VFL Wolfsburg

Gomez macht`s wieder

18.03.2017
Torjubel des Teams nach dem 1:0.

Der VfL besiegt Tabellenschlusslicht Darmstadt mit 1:0.

Der VfL Wolfsburg hat gegen das Tabellenschlusslicht SV Darmstadt 98 einen wichtigen Heimdreier eingefahren. Der entscheidende Treffer zum 1:0 (1:0) gelang einmal mehr VfL-Goalgetter Mario Gomez per Kopf (45.). Der neunte Saisontreffer des Nationalstürmers sollte trotz klarer Spielvorteile und deutlichem Chancenplus letztlich der einzige in der Volkswagen Arena bleiben.

Auch Didavi muss passen

Vor fast ausverkauftem Haus liefen die Wölfe in einem ganz besonderen Jersey auf. Zur Erinnerung an die bevorstehenden „20 Jahre Bundesliga“-Feierlichkeiten trugen die Spieler von Andries Jonker ein exklusives Jubiläumstrikot (jetzt online bestellen). Der VfL-Coach war bei seinem Heimdebüt im Vergleich zum 1:0-Auswärtserfolg in Leipzig zu drei personellen Wechseln gezwungen. Neben den verletzten Ricardo Rodriguez (Teilabriss Syndesmose) und Yannick Gerhard (muskuläre Probleme) war auch Daniel Didavi (erkrankt) nicht einsatzbereit. Für das Trio rückten Josuha Guilavogui, Jannes Horn und Vieirinha in die VfL-Startelf. Luiz Gustavo nahm den Part im Abwehrzentrum neben Robin Knoche ein. Erstmals in den Profikader schaffte es der 18 Jahre junge Gian-Luca Itter. Der Tabellenletzte aus Darmstadt hatte zuletzt mit einem 2:1 gegen Mainz wieder ein wenig Hoffnung geschöpft. Lilien-Coach Torsten Frings brachte Patrick Bangaard für Peter Niemeyer im Defensivzentrum neben Abwehrchef Aytac Sulu. Zudem rückte Markus Steinhöfer ins Team, Mario Vrancic blieb draußen.

Malli über das Dreieck

Malli im Zweikampf.Nach vier Minuten tauchten die Gastgeber erstmals aussichtsreich vor dem Darmstädter Kasten auf, Maxi Arnolds Steilpass auf den durchstartenden Mario Gomez geriet aber etwas zu lang, so dass SVD-Keeper Daniel Heuer Fernandes das Leder knapp vor der VfL-Sturmspitze erreichte. Gefährlicher wurde es dann schon, als Yunus Malli vom linken Strafraumeck abzog, aber knapp über den linken Giebel zielte (8.). Die Anfangsphase gehörte den Wölfen, die sich allerdings noch schwertaten, sich gegen die dicht gestaffelte Gästedefensive entscheidend durchzusetzen. So wurde Riechedly Bazoers strammer Schussversuch nach Vieirinha-Ablage abgeblockt (19.). Das schlechteste Auswärtsteam der Liga – in dieser Saison gab es bisher kein einziges Pünktchen für die Hessen mitzunehmen – war bemüht, den VfL vom eigenen Strafraum wegzuhalten, was anfänglich durchaus gelang.

Gomez-Lauf hält an

Mario Gomez jubel nach Tor.Nach einer halben Stunde kam Wolfsburg dann mal in den Genuss eines Konters, der schnell und ansehnlich über die Stationen Arnold, Gomez, Malli auf Jakub Blaszczykowski gespielt wurde, bevor ein Abwehrbein der Lilien, hart aber regelkonform, Schlimmeres verhindern konnte. Der Kopfball Knoches nach dem folgenden Eckball strich ebenso knapp am linken Aluminium vorbei wie kurz darauf Luiz Gustavos Schlenzer (32.). Die Chancen der Grün-Weißen häuften sich, der Führungstreffer wäre für die Jonker-Elf inzwischen verdient gewesen. Kurz vor dem Pausenpfiff sollten sich die Wölfe dann für ihre couragierte Leistung belohnen und ihre deutlichen Spielvorteile und ihr Chancenplus erfolgreich in einen Treffer ummünzen. Wieder war es Gomez, der seinen beeindruckenden Torlauf unter Andries Jonker fortsetzen konnte. Der Nationalstürmer erwischte eine starke Flanke Jannes Horns aus dem linken Halbfeld, um das Spielgerät aus sechs Metern in unnachahmlicher Art per Kopfballaufsetzer in Darmstadts Gehäuse unterzubringen – der neunte Saisontreffer von „Super-Mario“.

