VFL Wolfsburg

„Grandiose Fans“

16.04.2017
Die Wölfe feiern mit den Fans der Nordkurve nach dem Spiel.

Der erneute Schulterschluss zwischen allen Grün-Weißen war mitentscheidend für den wichtigen VfL-Sieg über Ingolstadt.

Über die Bedeutung des 3:0-Heimerfolges gegen Ingolstadt musste kein Wolfsburger lange nachdenken. „Wir hatten gegen Schalke nicht so gut gespielt, daher war es für uns wichtig, wieder in die Spur zu finden“, sagte Yannick Gerhardt. Und Innenverteidiger Robin Knoche sagte mit Blick auf die Ausgangslage vor der Partie und die Tatsache, dass mit Augsburg und Mainz zwei Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ebenfalls siegreich waren: „Wir wussten um die Bedeutung des Spiels. Die drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten sind enorm wichtig, umso mehr, da die anderen auch gewonnen haben.“ Treffend formulierte daher 3:0-Torschütze Mario Gomez den Erfolg: „Schöner Tag, schöne Woche.“

„Alle stehen hier zusammen“

Dass es ein rundum gelungener Samstag für die Wölfe wurde, lag auch an den treuesten der Treuen, denn der Schulterschluss zwischen Mannschaft und den Fans ging auch gegen Ingolstadt weiter. Nach der harten Kritik, die auf das Team nach dem 1:4 auf Schalke in der Woche zuvor eingeprasselt war, war die VfL-Familie noch enger zusammengerückt. „Jeder, der sich auch nur ein bisschen mit dem VfL beschäftigt, weiß, dass hier alle zusammenstehen und gemeinsam erfolgreich sein wollen. Unsere Fans unterstützen uns wahnsinnig gut, egal ob auswärts oder zu Hause. Dieses Zusammenstehen wird sich am Ende auszahlen. Wir tun mit Stolz und viel Ehrgeiz alles dafür, auch im 21. Jahr erstklassig zu sein. Das ist alles, was für uns zählt“, sagte Sportdirektor Olaf Rebbe. 

„Großer Dank an unsere Fans“

Das honorieren die Fans, die ihrerseits alles dafür geben, ihr Team bestmöglich zu unterstützen. So wurde auch vor dem Ingolstadt-Spiel das Team lautstark bei der Ankunft des Mannschaftsbusses vor dem Stadion begrüßt, es wurde von der aktiven Fanszene an alle Zuschauer appelliert, die Spieler ohne Wenn und Aber zu unterstützen, das Motto „Flagge zeigen“ wurde eindrucksvoll durch das Schwenken von tausenden Autofahnen vor dem Anpfiff unterstrichen und die Elf von Andries Jonker über die 90 Minuten lautstark unterstützt. „Es tut gut, wenn die Fans so hinter einem stehen. Es war eine tolle Idee, uns so zu empfangen. Dadurch sind wir mit den Fans noch enger zusammengerückt“, sagte Robin Knoche. Und Mario Gomez ergänzte: „Unsere Fans waren grandios. Es wird immer so dargestellt, als hätten wir keine. Vielleicht haben wir etwas weniger als andere, was daran liegt, dass Wolfsburg einfach nicht so groß ist. Aber die, die wir haben, sind sehr gut. Sie haben uns die ganze Woche über gepusht, waren extrem positiv und haben uns den Rücken freigehalten indem sie uns versprochen haben, uns komplett  zu unterstützen. Sie haben ein sehr gutes Feingefühl gezeigt und sich nicht von der negativen Stimmung von außen anstecken lassen, sondern deutlich gemacht, dass sie uns vertrauen. Daher geht ein ganz großer Dank an unsere Fans.“

