VFL Wolfsburg

Keine Punkte in Bremen

11.02.2018
Maximilian Arnold kämpft gegen Werders Max Kruse um den Ball.

1:3-Niederlage für die Wölfe im Nordduell.

Zum Abschluss des 22. Spieltags hat der VfL Wolfsburg am Sonntagabend mit 1:3 (0:2) beim SV Werder Bremen verloren und musste damit die zweite Bundesliga-Niederlage im Jahr 2018 einstecken. Vor 38.062 Zuschauern im Weser-Stadion ging der Gastgeber durch Ludwig Augustinsson (4. Minute) früh in Führung. Fünf Minuten vor der Pause war es Florian Kainz, der das Leder im langen Eck unterbrachte und seiner Mannschaft damit zur 2:0-Halbzeitführung verhalf (40.). Der VfL agierte nach der Pause entschlossener und verkürzte durch Paul Verhaegh. Der Kapitän übernahm beim Elfmeter Verantwortung, brachte aber erst den Nachschuss zum 2:1-Anschlusstreffer unter (49.). Dann war es erneut Kainz, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend für die Vorentscheidung sorgte und gleichzeitig den 3:1-Endstand herstellte (72.). Ihren nächsten Einsatz haben die Wölfe am Samstag, 17. Februar (Anstoß um 15.30 Uhr), wenn Spitzenreiter FC Bayern München in der ausverkauften Volkswagen Arena gastiert.

Vier Änderungen in der Startelf

VfL-Cheftrainer Martin Schmidt veränderte seine Startelf nach dem Pokalspiel beim FC Schalke 04 unter anderem verletzungsbedingt auf gleich vier Positionen. Marcel Tisserand (Oberschenkel), Yannick Gerhardt (Sprunggelenk) und kurzfristig Daniel Didavi (Hals-Rachen-Entzündung) standen nicht zur Verfügung. Die Plätze in der Startelf nahmen William, Verhaegh, Josip Brekalo und Victor Osimhen ein. Sebastian Jung und Divock Origi saßen vorerst auf der Bank. Winter-Neuzugang Admir Mehmedi feierte sein Liga-Startelfdebüt für die Wölfe. Im Vergleich zum Pokal-Aus in Leverkusen stellte Florian Kohfeldt sein Team nur auf einer Position um. Für Thomas Delaney rückte Philipp Bargfrede in die Anfangsformation.

Frühe Bremer-Führung

Die Gäste wurden auf fremden Terrain gleich kalt erwischt. Zlatko Junuzovic trat die erste Ecke des Spiels maßgeschneidert auf den Kopf von Augustinsson, der gleich zwei Wolfsburger abschüttelte und den Ball am kurzen Pfosten aus fünf Metern zur Führung einnickte (4.). Für den Schweden war dies der erste Treffer überhaupt in der Bundesliga. Der VfL bemühte sich umgehend, mehr Initiative zu ergreifen und den Weg nach vorn zu suchen. Doch es fehlte an Genauigkeit. In der Folge spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab – bis zur Hereingabe des Ex-VfLers Max Kruse. Nach dessen gefährlicher Flanke bekam Maximilian Eggestein die Fußspitzen an den Ball, Koen Casteels hatte seinen Kasten verlassen, so dass William das Spielgerät aus dem Torraum schlagen musste (17.). Fast im Gegenzug war Jiri Pavlenka das erste Mal gefragt. William und Mehmedi kombinierten sich über die linke Seite bis an den Strafraum, dann bekam Yunus Malli das Leder in die Gasse gespielt. Aus spitzem Winkel probierte er es direkt und scheiterte am Bremer Keeper (18.).

William versucht an den Ball zu kommen.

0:2 zur Pause

Die Wölfe verzeichneten mehr Ballbesitz, doch der Gastgeber machte die Räume eng und erarbeitete sich die gefährlicheren Chancen: Johansson setzte sich gegen William durch und flankte auf Eggestein, dessen Kopfball aus kurzer Distanz von Casteels pariert wurde (29.). Keine zwei Minuten später zog Junuzovic wie beim Führungstreffer eine Ecke von links auf den ersten Pfosten, wo diesmal Kruse eingelaufen war und dessen Kopfball auf der Linie von William abgeblockt wurde. Niklas Moisander setzte nach und scheiterte mit einem Linksschuss aus etwa 15 Metern an der Lattenunterkante (31.). Kurz vor der Pause musste der VfL dann das 0:2 hinnehmen. Kainz schlenzte die Kugel aus halblinker Position ins rechte Eck (40.).

Verhaegh im Nachschuss erfolgreich

Nach dem Wechsel kamen die Wölfe gut in die zweite Halbzeit. Osimhens Linksschuss parierte Pavlenka (48.). Als Moisander Robine Knoche von den Beinen riss, zeigte Schiedsrichter Deniz Aytekin auf den Punkt. Verhaegh trat zum Strafstoß an, führte diesen aber nicht platziert genug aus – Werders Keeper parierte, doch der Niederländer setzte nach und drückte die Kugel per Nachschuss zum 2:1 ins Netz (49.). Der Treffer zeigte Wirkung, die Grün-Weißen kamen nun zu Abschlüssen, waren deutlich präsenter und zeigten mehr Dynamik – liefen dann aber in einen Konter, den Doppeltorschütze Kainz zur 3:1-Führung abschloss (72.). Dem VfL gelang keine erneute Aufholjagd, so dass die Schmidt-Elf ohne Punktgewinn den Platz verließ.

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson – Bargfrede (57. Delaney) – Eggestein, Junuzovic (89. Ro. Bauer) – Johannsson (65. Gondorf), Kainz – Kruse

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Bruma, Knoche, William – Guilavogui (69. Origi), Arnold – Brekalo (69. Steffen), Malli, Mehmedi (78. Dimata) – Osimhen

Tore: 1:0 Augustinsson (4.), 2:0 Kainz (40.), 2:1 Verhaegh (49.), 3:1 Kainz (72.)

Gelbe Karten: Augustinsson / Guilavogui, Bruma, Steffen, Arnold, Verhaegh

Zuschauer: 38.062 am Sonntagabend im Weser-Stadion

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Nürnberg)

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