VFL Wolfsburg

„Mehr Torschützen sind herzlich willkommen“

31.03.2017

VfL-Cheftrainer Jonker sieht in der Offensive Verbesserungspotenzial und legt sich in der Torwartfrage fest.

Die Frage, was denn nun eigentlich noch besser werden müsse in seinem Team, beantworte VfL-Cheftrainer Andries Jonker am Freitagmittag bei der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen am Sonntag, 2. April (Anstoß 17.30 Uhr), kurz und trocken: „Tore schießen!“ Vor der nun endenden Länderspielpause hatten sich die Grün-Weißen unter Anleitung des Niederländers gefestigt, blieben in drei Partien ungeschlagen und fuhren sieben Zähler ein. Dabei waren dem Coach beim 1:0-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 zwei Dinge aufgefallen: In der ersten Halbzeit hatten die Wölfe jede Menge Ballbesitz, aber kaum Torchancen. Im zweiten Abschnitt verpasste es sein Team trotz einiger aussichtsreicher Gelegenheiten, das Ergebnis komfortabler zu gestalten. „Mein Wunsch ist es, dass wir da stabiler werden und in der Lage sind, mit Maß nach vorne zu spielen.“ Zuletzt sorgte vor allem Mario Gomez für die entscheidenden Tore der Grün-Weißen. Grundsätzlich sei es nicht wichtig, wer nun die Tore für die Wölfe schießt. Dennoch ergänzte Jonker mit einem Augenzwinkern: „In jedem Spiel bis zum Ende zittern und die Hosen voll haben, ist nicht schön. Mehr Torschützen sind herzlich willkommen. Das macht die Situation entspannter.“

„Umkämpftes Spiel“

Den kommenden Gegner Bayer Leverkusen mit Neu-Trainer Tayfun Korkut hat das VfL-Trainerteam natürlich bereits unter die Lupe genommen. „Ich habe mir die letzten Spiele angeschaut um zu erkennen, was sie vorhaben“, so Jonker. „Es ist ein Spiel, in dem für beide Seiten die Wichtigkeit klar ist. Ich erwarte eine umkämpfte Begegnung.“ Dabei lieferte der 54-Jährige auch Einblicke in die Analysearbeit: „Beim Gegner gucke ich nur auf die letzten Spiele. Es geht darum, wie sie jetzt drauf sind, mit wem sie wohl gegen uns spielen und welchen Plan sie für die Partie haben.“ Einen möglichen Abwärtstrend der Leverkusener mit zuletzt zwei Remis und einer Niederlage wollte der Coach der Wölfe derweil nicht bewerten: „Ich schaue aktuell nur auf meine Mannschaft und sehe, dass sich etwas entwickelt. Aber es ist natürlich noch sehr viel Luft nach oben.“

Casteels bleibt im Kasten

Der Aufwärtstrend der Wolfsburger soll daher auch nach der zweiwöchigen Pause weitergehen, denn mit der Partie in Leverkusen beginnen für den VfL die entscheidenden Wochen im Abstiegskampf. Eine Entscheidung fiel dabei schon vor der Partie bei der Werkself, denn Andries Jonker hat eine klare Entscheidung in der Torwartfrage getroffen: Wie bereits in der Verletzungspause von Diego Benaglio in den drei Spielen zuvor, wird auch künftig Koen Casteels das Wölfe-Tor hüten. „Koen hat uns sehr geholfen, in drei Spielen sieben Punkte einzufahren und hat sich das verdient. Dabei haben wir zweimal zu Null gespielt, nur ein Gegentor bekommen und er hat immer eine gute Leistung abgeliefert“, begründete Jonker seine Wahl, die ihm keineswegs leicht fiel: „Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Ich habe bereits in meiner ersten Zeit in Wolfsburg mit Diego sehr gut zusammengearbeitet. Er ist ein sehr guter Typ, mit sehr gutem Einfluss in der Mannschaft. Daher war es auch nicht so einfach ihm zu sagen, dass er nicht mehr spielt. Das kann und möchte ich nicht verbergen. Ich musste das tun, was für die Mannschaft das Beste ist.“ So gab es vom Trainer ein gesondertes Lob für den Schweizer, der die Entscheidung sportlich nahm: „Diego hat darauf mit Verständnis, aber auch mit Enttäuschung reagiert. Er ist ein Sportsmann und will natürlich immer auf dem Platz stehen.“ Das Amt der Kapitäns wird Benaglio auch weiterhin ausfüllen. „Ich möchte, dass er uns als Antreiber, Motivator und Ansprechpartner erhalten bleibt. Diego hat mir zugesagt, dass er diese Rolle weiterhin ausfüllt.“ In Abwesenheit Benaglios auf dem Rasen wird wie gehabt Luiz Gustavo das Amt des Spielführers ausfüllen. „Wenn Diego auf dem Feld steht, ist er sofort wieder Kapitän“, stellte Jonker klar.

Die Personallage

Koen Casteels wird also auch in Leverkusen das VfL-Tor hüten, weitere genauere Aufstellungsdetails wollte der niederländische Wölfe-Chef aus verschiedenen Gründen noch nicht verraten.  So gibt es noch einige Wackelkandidaten im grün-weißen Kader, zuletzt mussten etwa Daniel Didavi und Mario Gomez angeschlagen kürzertreten. „Bei Mario sieht es besser aus, bei Daniel muss ich wirklich noch ein Fragezeichen setzen. Es ist nicht mit Sicherheit zu sagen, ob er spielen kann oder nicht“, gab Jonker einen Ausblick auf die mögliche Personallage am Sonntag. Mit dem widergenesenen Yannick Gerhardt und dem zuletzt stark aufspielenden Jannes Horn hat der Trainer des VfL nun auch auf der Linksverteidigerposition die vermeintliche Qual der Wahl. Ein Problem, das sich für Jonker aber nicht als solches darstellt: „Das ist schön und ein Luxusproblem.“ Erfreuliche Neuigkeiten gab es zudem von Jakub Blaszczykowski. Der Pole konnte unter der Woche nach Erkrankung wieder voll im Mannschaftstraining mitziehen, „flog über den Rasen“ und steht für die Begegnung gegen Bayer zur Verfügung.

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