VFL Wolfsburg

Remis im Niedersachsenduell

09.09.2017

Der VfL trennt sich von Hannover 96 mit 1:1 (0:0).

Die Grün-Weißen haben ihr Heimspiel gegen den Nachbarn aus Hannover trotz zwischenzeitlicher Führung nicht gewinnen können. Nach 90 Minuten trennten sich beide Mannschaften mit 1:1 (0:0). Zwar hatte Daniel Didavi die Wölfe nach 51 Minuten per direktem Freistoß in Front gebracht, danach verpasste der VfL aber die Vorentscheidung. So sicherte Martin Harnik den Gästen per Hackentreffer (75. Minuten) doch noch den Ausgleich und damit den Auswärtspunkt.

Premiere für William und Origi

Während der noch punktverlustfreie Aufsteiger aus Hannover nach dem 1:0-Heimerfolg gegen Schalke 04 mit Neuzugang und dortigem Joker-Torschützen Jonathas (für Niclas Füllkrug) und Manuel Schmiedebach (für Pirmin Schwegler) begann, platzierte VfL-Cheftrainer Andries Jonker drei frische Kräfte in die Startformation der Wölfe: Geburtstagskind Felix Ohis Uduokhai ersetzte Marcel Tisserand (angeschlagen nach Länderspielreise), dazu feierten gleich zwei Neuzugänge der Grün-Weißen ihre Pflichtspielpremiere: Der Brasilianer William übernahm die rechte Außenbahn für Paul Verhaegh, der vom FC Liverpool ausgeliehene Divock Origi (für Nany Landry Dimata) bildete gemeinsam mit VfL-Goalgetter Mario Gomez das Angriffsduo.

Ausgeglichener Start

Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, da kamen die Gäste bereits zu ihrem ersten brandgefährlichen Konter. Die scharfe Hereingabe Harniks von rechts fand Jonathas am kurzen Pfosten, dessen Direktabnahme aber knapp am langen Pfosten vorbeistrich. Der VfL tat sich zunächst schwer, hatte einige Ungenauigkeiten beim Passspiel. In der zehnten Minute kamen die Wölfe dann aber zu einer ersten vielversprechenden Offensivszene, doch der Abschluss des von Gomez in Szene gesetzten Yannick Gerhardt wurde von Julian Korb abgeblockt. Im direkten Gegenzug waren dann wieder die Roten dran: Doch Harniks Drehschuss landete im Wolfsburger Himmel (11.). Es ging also hin und her in der Volkswagen Arena, so hieß es nach Torchancen 2:2, nachdem Origi vom rechten Strafraumeck am langen Eck vorbeigezielt hatte (18.).

Statt Führung Gomez-Aus

Es war in der Anfangsphase deutlich zu spüren, dass 96 nach perfektem Saisonstart mutig und selbstbewusst zum Niedersachsenduell gereist war, der Wiederaufsteiger hielt die Partie offen. So musste ein Standard herhalten, um Wolfsburgs bis dahin beste Gelegenheit einzuleiten: Didavi servierte aus dem linken Halbfeld perfekt an den kurzen Pfosten auf den Kopf von Gomez, der jedoch aus kurzer Distanz am stark reagierenden Philipp Tschauner scheiterte (28.) – allerdings entschied Schiedsrichter Felix Zwayer ohnehin auf Abseits. Sieben Minuten später zeigte sich der 96-Keeper bei einem noch leicht abgefälschten Fernschuss Origis erneut auf dem Posten. Nun war der VfL am Drücker – und hätte wenige Zeigerumdrehungen später eigentlich führen müssen. Josuha Guilavogui erkämpfte sich eine Überzahlsituation und bediente Gomez von rechts freistehend im Zentrum, doch der Wölfe-Kapitän wurde beim Schussversuch noch von Verteidiger und Torwart der Gäste bedrängt und konnte daher nicht mehr gewinnbringend abschließen (36.). Doppelt bitter: Der Nationalstürmer konnte nach der unglücklichen Kollision nicht mehr weiterspielen und musste vom Rasen. Dimata ersetzte ihn (40.). Ignacio Camacho übernahm die Kapitänsbinde.