Ntep-Treffer zurückgepfiffen

Mit Paul-Georges Ntep für Arnold ging es in Durchgang zwei, der fulminant startete: Zunächst hatte Bazoer das fast sichere 2:0 auf dem Schlappen, doch der Niederländer schob das Leder nach Gomez-Vorlage freistehend am verwaisten Tor vorbei (46.). Wenige Zeigerumdrehungen später musste dann Koen Casteels erstmals eingreifen, als auf der anderen Seite Markus Steinhöfer nach Linksflanke angerauscht kam, den Direktschuss aber genau in die Arme des Belgiers platzierte (47.). Dann war aber wieder Grün-Weiß an der Reihe – und traf zum vermeintlichen 2:0. Aber Schiri Dr. Felix Brych erkannte den Kopfballtreffer Nteps nicht an, das Spielgerät sollte schon bei Vieirinhas Flanke die Toraußenlinie überschritten haben – wohl eine Fehlentscheidung. Und auch die nächste Großchance führte nicht zum längst fälligen 2:0. Dieses Mal zielte Gomez nicht genau genug und chippte die Kunststoffkugel aus zwölf Metern über die Querlatte (54.).

VfL verpasst 2:0, holt sich aber den Dreier

In der 67. Minute hatte „Joker“ Ntep seine nächste Gelegenheit – wieder kam die Vorarbeit von Vieirinha. Aber der Abschluss des Franzosen geriet zu zentral, Heuer Fernandes konnte mit beiden Fäusten parieren. Auch wenn das 2:0 eigentlich längst in der Luft lag, mussten die Grün-Weißen angesichts der nur knappen Führung weiterhin aufpassen, nicht doch noch einen der seltenen Konter der Lilien zu kassieren. In Minute 80 hatten die VfL-Fans dann erneut den Jubelschrei auf den Lippen, aber erneut brachten die Wölfe das Leder nicht am starken Heuer Fernandes vorbei: Der vom gerade eingewechselten Christian Träsch bediente Malli scheiterte freistehend am Darmstädter Keeper. Trotz der zahlreichen nicht verwandelten Hochkaräter durften sich die Grün-Weißen am Ende über einen hoch verdienten 1:0-Heimerfolg freuen, der kurz vor dem Spielende allerdings noch in Gefahr geriet, als Sidney Sam die beste Lilienchance der Partie am linken Pfosten vorbeischob (90+1). Ein Wermutstropfen gab es auch noch, der den wichtigen Heimdreier ein wenig trübte: Der zur Halbzeit gekommene Ntep musste den Platz kurz vor Spielende angeschlagen wieder verlassen.

Das Spiel im Stenogramm

VfL Wolfsburg: Casteels – Blaszczykowski, Luiz Gustavo, Knoche, Horn – Bazoer (79. Träsch), Guilavogui, Vieirinha, Arnold (46. Ntep, 86. Mayoral), Malli – Gomez

SV Darmstadt 98: Heuer Fernandes – Steinhöfer, Banggaard, Sulu, Holland – Hamit Altintop, Gondorf, Sirigu (56. Platte), Sam, Heller (85. Kamavuaka) – Schipplock (69. Colak)

Tore: 1:0 Gomez (45.)

Gelbe Karten: Knoche, Gomez / Gondorf, Sulu, Banggaard

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

Zuschauer: 28.104

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