VFL Wolfsburg

Endspiel!

03.04.2016
Die Frauen des VfL Wolfsburg jubeln nach dem Sieg gegen SC Freiburg im DFB-Pokal Halbfinale.

VfL-Frauen ziehen durch 2:1-Sieg über den SC Freiburg erneut ins Finale um den DFB-Pokal ein.

Der Titelverteidiger fährt wieder nach Köln! Im Halbfinale des DFB-Pokals siegten die Frauen des VfL Wolfsburg am Sonntagnachmittag gegen den SC Freiburg mit 2:1 (1:0) und lösten damit zum dritten Mal in vier Jahren ihr Ticket fürs Endspiel. In einem bis in die Schlussminuten spannenden Pokalfight sorgte Alexandra Popp fast aus dem Stand für die grün-weiße Führung (5.), der Babett Peter nach einem lange ausgeglichenen Duell das 2:0 nachlegen konnte (78.). Das Anschlusstor durch Giulia Gwinn kam für Freiburg zu spät (89.). Im großen Finale im RheinEnergieStadion trifft der VfL am Samstag, 21. Mai, nun auf den SC Sand, der sich im anderen Semifinale überraschend mit 2:1 gegen den FC Bayern durchsetzen konnte.

Starke Kulisse bei Cuppremiere im AOK Stadion

Fans des VfL Wolfsburg im AOK-Stadion. Manhe Fans halten ihre Schals in die Höhe.Zum ersten Mal überhaupt luden die VfL-Frauen zu einem Pokalspiel ins AOK Stadion. Knapp 1.700 Zuschauer waren gekommen, um die Wölfinnen bei dieser bedeutenden Aufgabe zu unterstützen – und bejubelten direkt einen Prachtstart: Von der linken Seite gab Lena Goeßling einen ruhenden Ball an den langen Pfosten, wo Alex Popp, die den Freistoß selbst herausgeholt hatte, in die Luft stieg und einköpfte. Mit der ersten Torchance des Spiels lag Grün-Weiß gleich in Front (5.). Freiburg, das bereits in den vergangenen drei Jahren im Halbfinale ausgeschieden war, steckte den Nackenschlag erstaunlich gut weg. Ehe Almuth Schult erstmals nennenswert in Aktion trat, dauerte es zwar bis zur 16. Minute. Weil der VfL aber Mühe hatte, seinen Anfangsschwung mitzunehmen, trauten sich die Gäste bald immer mehr zu. Aus 16 Metern prüfte Sandra Starke die VfL-Nationalkeeperin mit einem Flachschuss (22.), worauf gleich mehrere Situationen folgten, in denen die Breisgauerinnen, angeführt von der auffälligen grün-weißen Leihgabe Lina Magull, am Strafraum vorstellig wurden, ohne aber die entscheidende Lücke zu finden.

Wacklige Pausenführung

Caroline Hansen im Zweikampf.Grün-Weiß schien gut beraten, seine Angriffe wieder klarer vorzutragen. Immer wieder gingen Bälle im Aufbau verloren. Mehr als zwei Distanzschüsse von Caro Hansen (12.) und erneut Popp (49.) kamen aber bis zur Pause nicht mehr heraus. Ganz im Gegenteil: Als knapp vor dem Seitenwechsel Elise Bussaglia kurz vor der Torlinie klärte und direkt im Anschluss auch Sarah Puntigam zu einem Abschluss kam (44.), schien der Titelverteidiger mit der 1:0-Halbzeitführung sehr gut bedient.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Schreckmoment: Caro Hansen blieb nach einem Zweikampf am Boden liegen und musste nach kurzer Behandlung ausgetauscht werden. Da Ralf Kellermann zum Seitenwechsel bereits einen Doppelwechsel vorgenommen hatte, war das Kontingent damit erschöpft. Für die erste Torchance sorgte Bussaglia mit einem direkten Freistoß (50.), ansonsten aber blieb das Bild unverändert: Grün-Weiß mühte sich an den Freiburgerinnen ab, die trotzig weiter am Ausgleich arbeiteten, genau wie die Wölfinnen aber selten vernünftig zum Abschluss kamen.

Hochspannung bis zum Schlusspfiff

Spielerinnen des VfL Wolfsburg verteidigen den Ball.Eine merkwürdige Schwere lag inzwischen über der Partie, weil sich beide Mannschaften belauerten, ohne dass sich etwas bewegte. Das fällige Signal setzte Isabel Kerschowski, deren Distanzknaller die Freiburger Schlussfrau mit einer Glanztat entschärfte (77.). Eine Minute später hatte das Warten ein Ende: Nach einem beharrlich vorgetragenen Spielzug legte Popp per Kopf zurück an den Fünfer, wo Babett Peter bereitstand und souverän einschob – 2:0 (78.)! Als die VfL-Fans schon den Finaleinzug feierten, kam Freiburg plötzlich noch einmal zurück. Bange Erinnerungen an das jüngste Liga-Heimspiel gegen die Breisgauerinnen wurden wach, als Giulia Gwinn sträflich freistehend verkürzte (89.). Doch die hektische Schlussphase – inklusive vier Minuten Nachspielzeit – überstand der VfL schadlos und feierte unter großem Jubel schließlich den erneuten Vorstoß ins Endspiel.

Ralf Kellermann: „Wir sind sehr, sehr erleichtert, dass wir wieder nach Köln fahren. Mit der ersten Halbzeit waren wir heute überhaupt nicht zufrieden. Offenbar hatten wir nach der frühen Führung im Kopf um zwei Gänge zurückgeschaltet. Defensiv haben wir zwar sicher gestanden, uns aber sonst nicht gut angestellt. Nach dem Seitenwechsel konnten wir zwar auch keinen Angriffswirbel entfachen, dafür haben wir weniger Fehler im Spielaufbau gemacht, und auch die Körpersprache hat gestimmt. Am Ende hat man gemerkt, dass nach zwei harten englischen Wochen bei vielen die Kraft aufgebraucht war. Umso glücklicher sind wir, dass wir auch diese schwere Aufgabe lösen konnten und jetzt erneut im Endspiel stehen.“ 

Das Spiel im Stenogramm

VfL Wolfsburg: Schult – Dickenmann, Fischer, Goeßling, Peter – Simic, Bussaglia – Jakabfi (46. Bachmann), Hansen (50. Kerschowski) – Popp, Wullaert (46. Blässe)

SC Freiburg: Benkarth – Lahr, Schiewe, Puntigam, Karl (80. Wagner) – Petermann, Hegenauer (64. Gwinn) – Schöne, Magull – Kayikci, Starke (75. Aschermann)

Tore: 1:0 Popp (5.), 2:0 Peter (78.), 2:1 Gwinn (89.)

Gelbe Karten: Blässe, Simic / Hegenauer, Petermann, Magull

Zuschauer: 1.719

Schiedsrichterin: Susann Kunkel (Hamburg)

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