Didavis Freistoß sitzt

Ohne weitere personelle Wechsel ging es in den zweiten Durchgang. Und ähnlich wie in Halbzeit eins starteten die 96er mit einer Riesenchance: Felix Klaus hatte sich in den Strafraum durchgetankt, wo er im Fallen am glänzend reagierenden Koen Casteels scheiterte (49.). Klingeln sollte es wenig später dann aber auf der anderen Seite. Didavi legte sich das Leder in perfekter Freistoßposition 19 Meter zentral vor dem 96-Gehäuse zurecht und zirkelte das Spielgerät, das noch leicht von der Gästemauer abgefälscht wurde, unerreichbar für Tschauner in die rechte Torecke (51.) – das wichtige erste Heimtor für Grün-Weiß. Und die Wölfe blieben mit der Führung im Rücken am Drücker und drängten auf die Vorentscheidung. Doch bei Didavis nächstem Versuch von der Strafraumkante riss der 96-Schlussmann gerade noch die Fäuste hoch (56.). Und Wolfsburg Nummer 11 sollte gleich noch einen Hochkaräter erhalten: Origi hatte sich klasse bis zur linken Grundlinie durchgetankt, um dann perfekt auf Didavi zurückzulegen. Dessen Schuss war aber zu hoch angesetzt (61.). Kaum war die Riesenchance verpufft, war es dann Origi selbst, dessen Schuss gerade noch abgeblockt wurde (62.). Inzwischen hatten sich die Wölfe die Führung mehr als verdient – allerdings verpasst, das Ergebnis auszubauen.

Harnik schockt die Wölfe

Mit den Einwechslungen von Kenan Karaman und Neuzugang Ihlas Bebou (64.) versuchte 96-Cheftrainer Andre Breitenreiter einen neuen Impuls für die inzwischen doch kaum noch offensiv in Erscheinung tretenden Gäste zu setzen. Und sollte Erfolg mit der Maßnahme Erfolg haben. Nachdem zunächst ein Schuss des auffälligen Didavis erneut das Ziel verfehlte, passierte das, was so oft passiert, wenn man seine eigenen Chancen nicht nutzt. Wie aus dem Nichts trafen die 96er – und das in kurioser Manier. Die Wölfe-Abwehr bekam die Kunststoffkugel nicht aus der Gefahrenzone und Harnik bugsierte diese letztlich aus dem Gewühl mit dem Absatz zum Ausgleich über die Torlinie (75.). Die Hausherren versuchten den unerwarteten Schock sofort zu kontern, doch Origis Versuch aus 20 Metern landete neben dem linken Pfosten (78.). Letztendlich hatten die Wölfe am Ende aber sogar noch Glück, die Partie nicht noch gänzlich abzugeben. Nach einem William-Fehler brachte Karaman das Leder scharf nach innen, wo der vollkommen freie Füllkrug nur haarscharf verpasste (83.). Zwar versuchte es Origi auf der anderen Seite noch einmal aus der Distanz, doch der letzte Versuch landete einmal mehr in Tschauners Armen (88.).

VfL Wolfsburg: Casteels – Knoche, Camacho, Uduokhai – William, Guilavogui, Arnold, Gerhardt – Didavi (80. Malli) – Origi, Gomez (40. Dimata)

Hannover 96: Tschauner – Korb, Sané, Felipe, Ostrzolek – Anton, Schmiedebach (64. Bebou), Bakalorz, Harnik, Klaus (64. Karaman) – Jonathas (76. Füllkrug)

Tore: 1:0 Didavi (51.), 1:1 Harnik (75.)

Gelbe Karten: - / Korb

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 27.321 am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena

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