VFL Wolfsburg

Souverän ins Viertelfinale

11.02.2018
Die VfL-Frauen um Lara Dickenmann, Alexandra Popp und Sara Gunnarsdottir bejubeln einen Treffer.

Die Wölfinnen setzen sich im Achtelfinale des DFB-Pokals mit 5:0 beim BV Cloppenburg durch.

Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt und die Wölfinnen konnten den Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals perfekt machen. Nachdem die Achtelfinal-Partie beim BV Cloppenburg im vergangenen Jahr bereits zweimal den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen war, setzten sich die Frauen des VfL Wolfsburg am Sonntagnachmittag beim Zweitligisten nun hochverdient dank Treffern von Lara Dickenmann (27. Minute) und Sara Gunnarsdottir (30.), Debütantin Ella Masar (76.) und Alexandra Popp (78., 82.) mit 5:0 (2:0) durch und sicherten sich den Einzug in die Runde der letzten Acht. Dort empfangen die Grün-Weißen nun im März im heimischen AOK Stadion Bundesligakonkurrent SC Sand, den Finalgegner von 2016 und 2017.

Platzverhältnisse trüben die Vorfreude

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch nahm in seiner Startelf im Vergleich zum letzten Pflichtspiel der Wölfinnen, dem 6:0-Ligaerfolg beim 1. FC Köln Mitte Dezember, zwei Änderungen vor. Für die noch angeschlagen pausierenden Ewa Pajor und Caroline Hansen begannen Nilla Fischer und Anna Blässe. Der Wölfe-Coach hatte sich schon im Vorfeld der Partie darauf eingestellt, wohl eher nicht auf einem „top Rasen“ antreten zu können und dürfte denn auch nicht überrascht gewesen sein über die eher bescheidenen Platzverhältnisse in Cloppenburg. So mancher Zuschauer zeigte sich aber dennoch verwundert, dass die Partie tatsächlich angepfiffen wurde.

Dickenmann köpft ein, Gunnarsdottir legt traumhaft nach

Doch die Wölfinnen ließen sich von den Rahmenbedingungen nicht aus dem Tritt bringen, stellten kurzerhand ihre Matchtaktik um und agierten vornehmlich mit langen hohen Bällen. Mit Erfolg, denn Grün-Weiß war von Beginn an tonangebend und deutlich feldüberlegen, auch wenn es einige Zeit dauerte, bis sich alle Spielerinnen an das rutschige und unberechenbare Geläuf gewöhnt hatten. So dauerte es bis zur 19. Minute, ehe Dickenmann zum ersten Mal für Gefahr für das BVC-Tor sorgte, doch ihr Schuss konnte von Cloppenburgs Torfrau Nienke Olthof pariert werden. Besser klappte es dann Mitte des ersten Durchgangs, als Dickenmann eine schöne Hereingabe von Fischer mit dem Kopf zur 1:0-Führung der Wolfsburgerinnen über die Linie drückte (27.). Der Bann war damit gebrochen und kurz darauf legte Gunnarsdottir mit einem traumhaften Schuss von der Strafraumkante ins rechte obere Eck den zweiten Treffer nach (30.).

Noelle Maritz während eines Zweikampfes im Pokalspiel gegen den BV Cloppenburg.

Doppelpack von Popp, Masar trifft beim Debüt

Auch im zweiten Durchgang blieben die Wölfinnen das dominantere Team, doch die Gastgeberinnen suchten jetzt noch vehementer den Weg Richtung VfL-Tor. Mehr als eine Großchance von Lysanne van der Wal, die Lena Goeßling stark abblockte (65.), sprang gegen die gut stehende VfL-Defensive nicht heraus. Vielmehr schlug der Favorit noch standesgemäß zu und konnte durch Masar (76.), die damit im ersten Pflichtspiel für den VfL ihren ersten Treffer erzielte, und zweimal Popp (78., 82.) noch auf 5:0 erhöhen. Somit sprang am Ende ein standesgemäßer und nie gefährdeter Sieg des Favoriten gegen einen nie aufsteckenden BV Cloppenburg heraus.

„Riesenkompliment“

VfL-Cheftrainer Stephan Lerch: Ich muss unserer Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie ist von der ersten bis zur letzten Minute mit viel Leidenschaft und Engagement an diese Aufgabe herangegangen und hat sich auch von den widrigen Platzverhältnissen nicht beeindrucken lassen. Wir waren schon sehr überrascht, dass die Partie auf diesem Rasen, der teilweise noch vereist war, überhaupt angepfiffen wurde. Dabei geht es uns nicht um Unebenheiten des Platzes, sondern darum, dass auf einem solchen Untergrund, der teilweise vereist, teilweise aber auch schon sehr rutschig und matschig war, die Gesundheit der Spielerinnen gefährdet ist. Von daher sind wir sehr froh, dass es keine Verletzungen gab und wir verdient eine Runde weitergekommen sind.

BV Cloppenburg: Olthof – Löwenberg, Luker, Zürny, Dimitriou – Johanning – Flaws, van der Wal (77. Drescher), Moraitou, Radosavljevic (82. Müller) – Winczo (88. Hasenkamp)

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Peter – Gunnarsdottir – Dickenmann, Maritz (80. Minde) – Harder (62. Bernauer) – Popp, Jakabfi (62. Masar)

Tore: 0:1 Dickenmann (27.), 0:2 Gunnarsdottir (30.), 0:3 Masar (76.), 0:4 Popp (78.), 0:5 Popp (82.)

Gelbe Karten: -

Schiedsrichterin: Marina Wozniak (Herne)

Zuschauer: 488 am Sonntagnachmittag im pk-sportpark Cloppenburg

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