„Glücklich, dass es so gut gelaufen ist“

So gab es überall im grün-weißen Lager ob des so wichtigen Sieges strahlende Gesichter, nicht zuletzt auch bei Yannick Gerhardt und Yunus Malli, die neben dem Mannschaftstriumph auch ganz persönliche Erfolge feiern konnten. So durfte Linksaußen Gerhardt erstmals seit dem 11. März und dem 1:0-Sieg in Leipzig wieder ran, stand in der Startelf und bereitete mit seinen Hereingaben das Eigentor von Markus Suttner in der Nachspielzeit der ersten Hälfte und das 3:0 durch Mario Gomez in der 80. Minute vor. „Ich hatte wegen meiner Adduktorenprobleme etwas Pech, habe vorher aber auch nicht so gespielt, wie ich das selber von mir erwarte. Die letzten Wochen waren natürlich für mich persönlich hart, aber das gehört zum Fußballerleben dazu. Aus solchen Phasen kann man viel lernen. Im Vordergrund steht ohnehin die Mannschaft und der Trainer hat immer gesagt, dass er mich weiter auf dem Zettel hat. Heute durfte ich wieder von Beginn an ran und bin daher natürlich umso glücklicher, dass es so gut gelaufen ist“, sagte Gerhardt.

„Fühlt sich befreiend an“

Nicht von einer Gerhardt-Flanke konnte am Samstag zwar Yunus Malli profitieren, dafür nutzte die Nummer 10 der Wölfe eine Vorarbeit von Maximilian Arnold zu seinem ersten VfL-Tor  im 13. Pflichtspiel. „Es war ein gelungener Tag, da ich mit dem Tor der Mannschaft bei einem solch wichtigen Spiel helfen konnte.  Das fühlte sich schon befreiend an. Jetzt heißt es, weiter Gas geben“, sagte Malli, der in der Halbzeit für den angeschlagenen Daniel Didavi in die Partie gekommen war. Auch hinter ihm liegen keine leichten Wochen, er stand trotz großem Engagement in der Öffentlichkeit zuletzt vermehrt in der Kritik, doch die sportliche Führung der Wölfe stand immer hinter dem Winterneuzugang. „Wir waren und sind überzeugt davon, dass Yunus noch ein sehr wichtiger Spieler für uns wird. Heute hat er sehr gut gespielt und sein erstes Tor gemacht. Er ist auf dem richtigen Weg“, sagte Sportdirektor Olaf Rebbe. 

„Geht um wahnsinnig viel“

Das gilt auch für die Mannschaft an sich, die sich mit dem verdienten Erfolg nach drei sieglosen Spielen in Folge wieder rechtzeitig zum Endspurt in der Bundesliga zurückmeldete. Immerhin konnte der Abstand auf die direkten Abstiegsplätze wieder auf fünf Punkte vergrößert werden, auch wenn durch die Siege von Augsburg und Mainz noch keine generelle Entwarnung im Abstiegskampf gegeben werden kann. „Es geht um wahnsinnig viel. Es ist egal, was die anderen machen. Wenn wir unsere Spiele gewinnen und gut spielen, werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Aber es ist verdammt eng“, sagte Mario Gomez. Der nächste Gegner heißt am kommenden Samstag auswärts Hertha BSC, danach kommen die Bayern nach Wolfsburg. Durch den Erfolg über Ingolstadt gehen die Wölfe mit gesteigertem Selbstvertrauen in die entscheidenden Wochen. „Ich bin überzeugt, dass wir jede Mannschaft schlagen können, wenn wir so spielen wie heute. Das muss die Marschrichtung für die letzten Spiele sein“, so Yannick Gerhardt. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Das haben wir heute getan und darauf sind wir stolz. So müssen wir weitermachen“, sagte Sportdirektor Olaf Rebbe. Und Yunus Malli stellte klar: „Es war ein Schritt und drei wichtige Punkte, die jetzt unbedingt her mussten. Aber es bleibt eng und es geht um jeden Punkt.  Jetzt wollen wir in Berlin nachlegen. Wir dürfen uns nicht ausruhen.“ Erst einmal dürfen die Wölfe aber dennoch ihren Erfolg vom Samstag ein wenig genießen. Nach dem Auslaufen am Sonntag haben sie den Montag frei, um nochmal Kraft zu tanken für den Endspurt. Ab Dienstag gilt dann die volle Konzentration dem Spiel bei Hertha BSC.  

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