse-Parade

Es entwickelte sich bei besten äußeren Bedingungen von Beginn an eine muntere Partie zwischen zwei offensiv orientierten Teams, die sich nichts schenkten. Die Wölfinnen erarbeiten sich dabei schnell ein spielerisches Übergewicht und hatten durch van Egmond (12.) und Lara Dickenmann (16.) auch die ersten Chancen der Partie, doch die Bälle verpassten knapp das Ziel. Auf der Gegenseite hätte es dann fast im Kasten des VfL geklingelt, doch zum Glück zeigte VfL-Torfrau Almuth Schult gleich zweimal ihre große Klasse, parierte erst bärenstark im direkten Duell gegen Nicole Billa (17.) und war auch beim Weitschuss von Fabienne Dongus zur Stelle (19.).

Hansen und van Egmond schlagen eiskalt zu

Das konnten die VfL-Frauen natürlich nicht auf sich sitzen lassen und forcierten das Tempo und die Offensivbemühungen. Mit Erfolg: Nachdem Harder erst noch knapp mit ihrem Schuss aus zehn Metern scheiterte (25.), legte sich die Nummer 22 der Wölfinnen etwas später den Ball im Strafraum an Martina Tufekovic vorbei und konnte von der TSG-Torfrau nur noch per Foul gestoppt werden (37.). Den fälligen Strafstoß verwandelte Hansen eiskalt im linken Eck zur 1:0-Führung der Gastgeberinnen (38.). Und es sollte nicht der letzte Treffer im ersten Durchgang gewesen sein, denn kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte van Egmond mit dem Kopf nach schöner Vorarbeit von Maritz auf 2:0 (45.).

Harder macht den Deckel drauf

Nach Wiederanpfiff machten die Wölfinnen dann nahtlos da weiter, wo sie aufgehört hatten, gingen sofort in die Offensive und schlugen zum dritten Mal zu: Toll in Szene gesetzt von Dickenmann, ließ Harder aus Nahdistanz TSG-Torfrau Tufekovic keine Chance (48.). Das war natürlich die frühe Vorentscheidung in der ansehnlichen Partie, der VfL ruhte sich aber auf der klaren Führung nicht aus und wollte weiter nachlegen. Doch zunächst konnten Alexandra Popp (61., 73.) und van Egmond (64.) und ihre guten Chancen nicht nutzen. Das änderte sich schließlich in der 77. Minute, als die eingewechselte Ewa Pajor stark im Sechzehner auf van Egmond passt, die sich diese Gelegenheit nicht nehmen ließ und ihren Doppelpack zum 4:0-Endstand schnürte.

VfL-Serien halten

Durch den hochverdienten Erfolg feierten die Wölfinnen im achten Ligaspiel gegen die TSG den achten Sieg und blieben zudem im neunten Ligaspiel in Folge in dieser Saison ohne Punktverlust. Jetzt kann die Kellermann-Elf zwei Wochen regenerieren, ehe es am 16. April im Halbfinale des DFB-Pokals beim SC Freiburg weitergeht (Anstoß 15 Uhr).

„Schöne Momentaufnahme“

Ralf Kellermann: Wir sind zunächst nicht so richtig in das Spiel reingekommen, da fehlte uns nach den vergangenen Wochen, die mental sehr viel Kraft gekostet haben, vielleicht etwas die Frische. Wären wir da in Rückstand geraten, wäre es sehr schwer für uns geworden, aber zum Glück hat Almuth Schult zweimal glänzend pariert. Die Tore sind für uns dann zum besten Zeitpunkt gefallen. Auch wenn wir es in der Folge verpasst haben, noch den einen oder anderen Treffer mehr zu erzielen, bin ich sehr zufrieden mit dem Spiel. Es läuft derzeit richtig gut für uns und es macht Spaß, dem Team zuzuschauen. Dass wir jetzt als Tabellenführer in die Pause gehen, ist eine schöne Momentaufnahme.

Das Spiel im Stenogramm:

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe (75. Pajor), Fischer, Peter, Maritz – Bernauer, van Egmond – Hansen, Dickenmann (65. Kerschowski) – Popp, Harder (81. Wullaert)

TSG 1899 Hoffenheim: Tufekovic – T. Dongus, Demann, Howard – F. Dongus (63. Evels), Breitner, Moser (63. Steinert), Pankratz – Waßmuth, Billa, Zeller (75. Hartig)

Tore: 1:0 Hansen (38., Foulelfmeter), 2:0 van Egmond (45.), 3:0 Harder (48.), 4:0 van Egmond (77.)

Gelbe Karten: - / Tufekovic

Schiedsrichterin: Marina Wozniak (Herne)

Zuschauer: 1.214 am Sonntagnachmittag im AOK Stadion

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