VFL Wolfsburg

Sieg im Nervenkitzel-Finale

19.05.2018
Die VfL Wolfsburg-Frauenmannschaft bei der Siegerehrung mit dem DFB-Pokal. Die Spielerinnen jubeln und es fliegt Konfetti in der Luft.

Die Wölfinnen gewinnen den DFB-Pokal nach 3:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern München.

Jubel in Köln – der VfL Wolfsburg konnte zum fünften Mal den DFB-Pokal gewinnen. Damit sicherte sich Grün-Weiß den vierten Pokaltriumph in Serie, seit 2014 sind die Wölfinnen im nationalen Pokal ungeschlagen. In einem regelrechten Nervenkrimi musste nach 120 torlosen Minuten das Elfmeterschießen entscheiden. Hier parierte VfL-Torfrau Almuth Schult zwei Schüsse und Caroline Hansen traf den entscheidenden Ball zum Wolfsburger 3:2(0:0, 0:0, 0:0, 0:0)-Erfolg. Die Finaltage gehen bei den Wölfinnen unmittelbar weiter. Bereits am Donnerstag, 24. Mai, steht das Endspiel der UEFA Women’s Champions League in Kiew gegen Olympique Lyon (Anstoß um 18 Uhr) an.

Drei Wechsel bei Grün-Weiß

Im Vergleich zum 2:0-Erfolg gegen die SGS Essen am letzten Sonntag, der die Wölfinnen zum Deutschen Meister 2018 machte, veränderte VfL-Cheftrainer Stephan Lerch seine Startelf auf drei Positionen. Für Joelle Wedemeyer, Tessa Wullaert und Ella Masar rückten Ewa Pajor, Sara Gunnarsdottir und Noelle Maritz in die Anfangsformation. Beim Finalgegner aus München hingegen veränderte Trainer Thomas Wörle lediglich eine Personalie. Dominika Skorvankova nahm zunächst auf der Bank Platz, für sie startete Fridolina Rolfö.

Schult pariert doppelt, Pajor scheitert an Zinsberger

Den besseren Start erwischte der FC Bayern. In der Anfangsphase ließen die Münchnerinnen den Wölfinnen kaum Raum und gingen auch tief in der VfL-Hälfte sofort auf die ballführende Spielerin. So kam der FCB auch zum ersten Abschluss durch Rolfö, die von links an einer starken Parade von Almuth Schult scheiterte (14.). So langsam konnte sich Grün-Weiß von der Umklammerung der Bayern befreien und durch Caroline Hansen zur ersten Torchance, Manuela Zinsberger klärte den strammen Schuss aber zur Ecke (19.). Es folgten die beiden größten Chancen der ersten Hälfte: In der 21. Minute lenkte Schult einen sich gefährlich senkenden Schuss von Nicole Rolser an die Latte, auf der anderen Seite nahm Pajor der Bayern-Hintermannschaft den Ball ab, stürmte auf Zinsberger zu und scheiterte an der FCB-Torfrau (43.). So ging es torlos in die Halbzeitpause.

VfL Wolfsburg-Spielerin Almuth Schult hält einen entscheidenden Elfmeter.

Tore bleiben trotz Überlegenheit aus

In der zweiten Halbzeit präsentierte sich Grün-Weiß deutlich spielbestimmender als noch in Durchgang eins. Die Bayern standen zeitweise mit sechs Spielerinnen am eigenen Strafraum. Die großen Möglichkeiten blieben jedoch aus. Gefährlich hätte es in der 58. Minute werden können, als Pajor und Hansen sträflich frei eine Flanke von Lara Dickenmann nicht erreichen konnten. Bayern kam lediglich zu zwei kleinen Chancen, als die starke Schult eine stramme Hereingabe von Rölfo und einen Schuss von Rolser parierte. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte der VfL dann noch die große Chance, die Verlängerung zu verhindern: Pernille Harder kam über links durch an den kurzen Pfosten, ihren Pass in die Mitte konnte Pajor aber nicht erreichen. Also musste die Verlängerung oder das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen.

Auch in der Verlängerung: Spannend aber torlos

In den 30 Minuten extra schwanden auf beiden Seiten die Kräfte, der Spannung tat das keinen Abbruch. Bei allen Offensivaktionen wurde es laut im RheinEnergieSTADION. Beide Teams waren darauf bedacht, nicht den entscheidenden Fehler zu begehen, so blieben die großen Torchancen in der Verlängerung aus. Die beste hatte noch Mandy Islacker auf Seiten der Münchnerinnen, die einen von Schult rausgeboxten Ball vom Strafraumrand deutlich über das Tor setzte.

Hansen und Schult entscheiden Nervenschlacht

Im Elfmeterschießen zeigten sich vor allem beide Torfrauen in Bestform. So parierte Schult gegen Melanie Behringer und Lucie Vonkova, Zinsberger gegen Zsanett Jakabfi und Ella Masar. Da auf Seiten des FCB aber auch Kristin Demann nur die Latte traf, lastete der entscheidende Schuss auf den Schultern von Hansen, die eiskalt verwandelte und die Grün-Weißen feiern ließ.

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe (66. Kerschowski), Fischer, Goeßling, Maritz – Gunnarsdottir, Neto (91. Wedemeyer) – Hansen, Harder, Dickenmann (106. Jakabfi) - Pajor (118. Masar)

FC Bayern München: Zinsberger – Maier, Wenninger, Demann, Faißt – Däbritz (102. Islacker), Behringer, Leupolz (99. Laudehr), Rolfö – Roord (64. Skorvankova), Rolser (113. Vonkova)

Gelbe Karten: Maritz, Gunnarsdottir, Wedemeyer, Jakabfi / Skorvankova, Maier

Tore: Fehlanzeige

Elfmeterschießen: 0:0 Schult pariert gegen Behringer, 1:0 Kerschowski trifft, 1:0 Demann verschießt, 1:0 Zinsberger pariert gegen Jakabfi, 1:1 Islacker trifft, 1:1 Zinsberger pariert gegen Masar, 1:1 Schult pariert gegen Vonkova, 2:1 Harder trifft, 2:2 Laudehr trifft, 3:2 Hansen trifft

Zuschauer: 17.692 am Samstagnachmittag im RheinEnergieSTADION

Schiedsrichterin: Sandra Stolz (Pritzwalk)

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