VFL Wolfsburg

„Nachhaltiger sportlicher Erfolg ist das Ziel“

31.12.2017
Dr. Tim Schumacher gibt ein Interview vor der Volkswagen Arena.

Abschlussinterview mit Dr. Tim Schumacher – Teil 2.

Platz zwölf zur Weihnachtspause bildet die Hinrunde der Wölfe durchaus anschaulich ab: Angesichts von zehn, zumal sehr unterschiedlich gearteten, Punkteteilungen war für die Grün-Weißen sowohl mehr als auch weniger drin. Im ersten Teil des Jahresabschlussinterviews hat Dr. Tim Schumacher vor allem in den Rückspiegel geschaut. Zum Stellenwert der Wölfinnen im Verein, seinem grundsätzlichen Winterpausen-Gefühl und zur Frage, wohin die VfL-Reise zukünftig gehen soll, äußert sich der VfL-Geschäftsführer im zweiten und letzten Teil des Gesprächs.   

Dr. Tim Schumacher, kein Rückblick beim VfL Wolfsburg ohne Verneigung vor den VfL-Frauen. Wie haben sie deren Leistungen in diesem Jahr erlebt?

Dr. Tim Schumacher: Das war der absolute Lichtblick in der Saison. Der Frauen-Fußball ist und bleibt ein Aushängeschild in Wolfsburg. Mit Meisterschaft und Pokalsieg konnten zwei Titel gewonnen werden – eine sensationelle Leistung. Dass die Frauen-Mannschaft ihr Weltklasseniveau auch in der neuen Spielzeit halten konnte, zeigt ein Blick auf die aktuelle Zwischenbilanz: Die Mannschaft von Stephan Lerch ist Herbstmeister und sowohl in der Champions League als auch im Pokal souverän noch im Wettbewerb. Wir sind sehr stolz auf diese Leistungen.

Was bleibt sonst noch hängen aus 2017?

Schumacher: Es war in der Breite gewiss nicht alles schlecht. Ganz im Gegenteil: In einigen Bereichen sind wir spürbar vorwärtskommen. Das neue LED-Flutlicht in der Volkswagen Arena etwa, das seit Jahresbeginn in Betrieb ist, gibt dem VfL ein Alleinstellungsmerkmal und bietet ein tolles Stadionerlebnis. CSR, zum Beispiel mit den Vielfaltswochen, ist ein sehr wichtiges Thema, da wir unsere gesellschaftspolitische Verantwortung wahrnehmen wollen. Wir haben viele Kooperationsthemen gerade in Wolfsburg und mit Schulen intensiviert. Weitere innovative Themen wie E-Sports haben wir erneut vorangetrieben. Im Bereich Digitalisierung freuen wir uns beispielsweise, dass wir in der Markthalle zusammen mit der Stadt Wolfsburg und Volkswagen innovativer Treiber sein können.

Bei den Profis wurde in der laufenden Saison der Trainer erneut gewechselt. Unter Martin Schmidt wirkte die Mannschaft zuletzt nun erheblich stabiler. Mit welchem Gefühl gehen Sie jetzt in die Winterpause?

Schumacher: Die Mannschaft ist in der Tat stabiler geworden. Die Niederlage in Köln hat zwar ohne Frage die Stimmung getrübt, drei Punkte hätten die Ausgangslage für die Rückrunde erheblich verbessert. Andererseits hat dieses Spiel, auch angesichts der Erfahrung aus der letzten Saison, die Sinne noch einmal geschärft. Unterm Strich bleibt unverkennbar, dass sich die Mannschaft deutlich weiterentwickelt hat. Martin Schmidt macht einen hervorragenden Job. Wenn wir weiter so fokussiert arbeiten, dann bin ich für die zweite Saisonhälfte sehr zuversichtlich. Ganz wichtig ist, dass uns mit dem Weiterkommen im DFB-Pokal ein positiver Abschluss gelungen ist. Dieser Erfolg gibt uns Rückenwind fürs neue Jahr.

Wie muss der Rest verlaufen, damit Sie am Ende sagen: Es war eine gute Saison?

Schumacher: Natürlich wünschen wir uns alle, dass aus den vielen Unentschieden wieder mehr Siege werden. Wir wollen uns weiter konsolidieren und so früh wie möglich in der Tabelle nach oben klettern. Das Ziel ist es also, das fortzusetzen und zu verstetigen, was die Mannschaft in den vergangenen Wochen schon angedeutet hat. Wenn die gute Arbeit des Trainerteams weiter Früchte trägt, und das wird sie unweigerlich, dann geht es automatisch in der Tabelle auch aufwärts. 

Wohin möchte der VfL Wolfsburg grundsätzlich? Was ist das mittelfriste Ziel?

Schumacher: Im ersten Schritt wollen wir uns stabilisieren und konsolidieren sowie im zweiten uns auch innovativ weiterentwickeln. Digitalisierung und Internationalisierung beispielsweise sind Themen, die den VfL Wolfsburg in Zukunft verstärkt beschäftigen werden. Dort, wo wir spitze sind – wie im Frauenfußball - wollen wir es bleiben und ansonsten einfach ständig besser werden. Wichtig ist immer, dass wir konzentriert und fokussiert bleiben. Denn am Ende des Tages geht es immer um eines: nämlich den nachhaltigen sportlichen Erfolg.

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